Macht Alkoholentzug aggresiv?

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6 Antworten

Ja sicher - der Alkohol macht nicht unbedingt agressiv, dafür etwas anderes, ALKOHOL  SENKT  DIE  HEMMSCHWELLE ..... und zwar enorm.

Diese Auswirkung wird dann irgendwann zu einer selbstverständlichen und bequemen Gewohnheit, die sich wohl jetzt für die Angehörigen von der negativen Seite zeigt.

Ich rate dir dazu, nicht vorwurfsvoll oder trotzig zu reagieren, aber auch wenig Verständniss für sein Handeln zu zeigen - sage deutlich, das du von deinem Vater enttäuscht bist - aber vermeide es ausfällig oder beleidigend zu werden.

Je deutlicher es ihm von allen Angehörigen gezeigt wird, das man nicht mehr bereit ist, sein egoistisches Verhalten und seinen Suff-Terror weiterhin zu ertragen, je mehr muß er nachdenken und sich für das eine oder das andere entscheiden.

Alkoholiker gelten LEIDER heute als kranke Menschen - wobei diese Bezeichnung einfach nur Gift für sie ist !! Durch die Einsortierung "Krankheit" fehlt es oft an jeder Einsicht bei Alkoholikern, das nur ein enormer eigener Charakter-Fehler der Auslöser für Alkohol-Mißbrauch und seine Folgen ist.

Bringe deutlich zum Ausdruck: >Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende !<  Dann muß er handeln - und nur damit kannst du deinem Vater helfen - aber nicht alleine, sondern mit der gesamten Familie

Rücksicht und Verständniss für sein LEIDEN wären nur wie eine Betäubung, und würden ihn in seiner verquerten Einstellung sogar bestärken - es sei ja ach so männlich und selbstverständlich was er so täglich treibt.

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Ja, das ist sicher dass der Alkoholentzug daran Schuld ist. Ich habe selber einen Vater der Alkoholiker ist, welcher auch oft schon in die Entzugsklinik musste, da wurde er auch ab und zu mal aggressiv, aber das legt sich in der Zeit langsam wieder.

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Ja, das kann durchaus der Fall sein. Entzug kann aggressiv machen. Er sollte mit den Ärzten über seine Alkoholsucht, denn das ist es, sprechen. Möglicherweise ist dies eine gute Chance für ihn, mit dem Trinken aufzuhören.

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Nein, normalerweise nicht:

Leitsymptome des Alkoholentzug sind Magen-Darm-Störungen, Kreislauf-Störungen (Tachykardie), vegetative Störungen (Schlafstörungen, Schwitzen), neurologische Störungen (Tremor, Artikulationsstörungen, Ataxie, Parästhesien, epileptische Anfälle) und psychische Störungen (innere Unruhe, ängstliche und depressive Verstimmungen, Störungen der Bewusstseinslage, manchmal Halluzinationen).

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vierfarbeimer 04.06.2016, 11:07

Deinen Ausführungen die im Prinzip alle richtig sind sollte hier aber schon ein

Ja, das ist so! Der fehlende Alkohol macht ihn unausstehlich.

vorausgehen. Dein Nein hat so keinen Bestand.

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ErnstPylobar 04.06.2016, 11:10
@vierfarbeimer

Aggression gehört normalerweise zu den Leitsymptomen des Alkoholmissbrauchs, nicht des Alkoholentzuges.

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vierfarbeimer 04.06.2016, 12:00
@ErnstPylobar

Je nachdem welche Angst ursprünglich mit dem Alkohol betäubt wurde, kann ein zuvor unterbewertetes oder überbewertetes Selbstgefühl im Alkoholentzug ins Gegenteil umschlagen. Das hängt vom Individuum ab.

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ErnstPylobar 04.06.2016, 15:15
@vierfarbeimer

Deshalb schrieb ich auch von "normalerweise" und von "Leitsymptomen". Lass es also gut sein.

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Sicher, aber das wird sich geben, wenn er den Entzug erst mal geschafft hat.

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