Luft-und Ferritspule bei einer Frequenzweiche

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2 Antworten

Schau Dir die Gleichung an, wie sich die Induktivität aus der Windungszahl errechnet. Da kommt auch eine Permeabilitätszahl (relative Permeabilität) drin vor. Für Luft ist die nahezu 1, für Ferrit je nach Sorte 10 bis 10.000.

Man kann somit Spulen Bauen, die bei gleicher Induktivität und ohmschem Widerstand als Luftspule ein ganzes Zimmer füllen würden.

Nachteil: Die Permeabilitätszahl von Luft ist konstant, unabhängig von Temperatur und Belastung. Die von Ferrit nicht. Auch die eines Eisenkerns nicht, weshalb Transormatoren für hohe Leistung auch einen großen Kern benötigen. Diese Nichtlinearität führt zu den Verzerrungen, die JuergenBT erwähnt.

Spulen mit Ferritkern haben eine grössere Induktivität bei gleicher Baugröße. Sind also für tiefere Frequenzen geeignet.

Beachten muss man dabei allerdings, dass das Ferritmaterial eine leichte Verzerrung geben kann. Inwieweit das in Audio-Frequenzweichen etwas ausmacht, kann ich nicht sagen.

Es würde aber auf jeden Fall kritisch werden, wenn das Ferritmaterial zu stark beansprucht wird. Dann geht es "in die Sättigung", wird warm und macht richtig Verzerrung.

steefi 18.03.2012, 19:23
  • mehr gibts dazu nicht zu sagen - alles gut und korrekt
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