Machr zu fettige Nahrung bei weniger Kohlenhydraten und der richtigen Menge an Kilokalorien dick?

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4 Antworten

Du machst bereits einen Fehler, wenn du versucht, über Kalorien abzunehmen. Kalorien haben überhaupt keine Bedeutung, sie sind ein Maßstab für freiwerdende Energie beim Verbrennen eines Stoffes und nirgendwo in deinem Körper wird etwas verbrannt. Du machst eine Diät und Diäten führen nur zu immer mehr Übergewicht, weil ein ernährungsbedingtes Übergewicht durch einen Mangel verusacht wird und die Diät den Mangel noch weiter verschlimmert. Der Körper zehrt während der Diät aus, um danach umso schneller wieder Gewicht zuzulegen.

Die Planung der Ernährung nach dem Anteil Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate ist der zweite Fehler, denn der oben genannte Mangel entsteht durch den Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel und um diese Ursache abzustellen und sein Normalgewicht zu erreichen, muß man stark verarbeitete Fabriknahrungsmittel meiden und durch möglichst naturbelassene Lebensmittel ersetzen. Naturbelassene Lebensmittel sind aber bereits optimal zusammengesetzt, deshalb kann man nicht nach enthaltenen Nährstoffen essen. Das geht nur mit verarbeiteten Produkten, die aber Übergewicht verursachen. Wurst bspw. enthält Fabrikzucker und liefer nur denaturierte Proteine (wenn es nicht gerade eine Rohwurst ist).

Du brauchst keine 20% Proteine. Unser Organismus benötigt nur geringe Mengen an Proteinen. Muttermilch hat bspw. einen Proteingehalt von 1,2 - 2.7% und davon wächst ein Säugling mit seinem Aufbaustoffwechsel ganz ausgezeichnet. Das ist übrigens auch der Proteingehalt pflanzlicher Nahrung. Mehr Protein zuzuführen bringt keinen Vorteil, es überlastet lediglich die Eiweißspeicher (was zu den sog. Eiweißspeicherkrankheiten führt) und die Nieren, die überschüssiges Eiweiß ausscheiden müssen.

Nun ist meine Frage, ob bei einer exakt benötigten Kalorienzufuhr es
egal ist, wenn ich mehr Fett und dafür weniger Kohlenhydrate aufnehme,
da es den Stoffwechsel ankurbelt

Nichts davon "kurbelt" den Stoffwechsel an. Der Stoffwechsel, das sind biochemische Abläufe, die in einem gesunden, mit allen nötigen Hilfsstoffen versorgten Organismus, optimal funktionieren. Optimaler als optimal geht nicht. Der Stoffwechsel kann nur funktionieren oder gestört sein. Um zu funktionieren, benötigt er neben den Nährstoffen (mit denen du dich ja beschäftigst) auch alle Vitalstoffe, die in dem ursprünglichen Lebensmittel enthalten sind. Ohne diese Vitalstoffe kommt es zu Stoffwechselstörungen und die sind es, die zu Übergewicht führen. Deshalb sollte die Nahrung so naturbelassen wir möglich sein, weil eben nur dann der Stoffwechsel optimal funktioniert.

Ein Beispiel: Wenn du heute ein Stück Brot ißt, dann ist das ein Brot aus Auszugsmehl. Auszugsmehl ist ein Mehl aus dem Stärkekern des Getreidekorns. Keim und Randschichten des Getreidekorns wurden entfernt. Die Stärke im Brot wird in Zucker umgewandelt und der wird in der Zelle in einem komplizierten biochemischen Vorgang (dem Citratzyklus, wenn du nachlesen möchtest) in chemische Energieträger umgewandelt. Dafür benötigt die Zelle aber B-Vitamine, vor allem B1 (Thiamin). Das ist im Getreidekorn in ausreichender Menge vorhanden, nämlich in den Randschichten. Richtig, die Randschichten, die NICHT im Brot sind, weil man sie vor dem Mahlen abgetrennt hat. Die Zelle kann den Zucker also nur schlecht verarbeiten - es kommt zu Stoffwechselstörungen. Und die führen zu Übergewicht (und etlichen anderen Krankheiten). Überlege mal, wie eine Diät dieses Problem beeinflusst. Das ist natürlich nur ein Beispiel. Das gleiche passiert an anderen Stellen ebenso mit Eiweißen und Fetten.

Es geht also beim Übergewicht nicht darum, wieviel du ißt (das regelt dein Organismus schon über Hunger und Sättigung), es geht auch nicht darum, wieviele Nährstoffe in welchen Anteilen du zu dir nimmst, es geht beim Übergewicht in erster Linie darum, was du ißt und ob es noch alle Vitalstoffe enthält. Wir werden dick, weil wir uns nicht mehr so ernähren, wie es von der Natur für uns vorgesehen ist, sondern von minderwertigen, vitalstoffarmen Fabriknahrungsmitteln.

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Kommentar von Yewalihali
05.02.2017, 00:12

Erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Ich kaufe die Wurst immer beim Metzger und esse unverarbeitete Eier, die nur im Eierkocher gekocht wurden. Allerdings sollte ich tatsächlich noch etwas mehr pflanzliche Rohkost wie Gurke oder Karotte einplanen, da muss ich dir zustimmen.

Normalgewicht hab ich schon, allerdings möchte ich gerne auf Idealgewicht um 5 kg runter, da ich   zu dick aussehe. 

Ich hatte tatsächlich auch bereits einmal Übergewicht, was ich durch normales Essen wieder ausgeglichen habe, damals ohne Kalorienzählen und ich kam wieder zurück aufs Normalgewicht, leider im oberen Bereich. Woran lag es, dass ich damals Übergewicht hatte? Ich habe im Urlaub durch größere zu Fuß zurückgelegte Strecken mehr Hunger gehabt und dann war eibe kleine Portion zu klein und ich nahm eine große, die allerdings schon wieder zu groß war, ich aber, da es Geld gekostet hat, aus Prinzip leer gegessen hatte. Dazu kam noch, dass aus Neugier  auf exotistisches Essen, das "Letztw Chance das zu kosten" Gefühl und Appetitgelüste durch leckere Optik des Essens auch teils noch über den gesteigerten Hunger hinaus gegessen habe.

Als ich wieder zurück war, gingen die Kilos wie von Zauberhand innerhalb weniger Monate weg, weil ich die Menge reduziert habe.

Zur Zeit habe ich also vor, etwas mehr auf die Menge zu achten und  das konnte ich durchaus seit der  Plätzchenzeit durchhalten. Ich möchte sobald ich mein Idealgewicht erreicht habe, zwar wieder etwas mehr Essen nämlich  bis 1800 Kalorien, die ich brauche, um mein Gewicht zu halten, aber weiterhin zählen und nicht wieder aus Gelüsten heraus Massen an Essen reinhauen. Zusätzlich möchte ich dann wieder längere Spaziergänge machen, um meine Gesamrbilanz etwas nach oben zu heben.

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Kommentar von Grobbeldopp
05.02.2017, 01:12

Das stimmt alles nicht.

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Ist egal wie, wann und wo du deine Kalorien zu dir nimmst. Die Bilanz zählt. 

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Wenn du im Kaloriendefizit bist ist es vollkommen egal wie deine Verteilung der Makros aussieht. Über einem gewissen Zeitraum wirst du einfach abnehmen. Beim Stoffwechsel sind mehr Lügen als Wahrheiten dran ...darauf würde ich mich nicht festnageln.

Die Verteilung ist dann von Bedeutung wenn du im Kalorienplus bist. Dort wird Nahrungsfett deutlich schneller in Körperfett umgewandelt und foglich gilt es die Fettzufuhr eher gering zu halten. Bei einem Defizit spielt der Aspekt jedoch keine Rolle.

Natürlich gilt es eine Mindestvorraussetzung der Verteilung zu erfüllen um seine Ziele wie Muskeln aufbauen oder halten.

Ich kann dir beim Abnehmen allgemein empfehlen die Eiweißzufuhr drastisch zu erhöhen um die Grundmuskulatur zu halten, da diese ein wichtiger Bestandteil und Hilfe beim Abnehmen bietet: Muskeln benötigen Energie und verbrennen foglich im Alltag durschnittlich mehr Kalorien. Folglich wird das Abnehmen erleichtert. Nebenbei sättigt das Eiweiß von allen Makros am besten und das Abnehmen fällt einem leichter.

Wie das Verhältnis von Fetten zu Kohlenhydraten steht ist erstmal unbedeutsam. Ich würde dir eher raten 50 % Eiweiß 35% Kohlenhydrate und 15% Fett anstatt andersrum.

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Zuerst mal: Wieso nur 1500 Kalorien? Bisschen wenig, nicht? Deinen Stoffwechsel kannst du übrigens nicht ankurbeln, das ist schwachsinnig.. Dein Gesamtumsatz erhöht sich durch mehr Muskelmasse, da somit der Verbrauch steigt.. Aber ankurbeln kann man das gute Ding nicht. ^^

Im Grunde kommt es auf die gesamte Bilanz an, wie schon erwähnt wurde. 

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Kommentar von Yewalihali
04.02.2017, 23:55

Da ich schon Normalgewicht habe und das Abnehmen daher nicht so leicht geht, allerdings möchte ich eben auf Idealgewicht um 5 kg runter

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