Macht die Arbeit als Friseur Spaß?

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4 Antworten

Ob DIR die Arbeit als Friseur/in Spaß machen wird, kann Dir niemand sagen oder schreiben, denn das musst Du für Dich selbst herausfinden.

Spass am Beruf zu haben, hat auch primär mit dem Beruf selbst bzw. mit den Tätigkeiten zu tun und nicht damit, wie viel man verdient, u.s.w.

Wie Du selbst "gut leben" definierst, ist auch eine individuelle, subjektive Sichtweise . . .  wer im Friseurberuf als Geselle/in durchschnittlich verdient, hat derzeit zwischen 1.500 und 1.600 EUR brutto und in vielen ordentlich geführten Salons auch noch Zusatzleistungen wie Provision auf den Produktverkauf und immer mehr Salons zahlen auch Provision auf die Leistungen (ab einem festgelegten Umsatz).

Bis zu mit der Ausbildung fertig bist, liegt das noch höher, denn der Mindestlohn steigt jährlich an.

Was weder ein fester Parameter ist, noch später mit in die Rentenberechnung mit einbezogen werden kann, ist dann noch das Trinkgeld, aus dem sich schon recht viele z.B. die Basis für die Meisterschule, ein Auto, u.s.w. angespart haben.

Wenn hier jemand schreibt, dass Du maximal den Mindestlohn erwarten kannst, kennt er sich schon mal nicht in den Gesetzen aus, denn der Mindestlohn heißt so, weil Du den "mindestens" erwarten kannst und nicht "maximal". 

Selbst Friseurketten wie Klier, die nicht gerade den besten Ruf haben was deren Personalpolitik betrifft, bezahlen etwas mehr als den Mindestlohn, wenn auch nicht viel mehr.

Immer mehr Salons suchen immer häufiger gute, zuverlässige, motivierte Mitarbeiter/innen, denn es gibt einen definitiven Nachwuchsmangel in der Branche  . . .  auch weil es Leute gibt, die den Beruf schlechtreden.

Salons, die wirklich wirtschaftlich rechnen und arbeiten (erkennt man z.B. daran, dass deren Preise auf mind. 60,00 EUR/Std. kalkuliert sind . . . besser noch darüber . . .  also z.B. Herren-Haarschnitt nicht unter 30 EUR), zahlen meist deutlich über Mindest- und Tariflohn.

Es gibt kaum einen vergleichbar nützlichen, kreativen abwechslungsreichen, spannenden, vielseitigen Beruf wie den Friseurberuf und auch die Möglichkeiten, die sich einem aus dem Beruf erschließen sind sehr vielseitig.  

Eine liebe Bekannte aus Berlin ist z.B. gerade für knapp 3 Monate bei den Festspielen in Salzburg (OK ... sie hat auch eine zusätzliche Maskenbildner Ausbildun gemacht), hat dort eine tollen Zeit und verdient dabei auch noch 3.500 EUR/Monat.

Dann gibt es auch viele, die mal für eine bestimmte Zeit auf ein Kreuzfahrtschiff gehen oder generell stationär ins Ausland, u.s.w.

Was auch ganz praktisch ist:  Haare wachsen immer und selbst wenn irgendwo in irgendwelchen Unternehmen mal wieder 1.000 Büro- oder Produktions-Arbeitsplätze gestrichen werden . . .  die Fachkräfte mit Kamm und Schere werden immer zu tun haben.

Kurzum: Wenn Du in den Beruf rein schnüffelst (schau Dir mehrere Salons an und frag auch in mehreren Salons nach, ob sie ausbilden  . . .   und eben auch in Salons, die nicht zu Filialisten mit 10, 20, 30, 100, 300 Salons gehören) und Du merkst, dass es Dir Spass macht  . . .  dann geht den Weg, halte immer Augen und Ohren offen, denk mit, bring Leistung, verkauf Dich gut  . . . und dann kannst Du auch relativ zügig ab 2.000 - 2.500 EUR brutto/Monat verdienen.

"Schichten" gibt es primär in den Salons irgendwelcher Friseurketten, die generell 10 - 12 oder mehr Stunden geöffnet haben  . . . und teilweise auch in Einzelsalons, die tageweise oder durchgehend z.B. bis 20 oder 21 Uhr geöffnet haben.       Wie die Schichten jeweils eingeteilt sind, liegt an jedem Salon selbst und das wirst Du dann schon erfahren.

Vorteile größerer Salon-Ketten: teils eigene Schulungs-Teams oder sogar Schulungs-Zentren, die Möglichkeit innerhalb der Kette evtl. auch bundesweit den Salon zu wechseln, mit Meisterbrief (evtl. sogar vom Unternehmen gefördert) Aufstiegsmöglichkeiten zur Salonleitung und auch Regionalleitung, u.s.w.

Nachteile:  möglicherweise knappere, strengere Zeitvorgaben und dadurch weniger Zeit für den einzelnen Kunden, Bezahlung meist nur Mindestlohn oder 0,30 - 0,50 EUR/Std. mehr., je nach Kette auch unpersönlicher, oberflächlicher mit deutlich mehr Leistungsdruck, teilweise weniger Zusatzleistungen wie Umsatzprovision, Getränke und auch Obst/Früchte für alle auf Kosten des Salons, evtl. auch weniger externe un interessante Seminare, Messebesuche, u.s.w.

Mit das Beste, was einem passieren kann, sind Salons in denen Azubis derart gefördert/trainiert werden, dass sie spätestens ab dem 3. Lehrjahr damit beginnen, einen eigenen Kundenstamm aufzubauen  . . .  also bereits richtig eigenständig mitarbeiten.     Das bedeutet gleichtzeitig, dass sie als Azubi im 1. und 2. Lehrjahr nicht ständig nur als billige Assistenzkraft "benutzt" werden.

Friseuren steht die ganze Welt offen und ob als angestellte/r Geselle/in, Meister/in oder selbstständige/r Meister/in, mit oder ohne Betriebswirt, u.s.w.  . . . .  wer sich auf den "schönsten Beruf der Welt" einlässt, darin aufgeht, so eingestellt ist, dass er/sie nicht jammert sondern Wege erkennt, findet und geht, sich stets weiterentwickelt . . . führt ein glücklicheres, erfüllteres Leben als sehr viele "Schreibtisch-Täter", u.s.w.    . . .     es gibt schon einen Grund, weshalb gereade die meisten Friseure/innen auch mit 50, 60 Jahren deutlich jünger aussehen als sehr viele gleichaltrige Zeitgenossen aus anderen Berufen. ;-)

Im Friseurberuf wirst Du maximal den Mindestlohn als Gehalt zu erwarten haben.

"Maximal den Mindestlohn" widerspricht sich schon in der Aussage, denn der Mindestlohn ist eben "mindestens" und nicht "maximal".

Zudem ist es schon lange keine Seltenheit mehr, wenn selbst Friseurgesellen/innen in Salons, die wirklich wirtschaftlich kalkulieren und arbeiten, monatlich 2.000 - 2.500 EUR brutto verdienen  . . .  da gilt einfach "Augen auf bei der Arbeitgeberwahl".

Selbst Salon-Ketten, die in der Branche keinen guten Ruf genießen, zahlen teilweise wenigstens 0,30 - 0,50 EUR/Std. mehr als den Mindestlohn (auch teils zzgl. Umsatzprovisionen).

In gut aufgestellten "Einzelsalons" (oder auch inhabergeführten Betrieben mit z.B. 2 - 5 Salons) geht es zwischenzeitlich oft schon beim Einstiegsgehalt mit 1,50 - 3,00 EUR/Std. über Mindest-/Tariflohn los (auch zzgl. Provisionen und weiteren Zusatzleistungen).

Und das wird in den kommenden Jahren noch besser für Angestellte, denn es herrscht akuter Nachwuchsmangel  . . .  auch dank Leuten, die den Beruf ähnlich schlecht reden wie es hier schon wieder einige machen, ohne wirklich Ahnung zu haben.

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By the way  . . .  wenn Du noch im Detail Fragen hast, kannst Du mich auch hier direkt anschreiben (hier geht das wohl nur über die Freundschaftsanfrage) und bei Facebook findest Du mich mit dem gleichen Profilbild  . . .  dort kann ich Dir dann auch Links zu FB-Gruppen schicken, in denen sich Friseur-Azubis informativ austauschen, u.s.w.  

Friseur ist einer der schlecht bezahltesten Jobs überhaupt.

Wenn du dann noch bei so einer Kette anfängst, die in jeder Stadt mit Dumping-Preisen die Leute lockt, dann verdienst du eh nichts.

Such Dir lieber nen Job mit dessen Gehalt Du leben kannst, nicht überleben musst!

Bei ca. 80.000 Betrieben im Lande, stellen Billig-Ketten/Billig-Salons nicht die Mehrheit dar und in gut geführten Salons, deren Inhaber wirtschaftlich und effizient kalkulieren, verdienen selbst frisch gebackene Gesellen/innen selten weniger als 12,50 EUR/Std. (zzgl. Umsatzprovisionen und weiteren Zusatzleistungen).

Ebenso stecken solche Betriebe auch noch reichlich Geld in die Förderung, Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. 

Wer in den Beruf reinschnuppert und merkt, dass er/sie Spass daran haben kann, hat bei wirklichem Interesse und Einsatz deutlich mehr Möglichkeiten, Perspektiven (und dabei auch noch haufenweise Spaß), als sehr viele Angestellte in irgendwelchen Bürojobs.

Haare wachsen immer, daher ist der Beruf auch noch recht krisensicher und während irgendein Konzern mal wieder 500 Mitarbeiter entlässt, sind die Fachkräfte mit Kamm und Schere immer flexibel und begehrt, denn mit der Eitelkeit der Menschen wird weltweit nach wie vor das meiste Geld im regulären Verbraucher-Konsum verdient.

Ob man Geselle/in bleibt, Meister/in wird, als Salonleitung arbeitet, sich selbstständig macht, den Betriebswirt macht und evtl. für die Industrie arbeitet, sich weltweit für Shows oder/und als Trainer/in buchen lässt, Seminare ausarbeitet und anbietet (meist ab 800 - 1.500 EUR/Tag), ins Ausland geht, auf einem Kreuzfahrtschiff arbeitet, sich als Maskenbildner/in weiterbildet und für Festspiele, TV-Shows, Touren namhafter Bands/Künstler arbeitet  . . . oder  . . . oder  ..  . oder  . ..

Es gibt kaum einen Beruf (der auch noch mit viel Spaß verbunden ist), der so vielseitig, abwechlungsreich, spannend, interessant, kreativ, dynamisch, etc. ist wie der, dessen grundlegnde Basis der Gesellenbrief im Friseurhandwerk ist. ;-)

Wer lediglich seinen Gesellenbrief macht, sich dann Tag ein Tag aus hinter den Stuhl stellt und sich dem Mittelmaß hingibt, nichts aus sich macht, nicht über den Tellerrand hinaus schaut und nicht den Antrieb hat, mehr aus sich zu machen, ist und bleibt selbstverständlich wie jeder in jedem Beruf eines der vielen kleinen Rädchen, die einfach so vor sich hin laufen und schlicht und einfach nur "funktionieren".

Das sind aber auch häufig diejenigen, die z.B. in den beiden großen FB-Fachgruppen Fragen stellen und Kommentare schreiben, bei denen man sich fragt, wie die Person es schafft, sich die Schuhe eigenständig zu binden.

Aber auch die muss es halt auch in so gut wie jedem Bereich geben, denn leider gibt es ja auch entsprechend anspruchslose Kundschaft, für die der Preis wichtiger ist als die Leistung  . . .  sonst hätten ja auch nicht so viele Salons Erfolg, in denen solche Mitarbeiter mit recht krassen Zeitvorgaben verheizt und ausgelaugt werden.

Aber das kann sich jeder selbst aussuchen  . . . und das beginnt schon damit, wie man sich vor einer Berufsausbildung bildet, entwickelt, u.s.w.  

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Dein Beitrag ist immens informativ - Danke!

Aber leider hast Du m.E. zu sehr die Friseur-Brille auf.

Die 12,50€/h sind leider ganz und gar nicht realistisch - ich kenne auch 2 Friseure.

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@Freedom7877

Zwei von ca. 166.000 Fachkräften eines Berufsstands zu kennen, ist nicht wirklich repräsentativ und dass es nach wie vor Friseure/innen gibt, die für den derzeitigen Mindestlohn von 8,84 EUR/Std. (oder für 0,30 - 0,50 EUR/Std. mehr) arbeiten, ist ebenso wenig ein Geheimins wie die Tatsache, dass es seit ca. 10 - 15 Jahren vermehrt "schwarze Schafe" gibt, die nicht nur gegen die Handwerksordnung verstoßen, um es zu ermöglichen, bei unterirdischen Kampfpreisen als Inhaber sogar noch einigermaßen gut zu verdienen.

Die "Hair Group" (Essanelle & Co.) hatte neulich in einem Artikel deren Standardlöhne veröffentlicht, worauf in der größten FB-Friseurgruppe auch einige nicht glauben konnten, dass z.B. Gesellen schon ab dem ersten Berufsjahr knapp 12,00 EUR/Std. verdienen könnten  . . .  und das auch noch beim zweitgrößten Friseur-Filialunternehmen.

Für viele Arbeitgeber im Friseurhandwerk sind 12,00 EUR/Std. die absolute Untergrenze, was die Bezahlung der Mitarbeiter betrifft, für die nächsten wiederum ist das der Durchschnitt  . . .  und dann gibt es halt leider auch immer noch diejenigen, für die das noch nicht einmal die Obergrenze darstellt.

Logischerweise werden in vielen wirklich gut zahlenden Salons Stundensätze um bis zu 50 - 80% über dem Mindest- und/oder Tariflohn auch dadurch erzielt, dass Mitarbeiter/innen als Zusatzleistung an deren Umsatz beteiligt werden . . .  und dieses Verdienstmodell gibt es bei ordentlich geführten Salons seit Jahrzehnten.

Mitarbeiter müssen das 3,5- bis 4-fache ihres Bruttolohns als Umsatz erarbeiten, um für den Arbeitgeber überhaupt dauerhaft bezahlbar, rechenbar zu sein (Rücklagen für Ausfälle, bezahlte Seminare/Schulungen, Lohnnebenkosten, Arbeitsmaterial, u.s.w.)

Wer drüber kommt, soll daran natürlich mitverdienen  . . .  und wenn Saloninhaber deren "Hausaufgaben" richtig machen (angefangen von der Preisgestaltung über das Marketing bis zur Mitarbeiterführung), kommen auch alle Mitarbeiter drüber und verdienen logischerweise auch deutlich mehr als deren eigentlichen Brutto-Stundenlohn.

Würde auch nur eine meiner Mitarbeiterinnen auf 12,50 EUR/Std. kommen, müssten ich gemeinsam mit ihr herausfinden, woran es liegt, was sie (oder evtl. ich) falsch gemacht hat und wie sie es wieder auf mindestens 14,50/Std. bringt.   Selbstverständlich gibt es zwischendurch auch mal ein bis vier ruhigere Wochen im Jahr (Urlaubs-/Ferienzeiten), aber die werden z.B. auch über Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und zusätzliche Halbjahres-Bonuszahlungen weitgehend ausgeglichen.

Wenn reguläre Salons z.B. Herrenhaarschnitte (inkl. waschen, föhnen, Kopfmassage, Kompresse, Schnitthaar auswaschen) für 14,50 bis 25,00 EUR anbieten und auch die restlichen Leistungspreise unter den mind. 60 - 68 EUR/Std. liegen, die erwirtschaftet werden müssen, um einen inhabergeführten, einzelnen Salon (oder auch 2 - 4 Salons eines Inhabers) wirtschaftlich rentabel zu machen, kann der Salon natürlich auch nicht viel mehr als den Mindestlohn bezahlen, ohne dass der Inhaber evtl. noch vom Amt aufstocken lassen muss, um seine Existenz aufrecht zu erhalten.

Vom Gesamtumsatz verbleiben nach Abzug alles Kosten beim Saloninhaber (und das auch nur, wenn er seine Kosten im Griff hat) maximal 10%  . . .  und dann hat er selbst noch nichts gegessen, keine eigene Wohnmiete bezahlt, u.s.w.  . . .   und am Jahresende kommt dann auch noch die Einkommenssteuer.

Wenn Du also auf Friseure/innen triffst, für die 12,50 EUR/Std. Utopie sind, dann arbeiten die wohl für jemanden, der nicht wirtschaftlich rechnet und arbeitet, für einen Billig-Salon, u.s.w.

Mal eben ohne jede Ahnung von der Materie zu schreiben "Die 12,50€/h sind leider ganz und gar nicht realistisch"  ist schnell erledigt, wenn man gerade mal zwei Friseure/innen kennt, die scheinbar nicht wissen, dass es bundesweit (und somit sicher auch in deren Region) haufenweise Salons gibt, die händeringend nach Mitarbeitern suchen und schon vom Grundgehalt her deutlich über Mindest-/Tariflohn bezahlen (+ Provision und teils auch + Tankkarte und sonstigen Zusatzleistungen).

Aussuchen kann sich das jeder selbst, aber dazu muss man sich halt auch umschauen, umhören, sich informieren und weiter denken als nur von 12 Uhr bis Mittag. ;-)

Gerade z.B. über die großen Facebook-Friseurgruppen haben auch schon einige Fachkräfte zu besser zahlenden Arbeitgebern gefunden und die vielen bundesweiten und regionalen FB-Friseurjobgruppen sind voll mit guten Angeboten für dringend gesuchte Mitarbeiter.

Aussenstehende sollten sich etwas mehr bedeckt damit halten, aktiven und erfahrenen Fachleuten aus ihnen fremden Berufen etwas über deren Branche erzählen zu wollen und deren fundierte Aussagen in Frage zu stellen . . .  da ist gaaaaazn dünnes Eis.

Und dieses Unwissen (es ist ja nicht einmal Halbwissen) kann durch Aussagen in der Öffentlichkeit auch noch dazu führen, irgendwelchen Menschen irgendwelche Beruf madig zu machen. 

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Danke auch für diese ausführliche Belehrung.

Mein "Halbwissen" bzw. nicht mal das, wie Du es hinstellst mag in deinen Augen vllt so sein.

90% von dem, was du da von dir gibst ist Expertenwissen, aber auch wiederum das Gerede einen Arbeitgebers, so deklarierst Du Dich ja auch.

Deine Redegewandtheit und dein Wissen in aller Ehren, aber du willst es auch ned wahrhaben, dass man als Friseur einfach mies verdient.

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@Freedom7877

Weshalb sollte ich es wahrhaben, dass man als Friseur "mies" verdient, wenn sich das jede Fachkraft selbst aussuchen kann und meine Mitarbeiterinnen zwischen 14,50 und 22,50 EUR/Std. verdienen (zzgl. Provision, Bonus, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, u.s.w.)?

Noch einmal . . . . langsam  . . . zum Mitlesen:

Niemand muss in einem Salon arbeiten, in dem er/sie lediglich den Mindestlohn oder nur wenig mehr verdient  . . .  allerdings gibt es halt auch im Friseurhandwerk Fachkräfte, die nicht gerade "die hellsten Köpfe" sind oder/und einfach in einem Trott leben, in dem sie nicht über den Tellerrand hinaus schauen.

Ebenso gibt es etliche Fachkräfte, denen zig "Ausreden" einfallen, weshalb sie nicht den Arbeitgeber und/oder den Standort wechseln können  . . .  dafür können gerade die am meisten jammern, statt etwas zu verändern.

Zumindest wer jung und ungebunden ist, könnte auch jederzeit dorthin wechseln, wo er/sie 50 - 80% mehr verdient als in irgendeinem Mindestlohn-/Tariflohn-Salon.

Sooo riesig ist Deutschland dann auch wieder nicht  . . . selbst vom nördlichsten bis zum südlichsten Ende braucht man bei optimalen Verhältnissen gerade mal knapp 10 Stunden.  Eltern/Freunde/etc. besuchen ist also nicht mit einer Weltreise verbunden.

In den USA ziehen Menschen z.B. von der Ostküste an die Westküste, wenn sie dort "nur" 20 - 30% mehr verdienen können.  Hier sind für viele schon 15, 20, 30 km zuviel.

Das "Gerede eines Arbeitgebers" ist in diesem Fall übrigens absolut objektiv und wahrheitsgemäß  . . .   was würde es mir bringen, hier ausgerechnet bei gutefrage.net irgendeinen Mist zu schreiben?   Rein gar nichts   . ..  und das bringt auch woanders nichts.

Habe schon immer alles im Leben objektiv und auch kritisch betrachtet  . . . inkl mich selbst und meine Handlungsweisen, denn nur so lernt man immer dazu und verbessert sich stetig.

Kann Dir gerne Listen an Salons zukommen lassen, deren Mitarbeiter Du gerne nach deren Gehalt fragen kannst  . . .  und dann darfst Du gerne noch einmal eingehend über Deine hiesigen Kommentare nachdenken.

Aufgrund des immer drastischeren Nachwuchs-Mangels in der Branche wird sich das mit dem Lohn in den kommenden Jahren auch definitiv noch weiter nach oben hin entwickeln.   Da werden sich dann auch irgendwann mal die ganzen "Sparbrötchen" unter den Arbeitgebern umschauen  . . .  wenn sie plötzlich gar keine Mitarbeiter mehr finden werden, weil sie sich lediglich um den Bereich der Mindest- und Tariflöhne bewegen.

Wer sich bei Salons bewirbt, deren Preisgefüge "unterirdisch" ist, muss sich nicht wundern, wenn er/sie eben nur den notwendigsten Lohn erhält  . . .   das Geld, das Arbeitgeber als Löhne auszahlen, wächst bei denen ja nicht im Garten hinter dem Haus, sondern es muss von den Mitarbeitern erwirtschaftet werden.

So einfach ist das  . . .   und wer als Angestellte/r monatlich 20.000 EUR Umsatz erwirtschaftet, kann sogar 30 EUR/Std. verdienen  . . . liebend gerne.  Jeder Arbeitgeber wäre schlicht und einfach nur dumm, wenn er das dann nicht bezahlen würde.

Das Thema macht in den einschlägigen Fachgruppen mindestens 3 x pro Woche die Runde und erst vergangene Woche gab es einen Friseur aus München, der Screenshots einiger Lohnabrechnungen als Kommentar zur Diskussion gepostet hat  .  . .   der macht im Schnitt seine ca. 3.500 EUR brutto/Monat mit gerade mal 120 - 130 Std.  . . .   also noch nicht einmal richtig Vollzeit.

Mir könnte es eigentlich völlig egal sein, wer für sich was denkt, im Bezug auf solche Themen  . . .   ich reagiere halt einfach absolut allergisch auf Verallgemeinerungen/Pauschalisierungen und besonders dann, wenn ich auch gleich noch merke, dass die Person, die pauschalisiert, keinerlei Ahnung vom jeweiligen Thema hat.

Aber das ist dann ja schon wieder normal, denn wer sich auskennt, gibt solchen Stuss nicht von sich.

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Ja genau👍🏻👍🏻...

Träum weiter von der heilen Welt als Friseur.

Früher und auch heute noch lernen diejenigen Friseur, oder andere Berufe wie Böckereifachverkäuferin, Floristin weil sie leider durch keinen oder einen schlechten Schulabschluss einfach nichts anderes finden. Hut ab vor diesen Leuten, daß sie dann lieber einen schlechtbezahlten Beruf lernen, als gar keinen👍🏻

Und dann stellst du hier Theorien auf, die schon vom Verdienst her Richtung Facharbeiter gehen?!😂😂😂

Die Umsätze, Gehälter, etc. was Du hier angibst sind wohl an den "Promi-Friseuren" gemessen.
Da gibt's dann noch Prosecco, Pralinés, Schnittchen und sonstiges Nobel-Gehobele...😂😂

Nicht mal die Hälfte, was da von Dir dargestellt wird, nehm ich Dir ab.

Da kannst du noch soviel Experte, Ratgeber und was-weiß-ich-für-was-du-Dich-sonst-noch-hälst sein!!

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