Luft-Wasser-Wärmepumpe Viessmann Vitocal 242-s 4,5 kW - 6 kW Lautstärke + Effizienz

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Der Hersteller gibt <63dB(A) für die Außeneinheit an. Das ist letztendlich ein großes Gebläse. Die Inneneinheit ist natürlich erheblich leiser.

Besonders an einer Terasse oder vor einem Schlafzimmerfenster können <63dB(A) schon erheblich stören. Den Standort sollte man also mit Bedacht aussuchen und auch mit den Nachbarn, falls vorhanden, abstimmen. Sonst ist der Ärger vorprogrammiert.

Wie schon geschrieben wurde, ist die Effizienz schlechter als bei WP die als Wärmequelle das Erdreich verwenden.

Mehr Infos zu dem Thema findest Du im Forum von www.haustechnikdialog.de/Forum/30/Waermepumpen Da wurde auch das Lärmproblem schon ausgiebig diskutiert.

Thema WP-Effizienz: Da sind in in den zahlreichen Datenbanken im WWW einige Praxiswerte verfügbar wie z.B. in der waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de

Eines der wichtigsten Punkte bei Einbau einer WP-Heizung ist die passende Bauausführung. Einige Heizungsbauer bauen immer noch so, dass sie nur den Brenner-Kessel durch eine WP ersetzen, alles andere aber so lassen. Das führt zu einen höchst uneffizienten Anlage. Es ist also unbedingt viel Sogfalt auf das Aussuchen des Unternehmens zu verwenden! Fußbodenheizung ist dabei eh eine der Voraussetzungen.

die 63 dB(A) stören im Normalfall nicht - es sei denn, man hat die Wärmepumpe direkt im Wohnraum stehn, was ich doch nicht hoffe. Steht das Teil in irgendeinem Nebenraum oder Keller, wird man de facto ausserhalb des Aufstellungs-Raumes maximal ein leichtes Surren hören.

Und zum leidigen Thema Leistung. Luftwärmepumpen haben naturgemäß im Winter einen heftig niedrigen COP, weswegen im Normalfall auch eine zusätzliche elektrische Heizpatrone eingebaut wird. Das lässt natürlich die Stromkosten im Winter steigen. Zeithorizont in jener Zeit, in der es am kältesten ist. Man kann sagen, bis in der Größenordnung von 0 bis +5 °C arbeitet eine Luftwärmepumpe mit einem erträglichen COP. Sobald es in die Minustemperaturen geht, sinkt der COP drastisch - das ist aber in sagen wir 2-3 Wochen im Jahr der Fall. folglich reicht die Wärmepumpe für 90% der Jahreszeit völlig aus. Die restlichen 10% muss man halt mit höheren Stromkosten leben. Und das sehen ich grundsätzlich als billiger an, als man nimmt eine größere Pumpe. --> im Zweifelsfall Kostenrechnung auf Lebenszyklus vom Fachmann.

Allgemein muss einem bewusst sein, dass Luftwärmepumpen zwar den geringsten Installationsaufwand bedeuten (Kostenfrage), aber über das Jahr gesehen auf den geringsten Jahres-COP aufweisen. Das ist halt die Grundsatz- und Preisfrage, was man will ;)

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