Lungenemphysem irgendwelche Erfahrungen mit einer Therapie?

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2 Antworten

Aufgabe der Therapie ist daher vorrangig die Behandlung der Symptome:

  1. Erster Schritt ist eine Rauchentwöhnung, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist. 
  2. Sport und Physiotherapie, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst, ist ein weiterer Baustein der Therapie. Studien haben gezeigt, dass eine ausgewogene Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining bei COPD mit Lungenemphysem hilft, die physische Belastbarkeit der Patienten zu erhöhen und die Lebensqualität zu verbessern. Krafttraining wirkt dem beim Lungenemphysem häufig einsetzenden Muskelschwund entgegen. Ausdauertraining verbessert die Lungenfunktion.
  3. Im fortgeschrittenen Stadium ist für viele Patienten die Gabe von Sauerstoff ein geeignetes Mittel, um die Lebenserwartung zu erhöhen und Atemnot zu lindern.
  4. Für Emphysempatienten, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, kommt eine Lungenvolumenreduktion in Frage.
  5. Auch weitere Belastungen der Lunge wie Feinstäube, Abgase und Feuerrauch, sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
  6. Hier kommen vor allem bronchienerweiternde Medikamente zum Einsatz, die sogenannten Bronchodilatatoren. Diese werden meist als inhalative Medikamentensprays verabreicht und gelangen so unmittelbar an den Ort der Erkrankung. Hier sorgen sie für eine Weitung der Atemwege und für eine verbesserte Sauerstoffzufuhr. In Form von Sprays werden meist auch kortisonhaltige Präparate verabreicht, die entzündungshemmend wirken. Sie sollten aufgrund der Nebenwirkungen wie Pilzbefall und Stimmbandreizungen mit einer Inhalierhilfe (Spacer) eingeatmet werden. Akute bakterielle Entzündungen werden auch mit Antibiotika behandelt.
  7. Zur korrekten Anwendung und bedarfsweise zur Eigenmedikation ist eine Patientenschulung für COPD-Patienten mit Lungenemphysem sehr zu empfehlen.
  8. Das Training mit sogenannten PEP-Geräten ist eine Methode der atemphysiotherapeutischen Behandlung des Lungenemphysems.Hierbei atmet der Patient in ein handliches Gerät mit integriertem Widerstand aus, so dass ein positiver Druck mit Vibrationen entsteht.Die Vibrationen übertragen sich auf Bronchien und Schleimhäute, lockern festes Bronchialsekret und erleichtern so das Abhusten des Schleims. Krankenhausaufenthalte und Medikamentenbedarf können so erfolgreich gesenkt werden.

Man kann also einiges machen, um mit der Erkrankung erträglicher zu leben. Vor allem wundert mich, dass er keine Medikamente bekommt.

VG und Deinem Vater alles Gute

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Kommentar von Lustikus187
04.03.2017, 20:07

Vielen Dank für diese große Info. :-)

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Er kann Physiotherapie verordnet bekommen. Dort wird er u.a. auch Atemübungen lernen.

Nele

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Kommentar von Lustikus187
04.03.2017, 20:07

Vielen Dank für die Info :-)

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