"Mach dein Ding/Sei Individuell". Aber wenn man das tut ist man komisch?

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5 Antworten

Hallo :)

Man sagt ja -------> jeder will individuell sein & ALLES anders machen als der Nachbar, aber das mit dem Resultat, dass eben endlich doch jeder genauso ist, tut, redet und aussieht wie der Nachbar ;)

Oder anders gesagt: Das Bestreben um Individualismus und eigene Wege artet in die falsche Richtung aus.

Ich finde es zwar schade, aber mir ist es letzten Endes egal weil jeder aus seinem LEben machn soll was er möchte.. ich persönlich (m, 25) gehe meine Wege wirklich individuell & auch davon sollen andere denken was se wollen^^ ist doch so :) Jeder ist seines GLückes Schmied :)

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Kommentar von Haldor
28.06.2016, 20:48

Wünsche dabei viel Glück und gute Nerven!

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Ich denke über diese Frage kann man ohne Ende diskutieren. Ich persönlich habe die Aussage "Sei du selbst; zieh dein Ding durch!" folgendermaßen kennengelernt:

Ich hab mich immer von anderen beeinflussen lassen. Hat einer gesagt: Bitte erledige das, mach dies, tu das, ich finde das falsch, du hast das auch falsch zu finden  - ich hab den Befehl gefolgt. Irgendwann bin ich selber mal komplett daran kaputt gegangen und eine Bekannte hat mich voll auf den Pott gesetzt und mir mal erzählt wie sie mich so als außenstehende Person sieht. Da bin ich aufgewacht. Ich weiß jetzt, wo meine Grenzen sind. Was ich GERNE mache, was ich machen MUSS und was ich NICHT machen MUSS!!! Ich habe eine eigene Meinung und äußere diese auch. 

Ich denke jeder Mensch muss ein bisschen egoistisch sein. Nicht ständig das Wohl der Anderen an erster Stelle setzen. (Natürlich geht dieses schon mal vor - aber eben in Maßen, man darf sich selbst nicht vergessen!) 

Und klar - sobald man anders ist als die anderen..ist man komisch. Aber sche*ß drauf. komisch ist das neue anders. ;) :D

Man muss einfach zu sich selbst stehen. So kann man die Leute, die einen mögen und einen gar nicht anders haben wollen, viel mehr schätzen. :)

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Kommentar von Chocolatex3
28.06.2016, 18:12

Sehe ich auch so :) Vor allem denke ich mir auch manchmal, dass das Leben doch viel zu kurz ist, um sich von anderen den Weg bahnen zu lassen.

Früher war ich auch so, als ich kleiner war hat man mir beigebracht dass man ja nicht auffallen sollte und dass man immer schön gleich sein soll wie die anderen. Mittlerweile habe ich aber kapiert dass das Leben viel schöner und spannender ist wenn man sich auch mal was traut und sich nicht um die Meinung der anderen kümmert. :D

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Wenn man heutzutage nicht den Normen der Gesellschaft entspricht, dann wird man von einigen als "seltsam" oder "komisch" bezeichnet. Ich finde das sehr schade, denn ich finde es eher "seltsam" wenn man genau die selben Schuhe haben will, die 5 andere aus meiner Klasse auch haben. Das ist doch total langweilig. Ich persönlich bewundere diese Menschen, die den Mut haben, ihren eigenen Style zu präsentieren, denn das zeugt von Selbstbewusstsein. :)

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Kommentar von piercethejenny
28.06.2016, 18:02

Ich bin genau deiner Meinung

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Ich meine, es handelt sich hier um ein grundsätzliches Phänomen des gesellschaftlichen Lebens, das je gleich geblieben ist, nur die Erscheinungen haben sich immer geändert. Früher sagten die Eltern zum Sohn (wie einer erzählte): Falle nie auf, passe dich an! Dann liegst du richtig. Klar, jeder will „dazugehören“, zugehören zu einer Gruppe, die bestimmte gleiche Ansichten vertritt, deren Mitglieder in bestimmten gleichen Klamotten einhergehen und sich die Haare in bestimmter Weise kämmen. Wer mit Irokesenschnitt auftritt, wird bei einer Gruppe, deren Mitglieder die Haare adrett gescheitelt tragen, absolut nicht landen können. Komisch wirkt bei denen der Irokesenschnitt deshalb, weil die totale Abweichung vom Normalen und Erwarteten, soweit sie harmlos ist, immer zum Lachen reizt (= Definition des Komischen).

Der Individualist wird immer Außenseiter sein, denn die normale Erscheinung in der Gesellschaft ist stets der angepasste Gruppenmensch. Der Individualist hat aber die Chance, die
Tür zur Kunst aufzustoßen (vorausgesetzt, er hat Talent), denn
(große) Künstler sind immer Individualisten. Ich habe noch nie
einen Künstler gesehen, der ein angepasster Gruppenmensch war.

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Der Imperativ unserer Gesellschaft ist eigentlich einfach:

Arbeite an dir, werde so wie wir alle! Dann musst du nur noch du selbst sein, um von selbst zur Mehrheit zu passen.

Normabweichler werden generell ausgegrenzt. Man soll aber auch nicht "normal spielen", also die Saisonmode als Verkleidung tragen und die Szenesprache auswending lernen. Das einzig Erlaubte ist, von Herzen ein Schaf in der Herde zu sein: Sei du selbst - aber werde vorher wie wir!

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