lymphknoten angeschwollen( erbsengroß )

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1 Antwort

Hallo,

von der Apothekenumschau :

es kann vieles sein .

Warum hat der Arzt kein Blutbild bzw. keinen Abstrich vom Rachen gemacht ?

Adenoviren: Die Ansteckung geschieht über virusbeladene Tröpfchen in der Atemluft. Adenoviren verursachen vor allem bei Kindern Erkältungen und eine Rachenentzündung (Pharyngitis) mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und eventuell anderen Symptomen, außerdem eine sogenannte fieberhafte Pharyngokonjunktivitis: Zusätzlich zum Rachen sind hier auch die Bindehäute der Augen entzündet, oft tritt zusätzlich eine Mandelentzündung (Angina) mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und leichtem Fieber auf. Die Halslymphknoten schwellen an. Das Krankheitsbild ist ein „Gruppenphänomen“ und tritt zum Beispiel bei Aufenthalten in Schullandheimen auf. Bei Wehrdienst-Angehörigen werden immer wieder mal Ausbrüche von fieberhaften Infekten mit Angina durch Adenoviren registriert. Häufig sind Schnupfen und Lymphknotenschwellungen mit dabei.

Einige Adenoviren sind für Binde- und Hornhautentzündungen wie die „epidemische Keratokonjunktivitis“ verantwortlich (siehe Beitrag rotes Auge).

Epstein-Barr-Viren: Die Infektion mit diesem Erreger wird auch infektiöse Mononukleose, Pfeiffersches Drüsenfieber oder „Kusskrankheit“ genannt, da die Übertragung durch engsten Kontakt stattfindet. Viele junge Erwachsene haben sie bis etwa zum 30. Lebensjahr durchgemacht. Symptome: Rachen- und Mandelentzündung mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellung am Hals und Nacken, Leber- und Milzschwellung.

Masernviren: Sogenannte Kinderkrankheit. Übertragung des hochinfektiösen Erregers durch Tröpfcheninfektion: Husten, Niesen, schon Sprechen kann genügen. Symptome: Bei Masern sind hohes Fieber, Husten, Schnupfen, eine Bindehautentzündung und der großfleckige, rot-violette Hautausschlag typisch (zuerst hinter den Ohren, dann Ausdehnung auf den ganzen Körper). Lymphknotenschwellungen im Halsbereich, Durchfall und Erbrechen und Milzschwellung gehören ebenfalls oft dazu. Vorbeugung durch Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

Rötelnviren: Ebenfalls sogenannte Kinderkrankheit. Auch die Röteln verbreiten sich von Mensch zu Mensch über infektiöse Tröpfchen in der Atemluft. Symptome: grippeähnliche Beschwerden, Schwellung von Lymphknoten im Nacken, hinter den Ohren, Hautausschlag. Vorbeugung durch Impfung (siehe Masern).

Zytomegalie-Viren: Übertragung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beispielsweise oral bei engem Kontakt und sexuell. Symptome: hohes Fieber, Kopfschmerzen, starke Müdigkeit. Rachenentzündungen und Halslymphknotenbeteiligung möglich, wenn auch eher selten. Daneben zahlreiche andere Krankheitserscheinungen möglich, vor allem bei Immunschwäche (zum Beispiel nach einer Organverpflanzung), die die Infektion begünstigt.

Kuhpocken: Weiße Farbratten („Schmuseratten“) sind ein gar nicht mehr so neuer Trend bei der Haustierhaltung. Offenbar kursieren im Handel auch mit Kuhpockenviren infizierte Tiere, die den Kuhpocken-Erreger (das Orthopox-Virus) aufgrund des engen Kontaktes relativ leicht an den Besitzer weiterreichen können, etwa beim Beißen. An der Infektion erkranken vorwiegend jüngere Leute, die keinen Impfschutz mehr haben, seit die Pocken-Impfung in Deutschland zu Beginn der 80-iger Jahre ausgesetzt wurde (die Immunität gegen das Pockenvirus schützt offenbar auch gegen verwandte Viren wie das Kuhpocken-Virus). Während die Ratten an der Infektion eingehen, klingt sie beim Menschen von selbst ab. Symptome: Hautherde entwickeln sich vor allem im Gesicht, am Hals, an den Händen oder am Rumpf. Es beginnt mit einem Knötchen, daraus wird eine Blase und schließlich ein schlecht abheilendes Geschwür mit einem deutlich geröteten Hof. Über eine „Schmierinfektion“ mit Pustelinhalt kann das Virus mit der Hand ins Auge gelangen. Dies kann eine schwere Bindehaut- und Lidentzündung mit erheblicher Lidschwellung nach sich ziehen. Die Hautpustel (Pocke) verkrustet nach geraumer Zeit und vernarbt. Begleitsymptome sind örtliche Lymphknotenschwellungen, beispielsweise oft am Hals, wo die Ratte gerne sitzt und „nagt“, und Allgemeinsymptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit. Es sind auch weitere Krankheitszeichen möglich. Diagnose: Der Hautbefund mit örtlicher Lymphknotenschwellung ist vor dem Hintergrund der Rattenhaltung ziemlich typisch. Der Erreger kann aus dem Pustelinhalt molekularbiologisch nachgewiesen werden, beim Patienten finden sich im Blut typische Virus-Antikörper.

Therapie: Die Hautgeschwüre werden wie andere Wunden auch behandelt und abgedeckt. Befall der Hautherde mit anderen Bakterien oder Schmierinfaktionen an anderer Stelle, zum Beispiel am Auge, sollte durch gute Wund- und Handhygiene tunlichst vermieden werden. Gegen die Virusinfektion gibt es im Wesentlichen keine spezielle Therapie.

Lymphknotenschwellungen in mehreren Körperbereichen mit Beteiligung der Halslymphknoten (Lymphadenopathie) kommen unter anderem bei viralen Infektionskrankheiten oder durch Mücken

Gruß, Emmy

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