Macht das ein Unterschied beim absetzten wenn man sertralin länger oder kürzer genommen hat?

3 Antworten

Sertralin ist ein Antidepressivum aus der Wirkstoffgruppe der SSRI (selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer) und primär zur Behandlung von Depressionen und diversen Angststörungen zugelassen. Wie jedes SSRI kann das Absetzen von Sertralin zu sogenannten Absetzsymptomen führen, wenn man es über 3 Monate lang eingenommen hat (Quelle: meine Ärztin, da ich ihr schon mal die gleiche Frage gestellt habe). Um die Absetzsymptome zu minimieren oder gar zu verhindern wird das Medikament langsam ausgeschlichen. Folgende Symptome können im schlimmsten Fall vorkommen:

  • Kreislaufbeschwerden, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen bei Kopfbewegungen wie Drehen des Kopfes oder horizontale Bewegungen der Augen (Blick nach links oder rechts).
  • Empfindungsstörungen wie Schwindel, Höhenangst und Empfindungen, die an leichte Stromschläge erinnern und meist ausgehend von der Mitte des Körpers in die Extremitäten ausstrahlen oder auch am ganzen Körper auftreten („Brain zaps“) und Tinnitus.
  • Motorische Störungen (Zucken, Tics) und Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen (aufstehen, gehen).
  • Schlafstörungen, lebhafte Träume, Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit (das Gefühl, plötzlich einzuschlafen).
  • Verdauungsstörungen (Durchfall, Verstopfung), körperliches Unwohlsein (Kopfweh, verstopfte Nase, Abgeschlagenheit, Knochen- und Gelenkschmerzen, fieberartige Zustände).
  • Stimmungsschwankungen, Muskelkrämpfe, Zittern, aggressives Verhalten, Manie, schwere Depression, Suizidgedanken und Angstzustände.
  • Post-SSRI-bedingte sexuelle Dysfunktion

Fast niemand entwickelt alle diese Symptome, einzelne können aber vorkommen. Ich z.B. hatte Glück und vorerst keine Probleme. Habe das Medikament jedoch über Wochen/Monate hinweg langsam ausgeschlichen.

Bedenke auch, dass es beim Absetzen eines Antidepressivums zu einem Rückfall kommen kann, insbesonders wenn man noch nicht ganz stabil ist. Dies ist bei mir passiert. Ich hatte zwar keine Absetzerscheinungen doch nach 2-3 Monaten ohne Medikament bekam ich einen Rückfall. Die absolute Hölle.

Wenn du auf ein Medikament nicht ausreichend ansprichst kannst du deinen Arzt auch darauf ansprechen das Medikament zu wechseln. Z.B. von einem SSRI auf ein SNRI. Dieses hemmt nicht nur die Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin sondern auch jener des Noradrenalins. Bei mir hat das was gebracht (wurde aufgrund von Depressionen und Panikattacken von Sertralin auf Duloxetin umgestellt), doch jeder reagiert auf jedes Antidepressivum ein wenig anders. Hier für alle Fälle eine Übersicht mit Fachinformationen über alle Antidepressiva auf dem Markt: http://deprimed.de/a-z/

Es macht eher den Unterschied, ob du es erst ein paar Wochen nimmst, oder ob du es schon monatelang als Dauermedikation hattest. Je länger du ein Medikament genommen hast, um so mehr gewöhnt sich der Körper daran, dass er chemische Unterstützung bekommt und kommt ohne nur noch schlecht oder gar nicht klar. Besonders stark ist dieser Gewöhnungseffekt bei SSRI-Antidepressiva.

Medizinische Fragen solltest du nur deinem behandelnden Arzt stellen und nicht fremden Laien im Internet. Nur er kann beurteilen, ob du das Medikament noch länger nehmen mußt oder nicht. Auch das Ausschleichen mußt du mit deinem Arzt besprechen. Wenn es zu schnell geht, dann kann das Nachteile für dich haben.

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