Wie kann ich die Lücken im Lebenslauf erklären?

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3 Antworten

Es gibt Momente im Leben da hilft es nur noch in den sauren Apfel zu beißen. Der von dir beschriebene ist eben so einer. Du könntest natürlich etwas erfinden mit Auslandsaufenthalt o.ä. aber möchte jemand Belege, Sprachkenntnisse oder Erfahrungen abrufen und du kannst sie nicht liefern verlierst du an Glaubwürdigkeit was zu einer Sofort-Absage führt. 
Was hingegen gut ankommt - zugegeben dafür muss man erst einmal eingeladen werden - ist wenn man sagt das man eben Fehler gemacht hat, sich umorientiert hat und jetzt ein klares Ziel vor Augen hat und deswegen diesen Weg gehen möchte. 
Das du zwei Operationen hattest würde ich ggf. nicht erwähnen. Das kann - auch wenn du zum Glück ausgeheilt bist - abschreckend wirken, wenn man damit u.a. eine zweijährige Abstinenz erläutert. Würde dich das nicht auch verunsichern? Das potentielle Risiko eines Ausfalls ist ja deutlich höher (wenn du glauben solltest dass das schon ein hartes Urteil ist versuch mal eine BU zu beantragen und zähle ehrlich die Vorerkrankungen auf - entweder sie wird unbezahlbar oder du wirst komplett abgelehnt).
Zurück zu deiner Situation: Augen zu und durch und selbstverständlich viel Erfolg!

Liebe sara567,

es ist ja nichts Ungewöhnliches, dass man feststellt, dass der Beruf bei näherer Betrachtung doch nichts für einen ist. Aber um solche Ausbildungs-Abbrüche zu vermeiden, ist es ja sinnvoll, vorher erst mal ein 14 tägiges Praktikum in diesem Beruf zu machen!

Blöd ist nur, dass du wohl immer noch nicht konkret weißt, was dir mehr liegen würde. Hast du dich denn wieder einfach nur so drauflosbeworben, oder in diesen 2 Jahren wenigstens ein paar Praktika gemacht? Die kannst du gerne in deinem Lebenslauf erwähnen! Es zeigt, dass du nicht untätig rumgesessen hast. Es zeigt Engegement. Das beeindruckt.

Weißt du, wenn du mir im Vorstellungsgespräch gegenüber sitzen würdest und ich dich frage: "Warum wollen sie die Ausbildung zur... machen?" und du mir antwortest: "Weiß nicht, ich brauche halt irgendeinen Ausbildungsplatz" würde ich auch nicht glauben, dass du die richtige Azubine und spätere richtige Mitarbeiterin wärst.

Erkundige dich über Berufe, die dich wirklich interessieren und versuche, dort Praktikumsplätze zu bekommen. Unbezahlt. Mindestens 14 Tage. Denn am Anfang ist man immer begeistert. Und erst später merkt man, wie anstrengend es körperlich oder geistig wirklich ist. Oder wie doof die Arbeitszeiten Oder ob man vielleicht sogar allergisch gegen einen Werkstoff ist...

Dann bewirb dich ganz gezielt und weise auf dein Praktikum hin. Welche Erfahrungen du da gesammelt hast, was du da besonders gut konntest, rede und schreibe dich gerne in Begeisterung! Wenn sie denn vorhanden ist. DAS würde mich als Chef bzw. Ausbildungsleiter überzeugen. DAS wäre in meinen Augen ein Mitarbeiter, der sich wirklich Gedanken macht! Das würde mir Lücken plausibel erklären.

Und dann wären mir auch Lücken egal, die entstehen, weil man gemerkt hat, dass man in diesem Beruf nicht gut ist. Ein Mitarbeiter, der genau weiß, was er kann und was nicht, ist mir lieber als einer, der sich sein Leben lang halbherzig mit nur mäßiger Leistung durchs Arbeitsleben wurschtelt!

LG

Du versuchst sein 2 Jahren dich zu bewerben und wirst immer abgelehnt? Warum machst du weiter? Mach doch lieber nen Schulabschluss in der Zeit oder eine Ausbildung anstatt zuhause zu sitzen. Das macht nen sehr schlechten Eindruck. Sieht nach Faulheit aus, sowas mag keiner einstellen.

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