Macht das hören von solchen Frequenzen krank?


10.01.2020, 21:19

10.01.2020, 21:22

Also ich würde mich davon komplett fernhalten, das macht sicher insgeheim total krank

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Es gibt Leute die hören halt diese Frequenzen Musik, zb. 432 hz zum Entspannen.

Das ist aber ein Aberglaube.

  • Nichtabsoluthörer können diese Frequenz weder bewusst noch unbewusst von anderen Frequenzen unterscheiden.
  • Diese Frequenz gibt entweder eine tatsächlich zu hörende Note oder den Kammerton an. Kammertöne gibt es nur in notierter Musik und sie bezeichnen keine tatsächlich vorkommende Tonhöhe, sondern legen nur fest was ein a4 ist. Sie sind kein Merkmal der Musik selber und von Transposition nicht zu unterscheiden
  • der Kammerton von 432 Hertz wird immer wieder als etwas altes oder früher übliches dargestellt. Das ist völliger Unsinn. In einer Zeit bevor es die Maßeinheit Sekunde oder Stimmgabeln gab wurde auf verschiedenste Töne gestimmt. Viele alte Orgeln und Posaunen hatten 470 480 Hertz, viele alte französische Flöten um die 400 410 Hertz, die ältesten erhaltenen Blockflötenconsorts oft über 500 Hertz, Mozarts Stimmgabel 421 Hertz, der letzte Standard vor 440 Hertz war in Europa 435 Hertz normalerweise und 461 Hertz für Blasmusik usw. usf. völlig unterschiedlich, nichts davon ist gut oder schlecht.
  • Leute die daran glauben verstehen oft nicht, dass ein Kammerton nicht die ganzen anderen Töne festlegt- das nur wenn man auch weiß welche Stimmung verwendet wird (12 ET, Kirnberger, 1/4 Komma Mittelton etc.). Schöne Zahlenmagie funktioniert in der üblichen 12ET nicht, daher wird häufig die für harmonisch sehr terzlastige Musik ungeeignete phytagoräische Stimmung benutzt- nur benutzt die kein Musiker für normale Musik.
  • Noch etwas weshalb diese 432 Hertz völlig künstliches Maschinenprodukt sind: Wenn es wärmer oder kälter ist halten Instrumente die Stimmung sowieso nicht, dieser Effekt ist ziemlich groß, bis über 10 Hertz Schwankung.
  • Zahlenmagie mit 432 als Begründung ist quatsch, da die Sekunde in Hertz drinsteckt und eine völlig unnatürliche Einheit ist.

Gute Videos dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=LJ_KvmQM1nY

https://www.youtube.com/watch?v=EKTZ151yLnk

Meine Meinung wäre, das Hirn kommt durcheinander und man wird abhängig danach weil das hirn verlernt natürlich diese Frequenzen zu empfangen

Frequenzen empfängt man nicht, und das Gehirn hat keine Atomuhr. Es kann die Frequenz nicht ganz genau, und bei 99,9% der Menschen, nur sehr sehr ungenau ("das ist hoch"..."irgendwo zwischen 1000 und 2000") feststellen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – in der Schule haben wir Lieder gesungen (z.B. über Ponys)

PS aus der Videobeschreibung des verlinkten Videos:

To understand the healing power of 432 Hz, we must first learn about the 8Hz frequency. 432Hz resonates with the frequency of 8Hz in the standard musical scale. It is said that 7.86Hz – 8Hz is the fundamental “beat” of the planet.

In dem Fall rechnen wir.

7.86 Hertz x 32 = 251,52 Hertz

x 2 hoch 9/12 = 423 Hertz

hoppla.

Some of the greatest musicians such as Mozart and Verdi based their music on the natural vibration of A=432. Many ancient instruments are adjusted at 432Hz. Tibetan monks tune their singing bowls to 432 Hz.

Mozart hatte dafür keine Messmethode. Gar keine alten Instrumente, keine, null niente, und keine tibetanischen Mönche stimmen absichtlich auf 432 Hertz. Es gibt "Instrumentenschwärme" auf einigen Frequenzen, zB. 470 und ca. 405, aber nicht 432. Dafür bestanden auch keine Messmittel. Alte Instrumente wurden oft von den Herstellern gestimmt. Deshalb heißen alte Kammertöne oft auch nach Instrumenten. Der Cornetton zB. ist der Ton, in dem Cornettos aus Venedig eben gespielt haben. Fast alle Instrumentenbauer für dieses Instrument saßen auf einem Haufen in Venedig. Die hat man sich dann von da gekauft und so war das eben, da hat man dann auch nichts mehr dran ändern können.

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Sehr gute Antwort. Als Gitarrist will ich hinzufügen, dass viele Gitarristen ihre Gitarre gerne etwas tiefer stimmen, meistens um einen Halbton. Das hat für mein einmal den Grund, dass ich in der Stimmlage Bass die Akkorde einfach so greifen kann, wie sie auf dem Blatt stehen, das Lied aber insgesamt etwas tiefer wird, so dass ich es gut singen kann.

Ein weiterer angenehmer Effekt einer Gitarre, die etwas tiefer gestimmt ist, liegt in der geringeren Saitenspannung. Manche modernen Techniken für E-Gitarre wie Stringbending (das Ziehen von Saiten) oder Fingertapping und auch das Spielen besonders schneller Stellen funktionieren dann einfach besser. Durch die etwas geringere Saitenspannung wird auch die Halskrümmung einer E-Gitarre etwas flacher, sodass die Saitenlage etwas tiefer wird, was einfacher zu spielen ist.

Es gibt auch Musikrichtungen wie dessert rock oder stoner rock, bei denen die Gitarren sogar um zwei komplette Töne tiefergestimmt werden. Das dann eintretende "Schlabbern" der Saiten verursacht einen bestimmten charakteristischen Zerrsound, wie z.B. bei der Gruppe Kyuss.

Seit der Einführung des Radios hat man den Kammerton für klassische Orchester oder die seit der Kaiserzeit bis 1945 beliebte militärische Marschmusik immer weiter höher getrieben, da insbesondere die alten Radios (also so um 1920 bis 1960 tiefe Frequenzen nicht so gut übertragen konnten. Bei modernen Stereoanlagen und UKW-Radio ist das aber kein Thema mehr.

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Das ist einfach ganz normale Musik. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Kammerton A von den standardmäßigen 440hz auf 432hz gestimmt wird. Jeder Ton wird also ein bisschen tiefer. Das ändert aber nichts an der Musik an sich. Das man davon Krank werden kann ist Unsinn. Allerdings hat das auch nichts positives. Es ist eigentlich ziemlich unnötig

Muss man das mit Kopfhörern anhören? Für mich klingt es wie ganz normale Entspannungmusik.

Ja mit Kopfhörer

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