Machen diese Versicherungen Sinn?

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7 Antworten

Hallo, die Frage nach der Berufshaftpflicht kann ganz schnell beantwortet werden. Bist Du im Arbeitnehmerverhältnis, dann brauchst Du definitiv keine solche Versicherung. Wenn Du als Selbständige arbeitest, dann JA.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für Dich, egal ob als Arbeitnehmerin oder Selbständige, eine Versicherung von existenzieller Bedeutung für Dich. Egal ob durch Unfall oder Krankheit, in jedem Fall erhäst Du dann die versicherte Rente. Und wenn Du Dich einmal umhörst, dann wirst Du sehr schnell erfahren, wieviele Altenpflegerinnen vorzeitig aus dem Berufsleben wegen Rückenleiden ausscheiden, dann wirst Du ganz schnell die Bedeutung hören.

Aus der gesetzlichen Rentenversicherung kannst Du keine Leistungen mehr erwarten, seit der Gesetzgeber in 2001 die ehemalige rentenrechtliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft hat. Seither gibt es von der GRV nur noch die Erwerbsminderungsrente. Und die zu erhalten ist fast unmöglich.

Zum Einstieg empfehle ich Dir diese Broschüre zum runterladen oder bestellen:

http://www.klipp-und-klar.de/versicherungen/berufsunfaehigkeitsvers/index.jsp

Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund kannst Du auch diese Information einmal durchlesen: bit.ly/oGKpPa

Einen solchen Antrag muss Du mehr als nur sorgfältig ausfüllen, denn sollten die Gesellschaften innerhalb gewisser Jahresfristen davon erfahren, dass Du möglicherweise eine kleine Kleinigkeit an gesundheitlichen Erkrankungen vergessen haben solltest, dann treten sie vom Vertrag wegen vorvertraglicher Anzeigepflicht verletzung zurück und fechten ihn auch noch wegen arglistiger Täuschung an. Dann hast Du den Schaden in mehrfacher Hinsicht: Keinen Versicherungsschutz, alle Prämien verloren, gesundheitlich geschädigt und bekommst keinen neuen Vertrag mehr auf dem Markt.

Ich empfehle daher ganz dringend diesen Vertrag nur bei Vermittlern oder Beratern abzuschließen, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben. Nur wer hier gewissenhaft arbeitet, wird bereits im Vorfeld alle Deine Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkasse usw. anschreiben und um entsprechende Auskünfte bitten. Diese Antworten lege ich dann dem Antrag bei und reiche dann den Antrag bei der Gesellschaft ein. Ich mache also bereits heute das, was der Versicherer im Schadensfall auch tun wird, nur dass ich dann keine böse Überraschung mehr erleben kann, weil er ja schon alles weiß. Viel Erfolg.

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Bei der Berufshaftpflicht würde ich mich erkundigen, was die normale Haftpflicht bereits abdeckt. Also inwieweit man da eine Erweiterung des Versicherungsumfangs vornehmen kann.

Was die BUV angeht nur folgendes : http://www.ihre-buv.de/grundlagen.php Also, man darf nur mit sehr wenig staatlicher Unterstützung rechnen, wenn man berufs- oder gar arbeitsunfähig wird. Im Falle der Altenpflege kann es ja durchaus sein, dass dies bspw durch Rücken- oder Knieprobleme eintritt. Eine BUV stellt also eine Risikoabsicherung dar. Ob man dies nun für nötig hält oder nicht bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Aber sich damit zumindest mal zu befassen ist keineswegs verkehrt.

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Die Berufshaftpflicht soll Dich schützen für den Fall, dass Du in Ausübung Deines Berufs jemanden falsch behandeln könntest und ein Schaden entsteht. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die wichtigste Versicherung für Dein ganzes Leben. Falls Du derart erkrankst, dass Du den Beruf nicht mehr ausüben kannst, wird Dein GEhalt von der Versicherung weiter gezahlt, wenn Du die in der Höhe Deines GEhaltes abgeschlossen hast.

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Da Altenpflegerin ein schwerer Beruf ist, macht die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr viel Sinn, ob die Haftpflicht so wichtig ist, kann ich für Altenpflegerin nicht sehen, das wäre mehr für leitende u.ä. Berufe.

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Kommentar von Candlejack
10.10.2011, 08:58

Seit wann ist die Berufshaftpflicht ein Problem leitender Berufe ? Das musst Du mir mal erläutern...

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Bei einer beruflichen Tätigkeit kannst Du Fehler machen, auch wenn Du das nicht willst. Das Gesetz sieht vor, dass Du haftbar bist für Schäden, die Du anrichtest, ob das nun Personen-, Sach- oder Vermögensschäden sind. Und das ganze in voller Höhe und mit allem. Damit Du nicht Dein Leben lang für solche Fehler bezahlst, gibt es Berufshaftpflichtversicherungen. Als Angestellte hat die Deine Firma, als Selbständige solltest Du sie selbst haben.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine existentielle Absicherung für alle, egal wie gefährlich der Beruf ist, die von dem Gehalt oder dem Einkommen dieser Arbeit leben müssen. Bezahlst Du Dein tägliches Leben mit Deinem Einkommen und hast keine arbeitsunabhängigen Nebeneinkünfte (Vermietung, Kapital...), die Dich auch ohne Einkommen über Wasser halten, dann brauchst Du idR so eine Absicherung.

Wichtig bei einer BHV ist, dass sie exakt auf Deine Tätigkeit abgestimmt wird. Wichtig bei einer BU ist erstmal weniger der Preis, sondern die Bedingungen, die Klauseln, die möglichen Ausschlüsse und die Hintergründe des Anbieters (Kapitalstärke, Anerkennungsquote, Prozessquote...). Wenn die nicht stimmen, bringt auch der billige Preis nichts, weil Du im Ernstfall vielleicht keine Leistung bekommst bzw. stark dafür kämpfen musst. Such Dir für beides einen erfahrenen Berater.

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Berufshaftpflicht brauchst du nur wenn du freiberuflich arbeitest, in einem festen Angestelltenverhältnis nicht.

Berufsunfähigkeit würde schon Sinn machen...

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Hallo, liebe LausKat, ich glaube wenn du nicht selbstständig bist, musst du keine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Du bist bei deinem Arbeitgeber mit versichert. Ganz liebe Grüße von bienem.

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