Lustlosigkeit, mangelndes Selbstvertrauen?

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3 Antworten

Ich weiß nicht, warum du so bist. Was mir an deiner Fragestellung auffällt, ist das Vokabular, das du verwendest: kämpfen, bewältigen, können, selbstsicher, ewig geübt, fleißig, Misserfolge, verloren, nichts machen, nicht geschafft ... Das alles klingt unglaublich anstrengend! Ich glaube, ich würde dich gar nicht unbedingt fragen, warum du so verzagt und unsicher bist, sondern woher dieses Verbissene kommt. Warum Leistung ein Kampf ist, warum du so viel über die Kontrolle darüber weißt, und warum Schule nicht einfach dein Alltag ist.

Natürlich sind die Prüfungen ernst zu nehmen, und ich bin auch nicht von der Sorte "ey, mach dich mal locker, Alter". Aber dieses Müssen, Müssen, Müssen, das würde ich schon hinterfragen.

Was in der Praxis übrigens ganz gut funktioniert, ist die sog. Tomatentechnik. Man kann sie googlen. Die simpelste Version davon ist, sich einen Timer auf 25 Minuten zu stellen, und so lange zu arbeiten, bis er klingelt. Das ist überschaubar lange - 25 Minuten kann man schon mal investieren. Und dadurch, dass der Timer sich von selber melden wird, braucht man nicht dauernd auf die Uhr zu gucken und zu denken "wie lange muss ich noch?". Dann macht man mind. 5 Pause, und zwar richtig. Aufstehen, aufs Klo gehen, was trinken, richtig weg vom Schreibtisch. Dann die nächsten 25 Minuten. Nach 4 Durchgängen braucht man eine längere Pause von 30 Minuten, aber oft reicht es dann ja sowieso schon für den Tag oder für die anstehende Aufgabe.

Alles Gute für dich!

tecious96 30.05.2014, 23:57

Danke für deine hilfreiche antwort :). Das liegt daran, weil bei mir sehr viel nicht klappt. Ich sehe sehr viele erfolgreiche Menschen, aber auch, die in afrikanischen Gebieten hungern müssen, bitte nicht missverstehen. Bei den erfolgreichen Menschen klappt irgendwie auch das, was man wirklich will. (sieh Cr7). Natürlich ist bei ihnen auch das Leben nicht rosarot, bitte auch das nicht missverstehen.

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Panaschee 31.05.2014, 00:12
@tecious96

Ich glaube, ich verstehe einigermaßen, was du meinst. Allerdings ist das mit den "erfolgreichen" Menschen, bei denen das "klappt", was sie "wollen", eine sehr relative Sache. Erfolgreich wirkende Leute haben die Fähigkeit sich selbst und anderen zu erklären, warum die Dinge, die sie nicht geschafft haben, im Grunde auch gar keine gute Idee waren. Oder warum sie sich, als es ihnen zu schwierig wurde, aus unglaublich logischen und nachvollziehbaren Gründen entschieden haben etwas anderes zu machen. Gerne mit dem Argument "das bringt's ja nicht", das fast immer bedeutet "war mir zu anstrengend".

Außerdem sieht man bei anderen von außen oft auch einen geraden Weg, wo derjenige in den Innensicht trotzdem noch oft träge im Sessel gehangen und in der Nase gebohrt hat. Jemand sagt, er hätte eine Woche lang täglich gelernt, und wenn man ihn gefilmt hätte, dann könnte man auf dem Video sehen, dass er an mindestens vier dieser Tage während seiner Lernzeit verdächtig oft sein Handy checken, etwas im Internet "recherchieren", auf's Klo / was trinken / was essen oder an seinen Fußnägeln herumpulen musste.

Bitte auch mich nicht missverstehen. Vorbilder und Maßstäbe sind eine gute Sache. Nur realistisch sollten sie sein und zu dir selbst passen. Du scheinst nicht der Typ für 7 Tage Kämpfen und Ackern pro Woche zu sein. Dann versuch's auch nicht.

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Klingt vielleicht blöd, hört sich aber für mich latent nach einer Depression an. Die Mischung aus dem Ganzen klingt gesundheitlich für mich ein wenig so, als würde deine Psyche täglich bei McDonalds 3 Mahlzeiten zu sich nehmen. Kannst dich ja mal informieren. Einen Therapeuten scheinst ja schon zu haben. Normalerweise bekommt man den nicht ohne Grund. Auf jeden Fall offen reden. Lösungen suchen usw. Lösungswege erarbeiten wie die Tomatentechnik die da unten empfohlen wurde. Mache ich beim aufräumen so :). Und immer daran denken: wenn du die Prüfung nicht schaffen solltest, wovon wir mal nicht direkt ausgehen wollen, gibt es Nichtschülerprüfungen. Guck einfach, was für dich momentan leistbar ist. Versuche aber nicht aufzugeben, bevor du es versuchst. Musik kann nämlich auch positiv sein. Ich persönlich bin mit Hintergrundgeräuschen ruhiger.

LG

Mako

Huhuuuu ;)

Wow, du bist 18 und noch 10. Klasse? :D

also mach dir mal keine Gedanken... Ich kenne das. Ich bin auch 10. und mitten in den Prüfungen, am Montag ist die nächste...

Und ich weiß nur zu gut was du meinst :) Ich mache meine Referate auch fast immer am letzten Tag und ich kenne fast niemanden, der es nicht so macht. Nur habe ich damit eigentlich keine Probleme, denn in 4h habe ich ein komplettes Referat fertig und das nicht nur im 0815-Stil ;) Nur 21h ist etwas zu spät um damit anzufangen ;) Manchmal muss man einfach seinen inneren Schweinehund überwinden und einfach sagen: ich fang JETZT an. Punkt. Und dann muss man einfach anfangen, wenn man das hat, hört man auch nicht so schnell wieder auf.

Ich habe auch nie Lust zu lernen oder Referate oder Hausaufgaben zu erledigen. Aber Was sein muss muss sein ^^ Denk einfach mal an dein späteres Berufsleben. Da gibt es dann kein "Habs vergessen" mehr als Entschuldigung. Und Glaub mir, es wird sehr schwer, sich das Nichtstun oder Spätanfangen später noch abzugewöhnen.

Zu den Prüfungen: da hab ich so ein schlechtes Gefühl dabei, wenn ich nichts gemacht habe, dass ich sogar Sachen angeschaut habe, die ich nie gebraucht hätte, weil ich mit Hilfsmitteln geschrieben habe.... Das war mir einfach zu wichtig, um es zu verhauen, nur weil ich zu faul bin, mir mal was durchzulesen. Und ich muss sagen: ich habe seeeehr wenig für meine Prüfungen gemacht, aber das kleine bisschen hat ausgereicht, um mir ein viel besseres Gefühl zu geben, egal wie das Ergebnis ausfallen wird.

Intelligenz und Fleiß sind leider zwei unterschiedliche Schuhe. Du bist bestimmt intelligent, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass du darum immer supermotiviert bist.

Ich denke, die Arbeit einzuteilen ist dehr wichtig für solche Faulis wie mich... Ich glaube, ich komme besser damit zurecht, wenn ich weiß, dass ich einen Berg Arbeit habe, aber nicht alles auf einmal erledigen muss. Sieh es als eine Art Arbeit vor dir herschieben, nur, dass du nach und nach immer mehr davon erledigt haben wirst, während du nur den Rest weiter vor dir herschiebst.

Hoffentlich konnte ich dich ein bisschen ermutigen ;)

LG

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