Luftfeuchtigkeit im Winter loswerden!?

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9 Antworten

Es kommt auf die Innen- und Außentemperatur an und auf die Luftfeuchtigkeit außen, ob das Lüften erfolgreich ist, oder nicht.

Warme Luft bindet mehr Feuchte, also heiz dein Bad vor dem Duschen richtig auf. Dann dusch nicht ewig total heiß, sondern lieber bei moderaten Wassertemperaturen, das ist auch besser für die Haut.

Anschließend die warme und mit Feuchte gesättigte Luft rauslüften. Je feucht-kälter es draußen ist, desto schwieriger wird das. Bei knackig kalten Temperaturen und trockener Luft ist das auch in 20 Minuten machbar.

Bei der aktuellen Witterung mit Nebel eher nicht. Also noch mal aufheizen und am morgen nochmals rauslüften.

Der Lohn dafür ist weniger bis gar kein Schimmel in den Fugen der Dusche.


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Kommentar von Onki73
16.12.2015, 15:45

Je kühler es draußen ist, um so besser funktioniert die Lüftung!

Bei kalter Luft wird die rel. Luftfeuchte draußen beim Lüften immer weniger relevant, wenn sich die Luft im Zimmer erwärmen kann.

Wird bei 0°C und Nebel gelüftet, so erreicht diese kalte Luft mit 100% rel. Luftfeuchte (und mehr geht nicht!) durch die Erwärmung im Raum auf 21°C einen Luftfeuchtewert von ca. 25% rel. Luftfeuchte. Mit dieser trockenen Luft bekommt man das Bad auch schnell wieder trocken. Also lüften hilft.

Das Mollier-h-x-Diagramm ist hier sehr hilfreich:

http://www.bosy-online.de/hx-diag.pdf

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Es ist schon richtig, dass nach jedem Duschen das Fenster zum Lüften weit geöffnet werden muss. Im Winter reichen dazu ca. 10 min. Fenster nie kippen! Ein Duschvorhang ist natürlich nicht das allerbester einer Badausstattung. Das dieser in 10-15 Minuten nicht trocken wird, ist normal. Nach dem Duschen kann man die Heizung wieder leicht einschalten, so dass das Bad nicht auskühlt. Aus hygienischen Grünen empfiehlt es sich den Duschvorhang ca. einmal im Monat zu waschen.

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Das Bad im Winter nur max. 5min stoßlüften (morgens, abends und nach dem Duschen), sonst kühlen die Oberflächen zu stark aus und die Feuchte kann von kalten Oberflächen nicht in die Raumluft über gehen. Das Bad mit der Heizung gleichmäßig durchheizen, dass alle Oberflächen warm werden und nicht nur während der Benutzung heizen.

Befindet sich die Dusche an einer Außenwand anliegend, so ist der Duschvorhang nicht zur Außenwand zu schieben. Vor der Außenwand kühlt die Raumluft ab, die rel. Luftfeuchte steigt dort an, die Luft wird feuchter. Der Duschvorhang trocknet in der kühlen und feuchteren Luft vor der Außenwand nur sehr schwer.

In meiner letzten Wohnung hatte ich auch das Problem, das Bad zu entfeuchten. Die Handtücher trockneten langsam oder gar nicht und rochen schnell muffig. Der Duschvorhang ebenso.

Nach dem Duschen wurde zwar sofort stoßgefüftet, aber die Feuchte aus Handtüchern, vom Duschvorhang, dem Duschvorleger und aus der Duschtasse selber ging erst nach einiger Zeit in die Raumluft über und sorgte so für schnell wieder ansteigende Luftfeuchtewerte. Dadurch wurde die weitere Trocknung stark behindert.

Die Entnahme von 12cm Dichtgummi der lose in einer Nut oben am Holzfensterflügel eingeschoben war, half bei mir sehr, die später entstehende Feuchtigkeit aus dem Bad abzuführen. Das machte ich an allen Fensterflügeln in der Wohnung und so schuf ich eine leichte permanente Grundlüftung in der Wohnung, die beständig zu einem Luftaustusch führte und die Luftfeuchtigkeit in der gesamten Wohnung gering hielt.

Dann kann die Badtür auch offen bleiben und nach dem Stoßlüften die weitere Badentfeuchtung über die gesamte Wohnung stattfinden. Voraussetzung dafür ist allerdings, das alle Räume gleichmäßig (!) beheizt werden -auch das Bad und Schlafzimmer- sonst setzt sich die Feuchte an der kühlsten Wandoberfläche im kalten Raum ab und verursacht dort ggf. Schimmelprobleme.

Die Fenster der Wohnung sollten zugfrei und winddicht sein, die luftdichten Fenster sind aber in der Regel unnötig. Durch diese Luftdichtigkeit steigt die durchschnittliche Raumluftfeuchte an und mit ihr -durch Feuchteausgleich- auch die Feuchte in den Wänden, was zum Dämmwertverlust an den Außenwänden füfte. Durch die Luftdichtigkeit kann man also eher die Heizkosten steigern, als Heizkosten einzusparen.

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Wie trocknet dein Badezimmer:

Die Raumluft nimmt die Feuchtigkeit auf. Je wärmer diese Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Je mehr Raumluft verfügbar ist, desto mehr Feuchtigkeit kann aufgenommen werden.

Da Raumluft aber nicht unbegrenzt Feuchtigkeit aufnehmen kann, muss gelüftet werden. Am besten so, dass die warm-feuchte Luft in möglichst kurzer Zeit gegen kühle, aufnahmefähige Frischluft ausgetauscht wird. Dazu am besten das Fenster weit auf, auf einer gegenüberliegenden Seite ebenfalls (= Durchzug) und die Wohnung kurz durchpusten lassen. So ist die Luft schnell ausgetauscht und die Fenster können sofort wieder geschlossen werden (= geringer Wärmeverlust). Je kälter die Luft von draußen, desto weniger wirst du lüften müssen. Und je wärmer du das Bad hältst ebenfalls.

Insgesamt gilt: Gerne oft, immer rigoros und kurzzeitig lüften.

Wie mache ich das? Ich lüfte in der Regel einmal kurz mit Durchzug wie oben beschrieben die vom Duschen bedampfte Luft mit Durchzug raus. Dann lasse ich das Badezimmerfenster geschlossen und dafür die Badezimmertür auf. So reguliert sich die Feuchtigkeit über die Gesamtwohnung. Und diese kann ich mit den zwei größten Fenstern quer viel besser lüften.

In meinem Fall funktioniert das problemlos, weil ich alle Räume gleichmäßig beheize und nicht etwa das Bad oder Schlafzimmer kühler halte.


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Duschen mit Duschvorhang ist nicht ideal, aber wenn es keine Möglichkeit gibt variable Duschtrennwände einzubauen (kann man auch auf Badewannen aufsetzen) dann bleibt dir ja nichts anderes übrig...

Ich würde im Bad nach dem Duschen nur kurz Stoßlüften (Heizung aus!).

Nach etwa 10 Minuten machst du das Fenster zu und die Heizung wieder an.

Feuchtigkeit aus dem Raum bekommst du nur, wenn du "nachhilfst".

Also, Fliesen im Duschbereich nach jedem Duschen mit einem Abzieher trocken machen.

Amaturen und Duschwanne mit Microfaser oder anderen saugfähigen Tüchern abtrocknen.

Duschvorhang nicht komplett zurück schieben, der kann schon halb zugezogen bleiben. Zumindest bis er trocken ist.

Und - wenn du nicht länger Lüften kannst, weil es im Winter ja nichts bringt, lass die Badtür offen stehen...

Wir haben eine "Wellness-Oase" (Dusche und WC) von ca. 2qm.

Unser Fenster (oberhalb in der Dusche) ist 40x40cm und geht nur zu kippen, also SPASS... Lüften tut da auch nichts wirklich...

Trotzdem ist meine Dusche und der Raum an sich immer trocken und wir haben kein bissel Schimmel.

Die Tür steht bei mir immer offen. Ich mache sie nur zu wenn's an der Tür schellt und Jemand zu Besuch kommt   :  ))

Ich denke du kriegst das in den Griff.

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Luftentfeuchter machen diese Arbeit besser als Lüften. Im Winter geht viel zuviel Wärme verloren. Das ist reine Energie Verschleuderung. So ein Luftenfeuchter macht die gleiche Arbeit viel günstiger. Sobald die Feuchtigkeit weg ist, stellt das Gerät automatisch ab. Es lässt sich einstellen wie und wann es genug ist. Das eingebaute Hygromerter überwacht alles.

Das bisschen Strom ist nicht der Rede wert. In Baumärkten gibt es welche zu kaufen. Heute sind diese Geräte nicht mehr teuer.  Wenn du dann den Wasserbehälter leerst, wirst du staunen, wie viel Wasser da zusammen kommt.

Auch für die Wohnung ist es gut. Bügeln mit Dampf macht die Wohnung auch feucht.

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Kommentar von Onki73
16.12.2015, 15:50

Luft ist ein schlechter Wärmeträger und Wärmeüberträger. Beim kurzzeitigen Stoßlüften geht nun nicht so viel Wärme verloren, da diese zu dem überwiegenden Teil in den Feststoffen (Wänden/Möbeln) gespeichert ist.

Wärme ist die Summe schwingender Teilchen. Die Luft hat nun mal gegenüber den Feststoffen deutlich weniger Teilchen, also kann mit dem einmaligen Luftaustausch auch nur wenig Wärmeenergie verloren gehen.

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3x täglich für 5 Minuten lüften mit Fenster ganz auf und danach immer wieder auf Raumtemperatur aufheizen. Wenn das Bad sehr klein ist, hilft wirklich nur, die Fliesen usw. etwas abzutrocknen.

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Die Heizung beim Duschen aufstehen, aber sie nach dem Fensteröffnen abdrehen.

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Klar, einfach mit nem Tuch durchwischen/ putzen ;)

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