Luftfeuchtigkeit ändert sich ohne Lüften; Problem Dämmung oder etwas anderes; Schimmel?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wenn die Wassermenge pro Kubikmeter Luft konstant bleibt, dann nimmt die relative Luftfeuchte mit zunehmender Temperatur ab. Wenn die Temperatur steigt, nimmt also die relative Feuchte ab.

Für eine Qualitative Bewertung wäre der Taupunkt daher interessanter (weil Temperaturunabhängig), aber für eine Messung müsste man sich etwas mit der Materie auskennen.

Wasser sollte in keinem Fall von der Decke tropfen. Das klingt eher nach einem Wasserschaden im Stockwerk darüber.

Oder die Isolation ist so schlecht, dass die Feuchte an der kalten Decke kondensiert.

Evtl kannst du mal eine Wärmebildkamera ausleihen und dir in einer kalten Nacht die Situation anschauen. Oder ganz einfach eine Fachperson mit der Beurteilung beauftragen.

Wenn die Mauern mal feucht sind (z.B. durch einen versteckten Wasserschaden, oder einen Vormieter der nie gelüftet hat), kann es schon Monate dauern, bis alles "trockengelüftet" ist.


Logaa 05.07.2017, 18:39

Danke für die Antwort und Informationen! 

Es tropfte tatsächlich Kondenswasser (es passierte nur wenn nachts die Schlafzimmertür geschlossen war!) und die Mauer zeigt in der Ecke sonst auch keinen Wasserschaden. Oben ist ein identisches Schlafzimmer (Außenecke). 

Es war ein Maler da und hatte ein Messgerät dabei, das zeigte in der Speisekammer (bei schönem Wetter vor einem Monat) an der Fensterscheibe ca. 19° und in der Ecke 16°. Wie das nun im Winter ist das weiß ich gerade leider nicht, aber die Mauer fühlt sich im Winter eiskalt an, so wie alles, Boden, Bett, Sofa. Ich fürchte uns bleibt nun nur ein erneuter Umzug. Nochmal danke und LG 

0
kernash 05.07.2017, 18:48
@Logaa

Ja das klingt so als ob die schlechte Isolation schuld ist. Das Wasser kondensiert immer an der kältesten Stelle, was bei Wänden natürlich schädlich ist wegen Schimmel und der Bausubstanz an sich.

Kleines Rechenbeispiel:

Wenn die Wand 16°C kalt ist, dann darf bei 20°C Raumtemperatur die relative Feuchte nicht über 78% betragen.

Bei 25°C darf die Feuchte nicht über 57% sein.

Bei 30°C nicht über 43%.

ansonsten kondensiert das Wasser an der 16°C kalten Wand.

1

Luftfeuchtigkeit im Haus hängt immer auch mit der Außenluftfeuchte zusammen, die bei Regen und im Sommer immer höher ist als im Winter.

So lange diese nicht permanent hoch ist, und das ist bei Ihren Angaben nicht der Fall, passiert da auch nichts.

Lüftungstechnisch machen Sie alles richtig, wenn Ihre Angaben stimmen.

Bei der Wärme momentan immer frühmorgens und abends durchlüften, sowie nach dem Duschen/Baden.

Was weiter die Luftfeuchtigkeit erhöht, sind viele Pflanzen in der Wohnung und Wäsche trocknen. Vielleicht können Sie hieran ja etwas ändern, falls der Fall.

Im Winter sind 20 Grad in der Wohnung eigentlich ausreichend, wenn man Pullover trägt. Laut Mietrecht sollten im Wohnzimmer allerdings 23 Grad erreichbar sein.

Würde auch ausziehen. Alten Häusern nur neue Fenster einzubauen funktioniert eben nicht.Bei alten Fenstern weil sie nicht dicht sind, ist irgendwie die Lüftung schon dabei. Jetzt mit den neuen dichten Fenstern, wird alles noch schlimmer.

Erstens kommt Feuchtigkeit von unten, durch alle Böden durch. Kennt man vom Zelten in der Natur. Nicht mal Plastik Folie kann diese aufhalten. Es muss schon Alu Folie sein, welche nichts durch lässt.

Würde unter alle Teppiche Alu Folie verlegen und schon würdest du es bedeutend angenehmer empfinden. Ich mache das immer so. Sonst wirst du nicht glücklich auch in der neuen Wohnung. Erst eine Lage Karton oder Papier und dann die Alufolie darüber. Immer schön überlappend und verklebt. Dann einen Teppich darüber.

Klar kommt auch Feuchtigkeit durch die Wände rein. Alle Wände habe die Eigenart, Wasser von unten hoch zu ziehen. Diese Kraft geht bis zum 2. Stock. Dagegen gibt es elektronische Geräte, die das unterbinden können. Nach 3 - 4 Wochen merkst du den Unterschied. Auch dein Hygromerter wird dir das bestätigen. Es wird viel trockener in der Wohnung. Also gemütlicher.

Logaa 05.07.2017, 18:44

Leider ist mein Kommentar weg. Danke für die Antwort! Tatsächlich ist der Boden im Winter furchtbar kalt so wie alle Gegenstände und Wände hier. Auch der Hausgang ist ohne Jacke nicht auszuhalten. Ich fürchte da bleibt uns nichts anderes übrig als umzuziehen! Vielen Dank 

0
jogibaer 07.07.2017, 08:56
@Logaa

Kalte Wände sind immer ein Zeichen von feuchten Wänden.

0
Padri 06.07.2017, 12:47

Dem muss ich leider widersprechen.

Alte Häuser und neue Fenster sind kein Problem wenn man sein Wohnverhalten danach ausrichtet und richtig lüftet.

Schließlich wollen Bewohner ja auch Zweifachverglasung und einen gewissen Lärmschutz haben.

Alufolie verlegen ist vollkommen falsch, denn dann bleibt die Feuchtigkeit darunter und beschädigt Böden/Decken.

Weiter kommt Feuchtigkeit nicht durch Wände rein, wenn diese dicht sind!

0

Es ist niormal, dass derzeit morgens die Luftfeuchtigkeit höher ist, als z.B. mittags.

Die Situation vor Ort sollte sich aber jemand ansehen, hier können viele mögliche Ursachen vorliegen, insbesondere da man nicht weiß, wo die Dämmung ist.

Was möchtest Du wissen?