MacBook Pro 2020 Apple M1, lohnt sich der kauf jetzt noch?

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Schönen guten Tag!

Das MacBook Pro 2020 mit M1 hat dank des neuen Chips, der viel leistungseffizienter und schneller ist, sehr gute Resonanzen bekommen. Die neuen Chips von Apple sind in der Praxis deutlich schneller als die Macs mit Intel Chipsatz. Es kommt aber letztlich darauf an was Sie mit dem Gerät vorhaben. Ich nenne ihnen einmal die technischen Daten des Gerätes und die Vor- und Nachteile gegenüber den Vorgängern:

1) Display

Im Grunde hat es das gleiche Display wie seine Vorgänger. Es ist hell, sehr kontrastreich, scharf und dank TrueTone passt es sich der Umgebung an. Eigentlich werden Sie hier keinen großen Sprung erwarten können, genauso wenig wie es bei den Vorgängern der Fall war. Die Displays sind sehr gut und werden es auch in Zukunft sein.

2) Prozessor

Das Herz des neuen Macs. Der Apple M1 Chip ist eine SoC, also System-on-Chip, der dank des Fertigungsprozesses im 5nm Verfahren unfassbar schnell und effizient arbeitet. Es besitzt eine 8-Kern CPU und eine 8-Kern GPU. Die Grafikleistung soll laut  5x schneller sein als beim Vorgänger. Für Videoanalysen, Bildbearbeitung, Musikerstellung kommt die 16-Kern Neutral Engine zum Einsatz. Die Bearbeitung von Bildern und Videos erfolgt dadurch viel schneller und flüssiger. Zudem verbraucht der Prozessor in der Regel weniger Strom (dazu später) beim Benutzen. Der Prozessor ist wirklich exzellent. Ich habe selber einen Mac mit M1 Chip und die Leistung ist wirklich enorm. Man merkt einen deutlich Unterschied im Vergleich zu den Intel-Macs, die zwar auch sehr gut waren, aber manchmal den ein oder anderer Ruckler ausgelöst hatten (zumindest bei mir). Ich weiß nicht wie der Prozessor zukünftig funktionieren wird wenn neue Systemupdates veröffentlicht werden. Ich gehe aber davon aus, dass aufgrund der Bauart und der Leistung die Geräte viele Jahre ohne Probleme laufen werden. Je nach dem wo Ihr Schwerpunkt liegt lohnt sich dieser Mac sehr!

3) Akkulaufzeit

Laut Apple sind bis zu 20 Stunden drin. Bei den Intel-Macs waren es auch schon 12 Stunden, was auch ein langer Nutzungszeitraum ist. 20 Stunden ist aber für ein MacBook ne Ansage. Damit kommen Sie gut durch den Tag, je nach dem was Sie mit dem Mac vorhaben. Beim Rendern, konvertieren oder bearbeiten von Videos und Bildern kann die Akkulaufzeit geringer ausfallen, weil der Mac unter Last mehr Strom verbraucht. In der Regel werden Sie damit aber gut durch den Tag kommen!

4) Sonstiges

Das Gerät hat eine TouchBar verbaut. Es ist mit dem neusten WLAN 6 ausgestattet, kommt mit 2 Thunderbolt 3 Anschlüssen und einem Kopfhöreranschluss und wird in der Basis Version mit 8GB RAM und 256GB SSD Speicher angeboten. Der SSD Speicher soll dabei noch schneller sein. Der Festplattenspeicher und der Arbeitsspeicher können beim Kauf des MacBooks erweitert werden. Falls Sie viel Speicher für Rendern, Bildbearbeitung, Musikerstellung oder sonstiges benötigen, empfiehlt es sich auf einen größeren SSD Speicher zu greifen. 512GB sollten da eigentlich ausreichen. Beim Arbeitsspeicher müssten 8GB in der Regel ausreichen. Ich weiß aber nicht ob 8GB in der Zukunft noch genügen, wenn das System mehr Arbeitsspeicher beanspruchen wird. Das kann dann doch sehr knapp werden. Apple bemüht sich aber ihr System so zu optimieren, dass selbst 8GB RAM noch vollkommen ausreichen. Obwohl mein MacBook Pro aus dem Jahre 2016 noch 8GB RAM hat, reichen die bis jetzt noch soweit aus. In Zukunft könnte sich das aber ändern. Sie müssten dann überlegen, auf welchen Schwerpunkt Sie Ihre Tätigkeit legen. 16GB würden für die Zukunft mehr als ausreichen. Das ist garantiert!

Ein Problem: Nicht alle Programme funktionieren mit dem M1 Chip. Wenn Sie also den M1 Mac kaufen, stellen Sie sicher, dass Ihre Programme, die Sie benutzen möchten, bereits für M1 Macs verfügbar sind. Das erspart Sie einigen Ärger. Klar lassen sich die Programme mittels Rosetta 2 emulieren, Sie werden aber nicht die volle Leistung bekommen wie wenn Sie das Programm nativ auf M1 ausführen.

Weiterhin können Sie kein Windows mehr installieren. Parallels Desktop für die Virtualisierung von Windows ist für den M1 Mac (noch) nicht verfügbar. Hier müssten Sie abwarten. Falls Sie also Windows benutzen möchten, müssten Sie entweder noch abwarten oder auf einen anderen Rechner ausweichen. Beim M1 Mac haben Sie diesbezüglich mit Einschränkungen zu rechnen!

Fazit:

Alles in allem lohnt sich das MacBook Pro mit M1 Chip sehr. Der Chip arbeitet sehr leistungseffizient und erledigt Aufgaben binnen Sekunden. Die Akkulaufzeit wurde sehr stark verbessert. Dieses MacBook wird Sie in den nächsten Jahren gut begleiten, ohne über ein weiteres Upgrade nachzudenken.

ABER: Dieses Jahr erscheinen nochmal neue MacBooks mit (wahrscheinlich) dem neueren M2 Chip. Es kann sein, dass diese bereits im Frühjahr vorgestellt werden. Ansonsten käme nur der Oktober als möglicher Termin für die Präsentation der Macs in Betracht. Sollten Sie jetzt ein neues MacBook Pro benötigen, können Sie getrost auf diese Generation zugreifen. Dieses MacBook Pro macht einen hervorragenden Job, und wird es in den nächsten 5 Jahren (eventuell sogar mehr) auch noch tun. Das neuste Betriebsystem ,,Big Sur" wurde für die Macs mit M1 Chip angepasst. Der Unterschied ist wie bereits erwähnt im Gegensatz zu den Intel-Macs deutlich bemerkbar. Die Kiste fliegt.

Wenn Sie aber noch bis Oktober warten können, nicht zwingend auf eine neues MacBook angewiesen sind und sonstige Hindernisse nicht bestehen, die es für notwendig halten, ein neues MacBook zulegen zu müssen, dann würde ich lieber auf die nächste Generation des MacBooks zugreifen. Der wird dann nochmal besser. Wie genau erfahren wir dann im Laufe dieses Jahres!

Unabhängig davon was Sie tun: Sowohl der Kauf der jetzigen Generation als auch Abwarten, wäre hierbei nicht verwerflich. Sie machen bei beiden Varianten nichts falsch. Der Kauf dieses MacBooks lohnt sich somit sehr. Abwarten schadet jedoch auch nicht unbedingt!

Hoffentlich konnte ich Ihnen hiermit behilflich sein!

Mit freundlichen Grüßen

ChaosLeopard

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin seit 2010 Macuser und seit 2012 iPhoneuser

Vielen Dank!

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