Lüfter auf dem Heizkörper anbringen sinnvoll?

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6 Antworten

Der wirtschaftliche Erfolg wäre im Einzelfall durchaus denkbar: 

Nehmen wir an, der Heizkörper in der Mietwohnung ist mit einem Verdunstungsmessgerät zur Heizkostenverteilung ausgestattet. Die Verdunstung steigt nicht mit der Wärmeleistung, sondern mit der Temperatur des Heizkörpers. Wenn dem Heizkörper nun per Luftstrom Wärme entzogen wird, kühlt er etwas ab, und die Verdunstung wird deshalb reduziert. Damit wird tatsächlich in doppelter Hinsicht ein Teil der entzogenen Wärme der Verdunstungsmessung entzogen: Die Wärmeabgabe steigt bei geringerer Verdunstung im Messgerät.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass über den Verdunstungs-Heizkostenverteiler ohnehin nur etwa die Hälfte der Heizkosten berechnet wird, die andere Hälfte orientiert sich in aller Regel an der Wohnfläche. Das halbiert zunächst den Effekt ungefähr. Weiterhin stellt der elektrische Ventilator selbst einen kleinen elektrischen Heizkörper dar, dessen Wärmeleistung ungefähr bei 1/50 des Wandheizkörpers liegt. Und die Elektrowärme ist in aller Regel erheblich teurer als die Wärme von der Zentralheizung. Hier müsste also genau genommen noch die Kostendifferenz bei der Wärmeerzeugung dagegen gerechnet werden. Dieser Faktor ist allerdings rechnerisch weitaus geringer als das von einigen Usern hier dargestellt wird.

Unter dem Strich könnte das Verfahren tatsächlich eine Kosteneinsparung bringen zu Lasten jener Mieter, die der Heizkostenverteilung unterliegen, ohne das Verfahren mit dem Lüfter einzusetzen. Wenn sich aber alle beteiligten Mieter dieses Verfahrens in gleicher Weise bedienen, hebt sich das alles wieder auf über das Heizkostenverteilungssystem. Nach dem werden die gesamten Heizkosten immer auf alle Mieter verteilt. Man kann also in der Weise bestenfalls seine Nachbarn heimlich bestehlen. Eine juristische oder moralische Würdigung der Angelegenheit erspare ich mir hier.

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dompfeifer 02.01.2016, 16:56

Dazu schreibt der User Simko hier:

Heizkosten kann man damit sicherlich nicht sparen, da hierdurch die Leistung des HK erhöht wird. Daher werden die Heizkosten steigen.

Das ist so nicht ganz richtig. Natürlich kann ich die Heizleistung des gesamten Systems steigern, sowohl durch die Heizkörper-belüftung als auch durch den Betrieb des Ventilators. Dann wird es mir vermutlich irgendwann zu warm, und ich regle die Heizung zurück bzw. schalte sie ab. Ich verkleinere also die Zeit der hohen (teuren) Heizleistung. Die Energiekosten ergeben sich aus der jeweiligen Wärmeleistung mal Zeit mal Wärmetarif.

Wenn man die Wärme über einen Wärmezähler abrechnet, bringt
das natürlich keinen Kostenvorteil. Man bezahlt dabei die (auf welche Art auch immer) entnommene Wärme und mit dem Ventilator dazu noch die Differenz zwischen dem Wärmetarif des Zentralheizungssystems und dem (gewöhnlich ungünstigeren) Stromtarif. Hierbei ist der Stromtarif als Wärmetarif einzusetzen.

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Du erhöhst nur den Stromverbrauch. Die Wärme muss ja immer Produziert werden. Wenn das Sinn machen würde, hätten die Hersteller der Radiatoren das längst im Programm.

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Um das Thema noch einmal aufzugreifen. Unser Situation: 101m² Wohnstube aufgeteilt auf 35 m² Wohnzimmer, 55m² Wintergarten und 11 m² Küche. Alle Bereiche sind miteinander verbunden über großflächige Durchbrüche. Wir haben eine Ölheizung und Kamin und müssen natürlich durch die Großen Räume und das doppelglas vom Wintergarten ordentlich heizen. Ich habe mir regelbare Thermostate von Honeywell gekauft und messe in der Mitte der Räume die Temperatur. Meine Deckenhöhe beträgt 2,65m. Nun musste ich letzte Woche Decke streichen und bin fast gestorben vor Wörme die unter der Decke gehangen hat. Ich habe mir einen Deckenventilator gekauft und diesen in der Ecke wo die Heizkörper sind aufgehangen. Was soll ich sagen es ist wunderbar, die mollige Wärme ist nun überall im Raum, auch an den Füßen. der Sensor der die Heizkörper regelt erreicht schnell die eingestellte Temperatur und regelt die Heizkörper runter. Mal schauen ob nun die Heizkosten sinken. Aber gefühlt ist es es einfach der Knaller und schon das Gefühl ist unbezahlbar!!

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Heizkosten kann man damit sicherlich nicht sparen, da hierdurch die Leistung des HK erhöht wird. Daher werden die Heizkosten steigen. Hinzu kommt der Stromverbrauch für die Lüfter.

Gibt es als Bastellösung mit PC Lüftern oder als Fertigprodukt.

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Es würde sich der Stromverbrauch erhöhen! Und die Lüfter wüerden mit Geräusch und Luftstrom nerven. Besser: Möglichst nichts vor die Heizkörper stellen oder hängen und öfter mal kurz "Stoßlüften" .

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Was soll das bringen außer die  Luft rum zu wirbeln und zusätzlichen Stromverbrauch?

Der Lüfter kann nur so viel warme Luft verteilen wie der Heizkörper abgibt.

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dompfeifer 16.12.2015, 13:21

Das stimmt so nicht! Der Luftumströmte Heizkörper gibt mehr Wärme ab. Die Kostenkalkulation ist damit eine Frage des Messverfahrens. Wenn sich die Berechnung an der gelieferten Wärme orientiert, bringt die Belüftung natürlich nichts. Bei Verdunstungsröhrchen zur Heizkostenverteilung ist das aber anders (Siehe dazu meinen Beitrag oben)!

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