Machen die Medikamente nach einer Nierentransplantation zeugungsunfähig?

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5 Antworten

Hallo,

dies von der Charité, Transplantationszentrum Campus Benjamin Franklin:

Kann ich ein normales Sexualleben führen?

Eine wichtige und belastende Folgeerscheinung einer chronischen Niereninsuffizienz und Dialysebehandlung ist eine eingechränktes Sexualleben. Dabei ist bei Männern neben Errektionsstörungen auch häufig eine Zeugungsunfähigkeit festzustellen. Bei Frauen kommt es durch hormonelle Regulationsstörungen zum Fehlen der monatlichen Regelblutung, was auch mit einer Zeugungsunfähigkeit verbunden ist.

Nach der Transplantation erholen sich beim Mann die sexuelle Potenz und die Zeugungsfähigkeit und bei der Frau die monatliche Regelblutung. Damit ist prinzipiell eine Schwangerschaft möglich.

Grundsätzlich ist das Sexualleben nach einer Nierentransplantation nicht eingeschränkt.

Aber leider gibt es auch in diesem Zusammenhang wichtige Regeln, denen Beachtung geschenkt werden muss.

1) Unter immunsuppressiver Behandlung ist es besonders wichtig, sich beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen gegen Infektionskrankheiten zu schützen.

Das gilt insbesondere bei wechselnden Geschlechtspartnern und bei sexuellen Praktiken mit erhöhtem Infektionsrisiko.

2) Neben dem Schutz gegen Infektionskrankheiten ist ein sicherer Empfängnisschutz zu gewährleisten

Einige der heutzutage üblichen Verhütungsverfahren können jedoch zu Schwierigkeiten führen. Die "Pille" kann bei bestehendem Hypertonus oder auch erhöhter Thromboseneigung zu Schwierigkeiten führen und damit als Verfahren nicht möglich sein. Aber auch andere Verfahren können zu Schwierigkeiten führen. Die Spirale ist auch ein ungeeignetes Verfahren, da unter Immunsuppression sehr häufig Infektionen in der Gebärmutter ausgelöst werden, die zu schweren Komplikationen führen können.

Link: http://transplantation-cbf.charite.de/patienten/fragen/abschnitt_4_die_nachsorge_alle_sind_gefragt/

Emmy

Im Zweifelsfall muß er sich an seinen Arzt wenden und alle notwendigen Fragen stellen. Eine regelmäßige Ärztliche Kontrolle ist sowieso zwingend !

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage oder erschlagen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Selbst wenn hier jemand Ahnung von der Materie haben sollte kann er nichts dazu sagen ohne zu wissen welche Medikamente genommen werden.

Ohnehin ist der Nephrologe hier der einzigste Ansprechpartner!

Auf dem Beipackzettel des immunsuppressiven Medikamentes steht es mit Sicherheit vermerkt. Das ist aber sicher nur eines der Medikamente die Dein Freund nehmen muß. All diese haben Beipackzettel. Das ist allerdings ein Thema, welches mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte, nicht hier.

Hier sitzen auch jede Menge Ärzte am Rechner da sie witer nichts zu tun haben

Solch eine Frage..die stellt man absolut einem Arzt und nicht hier, wo es jede Menge Laien- und Möchtegernärzte gibt.

Ich mags nicht glauben!!

Das ist eine gute Frage an den Arzt deines Vertrauens.

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