Lücken im Lebenslauf am Besten rechtfertigen?

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10 Antworten

Also als Erstes: Unklarheiten im Lebenslauf haben überhaupt keinen Sinn.

Zu schreiben, dass Du mit dem Abitur 2013  begonnen hast, aber zu verschweigen, dass Du keinen Abschluß hast, geht nicht - Personaler sind nicht doof (ich bin übrigens einer).

Natürlich kommen dann Nachfragen und man ist sofort raus.

Besser: Ganz ehrlich schreiben: kein Abschluß vorhanden.

Den Grund dafür wird ja dann im Anschreiben erklärt, in Deinem Fall war es ja krankheitsbedingt.

Jetzt ist natürlich die Frage, um welche Art Krankheit es sich handelt. Du schreibst von einer Therapeutin, da liegt die Vermutung nahe, dass es sich psychische Problem handelte. Sollte das der Fall sein, ist das meistens ein K.o. Kriterium, denn man wird Dir immer unterstellen, dass es wenig Sinn hat, eine Ausbildung zu machen, wenn Du bereits in Deinem Alter nicht voll belastbar bist.

Ganz ehrlich: Ich würde das an Deiner Stelle verschweigen. Wenn Du Dir absolut sicher bist, dass Du wirklich durchhältst, reicht das. Von Personalern, die Dich ja nicht kennen, zu erwarten, dass sie volles Vetrauen in Dein Engagement haben, ist zuviel verlangt - Hauptsache Du selbst hast genügend Selbstvertrauen und kannst Dich richtig einschätzen.

Die Lücke im Lebenslauf kannst Du durch eine andere Krankheit füllen, oder einen Unfall, komplizierter Knochenbruch, lange Nachbehandlung, Kuraufenthalt, langwierige Physiotherapie, von der Du jetzt aber natürlich vollständig genesen bist.

Das ist zwar nicht die Wahrheit, aber jemandem wie Dich einfach durchs Raster fallen zu lassen, entspricht ja auch nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, denn Du kannst ja arbeiten und lernen.

Manchmal ist es besser nicht die ganze Wahrheit zu sagen, weil sie einfach nicht verstanden wird, und Deine gesundheitliche Probleme in der Vergangenheit sind ja im Grunde Deine Privatsache - Du bietest Deine Arbeitskraft an, nicht Deine Seele.

Es ist absolut legitim, so etwas für sich zu behalten, und dann wird sich ein Vorstellungsgespräch auch auf völlig andere Inhalte konzentrieren und Du bekommst hoffentlich Deine verdiente Chance.

Vielen Dank dafür, das werde ich auf jeden Fall in Betracht ziehen!

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Also zunächst mal: Du solltest unbedingt direkt in der Bewerbung irgendwie klar machen, dass du kein Abi hast. (und zwar ohne dass du sowas wie "Abbruch" oder so schreibst) Auch wenn die nur eine Mittlere Reife vorausgesetzt wird... In dem Moment, in dem die dachten, dass du Abi hast und sie dann merken, dass du das NICHT hast, verschlechtert sich deren Bild von dir erheblich... egal, ob du die Voraussetzungen erfüllst oder nicht.... Das ist dann schlechter, als wenn sie direkt von der Mittleren Reife ausgegangen wären (mir ist bewusst, dass du nicht gelogen hast, keine Sorge ;))

So... Jetzt zum anderen Thema: Auch wenn die Situation für dich unschön ist - versuch dich mal, in das Unternehmen reinzuversetzen.

Die suchen jemanden, auf den sie sich vollkommen verlassen können, und wenn du vor nicht allzu langer Zeit eine Schule aufgrund einer Krankheit abgebrochen hast, dann ist naheliegend, dass das wieder passieren kann.

Nur als Beispiel: Als ich mit meiner Ausbildung fertig war, wurden bei uns wieder Azubis eingestellt. Eine davon hat eine Krankheitsgeschichte hinter sich. (Klang ähnlich wie bei dir) Sie meinte, dass das überwunden ist und dass sie das durchzieht. Die Personaler waren sich unsicher, entschieden sich aber dafür, ihr eine Chance zu geben. Was passierte? Nach ca. 5 Monaten (von denen sie ca. 3 krank war) brach sie ab... Ich glaube, die stellen nie wieder so jemanden ein...

Es ist wichtig für dich, von vornerein offen und ehrlich (aber nicht ZU ehrlich) und selbstbewusst mit der Sache umzugehen. Dem Unternehmen muss klar sein, dass dir deine Vergangenheit bewusst ist, dass du dich nicht dafür schämst und dass du selbstbewusst damit umgehst.

In einer Bewerbung gehts drum, wie man sich am besten Verkaufen kann. Da lässt sich wirklich alles irgendwie positiv darstellen.

Nur mal als Beispiel: Meine Schwester hatte ne ähnlich "unschöne" Schul-Geschichte wie du... Oder vlt noch schlimmer. Einmal sitzen geblieben, Schule gewechselt, dann die neue Schule aufgrund persönlicher/Psychischer Probleme abgebrochen, anschließend eine Ausbildung (bzw. erst mal ein Vorpraktikum) angefangen und wieder abgebrochen.  Trotzdem bekam sie im medizinischen Bereich (MFA) bei so gut wie allen Bewerbungen ne Einladung zum Vorstellungsgespräch und bei den Bewerbungen im Bürobereich hatte sie nachher auch 2 Zusagen. --> Es ist also gut möglich :)

Vielleicht solltest du dir mal jemanden suchen, der sich richtig Zeit für dich ninmmt und deine Bewerbungen genau unter die Lupe nimmt :)

Ich wünsche dir alles Gute! Wenn du Fragen hast, meld dich einfach! :)

Das ist wirklich lieb von dir, vielen Dank! Werde ich mal so machen :-) 

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Du möchtest eine erfolgreiche Ausbildung absolvieren um danach Dein Abitur nachholen zu können.

Mit diesem Argument solltest Du gezielter, konsequenter, strategischer vorgehen/arbeiten.
Das sind eigentlich Ziele die auf Motivation und Ehrgeiz im positivem Sinne zeigen und je nachdem als was Du Dich bewirbst Vorteile zeigen.

Aber mal unter uns, lese Dir mal Deinen Text durch.
Verhältst Du Dich auch so im Vorstellungsgespräch bzw. redest Du so?

Ein Tipp - übe/spiele mal mit Freunden, Verwandten ein Vorstellungsgespräch:

  • (Ich habe auch wirklich Interesse daran, eine Ausbildung zu machen und habe es nicht nur in Betracht gezogen, da ich sonst mein Abi nicht nachholen kann). (hier rechtfertigst Du Dich)
  • Sie sind nicht ein einziges Mal auf den Punkt eingegangen, dass ich nun versuche, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Irgendwann wusste ich mich auch nicht mehr richtig zu rechtfertigen. (na ja, mal nicht so selbst mitleidig ;) )
  • wie zum Beispiel in dem Vorstellungsgespräch, verhalten und rechtfertigen soll Nein, nicht rechtfertigen.
    Es ist ein Kapitel Deines Lebens und es gehört zu Dir.
  • Ich habe quasi 3 bis 4 Jahre in meinem Leben einfach so verloren Sehe das positive. Du hast doch erst letztes Jahr abbrechen müssen!
  • Ich habe in meiner Bewerbung natürlich beschrieben, dass ich 2013 mein Abitur begonnen habe, jedoch steht nirgendwo, dass ich es auch beendet habe. Wenn ich mich irgendwo beworben habe, dann bekomme ich Post
    das wirkt als Täuschung, das musst Du ändern
  • Zum Schluß lasse dir die Bewerbung von jemand anderem, neutrales entgegenlesen - vielleicht wirkt das eine oder andere tatsächlich nicht so gut so.

Was sagt denn Deine Therapeutin?

ich muss erfahrungsgemäß leider sagen,d ass die Erwähnung einer Krankheit in Vorstellungsgesprächen meist nicht so dolle kommt.

Dann würde ich es lieber dabei belassen, dass Du halt Abi machen wolltest, es aber aus persönlichen Gründen nicht abgeschlossen hast. Was Du heute sehr bedauerst, aber rückwirkend kannst Du es nicht ändern.. es hat Dich aber gelehrt, zukünftig Deine Wünsche sehr zielstrebig zu verfolgen, um die wirklich zu erreichen (dadurch drehst Du das negative in was Positives um).

Und frag mal Dene Therapeutin,w as sie vielleicht für Ideen hat.. man wundert sich manchmal, was für  hilfreiche Dinge dabei rumkommen.

Viel Erfolg und alles Gute!!

Ich würde auch niemanden mit psychischen Problemen einstellen. Schon gar nicht, wenn derjenige sagt, dass er jetzt VERSUCHT, sein Leben in die Hand zu nehmen...

Versuch mal, ob du über Praktika oder Aushilfsjobs in die Firma reinkommst. Dann kannst du direkt vor Ort beweisen, dass du durchaus arbeitsfähig und belastbar bist.

Du meinst diese unbezahlten Praktika und diese unbezahlten Aushilfsjobs?

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@ErsterSchnee

Beruhigt mich - trotzdem denke ich nach wie vor dass der Gesundheitszustand keinen Arbeitgeber was angeht. Man selbst kann oft nichts dafür genauso wenig wie man als Mitarbeiter was dafür kann wenn der Arbeitgeber Dinge verspricht die er nicht hält. Es gilt für beide Seiten dass man Verpflichtungen und Vorteile hat. Es ist Privatsache. Mich gehen die Geschäfte nichts an und den Arbeitgeber geht meine Privatsituation nichts an sofern sie nicht ausschlaggebend ist für einen Job.

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Ich würde gleich beim Schreiben erwähnen, dass du kein Abi hast. Auf die Frage wo die Jahre hin sind würde ich mit "familiäre (krankheitsbedingte) Probleme, die mich gezwungen haben vorerst auf meine Ausbildung zu verzichten". Das ist nicht falsch und der Arbeitgeber darf ohnehin nicht nach genauerem nachfragen. Dass das deine eigene Krankheitsgeschichte ist würde ich so nicht erwähnen. Viele Arbeitgeber sehen dann sofort den dauerkranken Mitarbeiter. Du tust etwas damit es besser wird. Vertrau dir da selbst und rechtfertige dich nicht - man muss sich nicht abstempeln lassen.

Auf alle Fälle immer ehrlich sein, denn lügen bring dich sicher nicht weiter. Du solltest auf jeden Fall reinschreiben, dass du dein  Abitur nicht abgeschlossen hast, denn sonst denkt jeder, dass du eben jenes hast. Die andere Situation mit der Krankheit kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiß, welche Krankheit du genau hattest. Wenn es etwas psychisches war, könnte es durchaus leider schwieriger werden einen Job zu finden

Du kannst doch sagen, dass du krank warst, darüber aber keine näheren Auskünfte geben willst aber jetzt wieder vollständig genesen bist.

Das habe ich, daraufhin sind die Personaler immer mehr darauf eingegangen und haben mich zum Beispiel sowas gefragt wie: "Und was ist, wenn es wieder passiert?" oder "Kann es immer wieder kommen?" und noch schlimmere Fragen 

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@SmnthFrdrch

Dann sagst den Personaler einfach mal, dass wir auch alle morgen sterben könnten...und die Welt könnte auch untergehen..

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Also als erstes das mit Abi müsste ersichtlich sein im Lebenslauf. Da stehen nicht nur die besuchten Schulen sondern auch die Abschlüsse. Kannst ja auf Gymnasium gegangen sein aber ein Abschluss hast ja hoffentlich nicht angegeben.

Das mit Deiner Gesundheit:
Ist die jetzt "überstanden"?
Oder besteht die Gefahr eines "Rückfall's"?

Wenn nein dann geh offen mit dem Thema um da Du es Dir ja nicht selbst ausgesucht hast und deswegen ja auch 2 Jahre "verschenkt" hast und Dein Abi nicht fertig machen könntest

Einen Abschluss habe ich natürlich nicht mit angegeben. Das mit meiner Gesundheit ist überstanden, ja. Und die Gefahr auf einen Rückfall besteht nicht, da die Punkte, die ausschlaggebend dafür waren, quasi gelöst wurden.

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Also dann erkennst Du ja schon wie die Firma Deine Unterlagen betrachtet ( wenn diese Zeugnisse haben wollen obwohl kein Abschluss angegeben)
Das mit dem "geheilt" kannst ja auch sagen! Genug Einschränkung hattest die letzten Jahre schon.
Und heutzutage kann man auch "Probe arbeiten " um denen mögliche Bedenken zu widerlegen

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Ich bin selber Personalentscheidungsträgerin.

Ein Satz wie "Ich versuche mein Leben in die Hand zu nehmen" schreckt ab.

Versuche dich doch mal in die Situation des Personalers zu versetzten. Er hat neben deiner Bewerbungen immer noch 5 oder mehr andere Kanditaten, die es nicht versuchen sondern machen.

Trotzallem kann es natürlich nicht angehen, dass du deswegen nie mehr arbeiten gehen kannst.

Meine Frage ist, warst du in dieser Zeit arbeitssuchend gemeldet oder krankgemeldet?

Ja, ich habe mich leider falsch ausformuliert. Natürlich möchte ich es auch nicht nur versuchen, sondern es wirklich tun und auch schaffen! 
Ich war zu diesem Zeitraum krankgemeldet. 

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@SmnthFrdrch

Ok :) ansonsten hätte ich gesagt schreib in den Lebenslauf, dass du das Abitur abgebrochen hast und arbeitssuchend warst.

Ich würde mal mit deiner Therapeutin sprechen. Sie kennt dich und deinen gesundheitlichen Zustand am Besten.

Bei Vorstellungsgesprächen werden dann trotzdem immer wieder Fragen zu dieser Lücke aufkommen. Versuche das Thema so kurz wie möglich zu halten: "Ich war gezwungen aus gesundheitlichen Gründen mein Abitur abzubrechen, was mir wirklich sehr schwer gefallen ist, da ich sehr engagiert und ambitioniert bin. Diese Eigenschaften möchte ich in Ihrem Unternehmen unter Beweis stellen"

und NUR FALLS es deinem aktuellen Gesundheitszustand entspricht "nun bin ich wieder vollkommen genesen und freue mich auf neue Herausforderungen"

So bleibt die Frage was es genau war vielleicht nicht erspart, aber du nimmst dem gegenüber den Wind aus den Segeln.

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