Low Carb,High Carb oder anderes?

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anderes

Wenn du das Prinzip von IIFYM verstehst brauchst du kein Extrem wie Low Carb, High Carb, o.ä.. Da ist nichts verboten, kein Lebensmittel an sich macht dick und keines macht dünn.

Erzeuge ein Kaloriendefizit. Das ist alles was es zum Abnehmen benötigt.

Auch Low Carb funktioniert nur aufgrundessen. Den meisten fällt es mit Low Carb ziemlich einfach schnell ein Defizit zu erreichen und das ohne großartig zu Hungern oder Kalorien zählen zu müssen.

Dennoch würde ich lieber Kalorien zählen und mir keine Verbote machen müssen. Denn vergiß nicht: Kohlenhydrate sind nicht schlecht. Sie sind als Makros zwar nicht so essentiel wie Fett oder Eiweiß, dennoch machen auch Kohlenhydrate an sich nicht dick! Das geschieht nur durch einen längerfristigen Kalorienüberschuss.

Du kannst auch Süßigkeiten, Pizza, Reis, Nudeln, Döner uvm. essen und trotzdem abnehmen. Solange ein Kaloriendefizit erreicht wird nimmst du weiterhin ab.

Vergiß nicht das der hohe Gewichtsverlust gerade zu Beginn von Low Carb häufig lediglich Wassergewicht ist aufgrund der sich leerenden Glykogenspeicher.

Wenn man die Kohlenhydrate auf ein sehr niedriges Level zurückschraubt, leert der Körper mit der Zeit seine Glykogenspeicher (Kohlenhydratspeicher – va. in den Muskeln und der Leber).

1 g Glykogen bindet ca. 3 g Wasser. Dadurch verliert man bei Low Carb Diäten vor allem zu Beginn schneller Wassergewicht. Das kann zu einem doppelt so hohen Gewichtsverlust in den ersten 2 Wochen einer LC Diät im Vergleich zu einer Low Fat Diät führen.

Q: http://fitness-experts.de/abnehmen/low-carb-diaet

Wer also Abnehmen will und es auch wirklich nötig hat und nicht nur Sport um die Form des Körpers zu verändern der braucht lediglich ein Kaloriendefizit.

  • Positive Energiebilanz (Kalorienüberschuss) = Mehr kcal kommen in den Körper hinein als hinausgehen. Der Körper speichert diese überschüssige Energie meist in Körpergeweben (beispielsweise in Fett oder Muskeln) oder anderen Speicherformen.
  • Negative Energiebilanz (Kaloriendefizit) = Du führst weniger Energie zu, als du verbrauchst. Um den Bedarf an Energie zu decken, bedient sich der Körper an seinen Speichern (wie Fett oder Muskeln) oder anderen Speicherformen.

http://fitness-experts.de/grundlagen/kcal-energiebilanz

1 kg Fett hat etwa 7.000 Kalorien.

Wenn man nun also von einem gesunden Defizit von etwa 500 Kcal pro Tag ausgeht macht das 3.500 Kaloriendefizit die Woche. D.h. man würde so etwa 2 kg Fett pro Monat abnehmen. Gesund und langfristig.

Eine schnelle Sache ist das Abnehmen also nicht. Vorallem solange man langfristig abnehmen und dabei nicht nur an Wassergewicht verlieren möchte.

Um nun zu ermitteln wie viele Kalorien du aufnehmen darfst bzw. musst (mind. Grundumsatz) ist es zunächst wichtig, dass du deinen Kcal-Verbrauch kennenlernst. Dieser setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen

  • Resting Metabolic Rate (RMR) – Auf deutsch auch als Grundumsatz bekannt.
  • Thermic Effekt of Food (TEF) – Energie die für die Verstoffwechslung der Nahrung verbraucht wird.
  • Thermic Effect of Activity (TEA) – Kcal, die du für bewusste Bewegungen (Training, Sport) benötigst.
  • None Exercise Activity Thermognensis (NEAT) – Kcal, die für alle unbewussten Bewegungen benötigt werden (Herumlaufen, Putzen, Herumzappeln, Aufräumen, Arbeit etc.)

Bzgl. TEF, TEA und NEAT findest du hier nähere Infos, das würde den Rahmen nur noch weiter sprengen: http://fitness-experts.de/grundlagen/kalorienverbrauch

Zunächst ist der Grundumsatz zu erwähnen. Dieser macht bei einem relativ inaktiven Menschen bis zu 60-80 % des Gesamtverbrauchs aus. Das verschiebt sich je nach Aktivitätslevel. Er ist von Körpergewicht, fettfreien Masse (Muskeln), Geschlecht, Alter und deiner Genetik abhängig.

Der Grundumsatz darf beim abnehmen nie unterschritten werden. Du bewegst dich beim Abnehmen daher immer zwischen den Grundumsatz und den Gesamtumsatz.

Leider decken viele, gerade Anfänger, nicht einmal deren Grundumsatz. Meist einfach aufgrund des fehlenden Überblicks da keine Kalorien gezählt werden. Schätzungen in diese Richtung gehen wirklich meist nach hinten los.

Meine Empfehlung geht daher in die Richtung der Erfassung der Kcal-Aufnahme. Dies kannst du recht einfach durch Apps wie MyFitnessPal, Lifesum, etc. tun.

Das Kalorienzählen wird oftmals recht kritisch betrachtet. Fakt ist aber das Kalorienzählen nicht krank macht, lediglich wie damit umgegangen wird. Wer also zu Essstörungen neigt oder bereits eine hat/hatte sollte keine Kalorien zählen. Allen anderen die damit verantwortungsvoll umgehen und sich ausreichend informieren ist vom Kalorienzählen aber nicht abzuraten.

Deinen Grundumsatz kannst du berechnen oder ermitteln lassen. Letzteres ist natürlich meist wesentlich genauer. Die Abweichungen können zw. Berechnung und Realität bis zu 25 % oder mehr ausmachen.

Der Grundumsatz wird bei fast allen Anbietern durch die Atemgasanalyse, auch Spirometrie genannt, gemessen. Sie gilt als sehr genau und weicht nur minimal von deinem tatsächlichen Grundumsatz ab.

Bei der Spirometrie setzt du für ca. 10 bis 15 Minuten im Liegen eine Atemmaske auf, damit deine eingeatmete und ausgeatmete Luft analysiert werden kann. Durch den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt in deiner Atemluft sind dann Rückschlüsse auf deinen Stoffwechsel und die Höhe deines Grundumsatzes möglich.

http://www.gesundepfunde.com/grundumsatz-messen/ Dort findest du ebenfalls div. Anbieter der Spirometrie.

Dein restlicher Verbrauch variiert von Tag zu Tag je nachdem wie aktiv du bist. Eine Berechnung kann auch hier vorgenommen werden, muss aber dann täglich aktualisiert werden. Ist daher ziemlich aufwendig und meist äußerst ungenau.

Viele nutzen daher etwaige Fitnesstracker. Diese Investition muss natürlich jeder für sich abwägen. Eine Motivation, gerade für Anfänger ist es aber allemal. Auch helfen sie (je nach Genauigkeit) ein Gefühl für den täglichen Verbrauch (je nach Aktivität) zu bekommen. Auch wenn diese Tracker meist nur einen Richtwert ausgeben können reicht es um sich daran bei der Kalorienaufnahme zu orientieren.

Hat man den Verbauch dann ermittelt weiß man in etwa wo man sich einpendeln muss. Beim Abnehmen erzeugt man ein Defizit indem man schlichtweg weniger Kcal aufnimmt als verbaucht werden. Will man dann das Gewicht halten so hält man die Bilanz ausgeglichen.

Vergiß nicht das auch der Grundumsatz schwankt und aktualisiert werden musst sobald sich das Gewicht verändert. Evtl. empfiehlt sich am Ende einer Diät daher eine (erneute) Spirometrie.

Lg

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hallöchen, ich möchte mal Carb cycling ausprobieren, ich weiß aber nicht, wie viel Gramm Eiweiß fett und Kohlenhydrate ich jeweils brauche an den verschiedenen Tagen.

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Wie kann ich mich in Zukunft noch gesünder ernähren?

Hallo liebe Community,

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Momentan befinde ich mich noch in einem Programm welches eine Art Low Carb/Slow Carb umfasst. Nach meiner bisherigen Recherche ist mir durchaus bewusst das Low Carb, Slow Carb usw. auf kurz oder lang nicht gesund sind. Dennoch werde ich das Programm nicht vorzeitig abbrechen. Zudem gibt es klare Regeln vor welche mir die Umsetzung erleichtern. Sport ist übrigens mit inbegriffen.

Ich bin nun auf der Suche nach der Optimierung meiner jetzigen Ernährungsweise die ich dann nach dem Programm fortführen kann.

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  • Ich trinke nur stilles Wasser und ungesüßten Kräutertee
  • Ich esse viel mehr Gemüse als vor diesem Programm (zuvor gab es fast kaum Gemüse)
  • Ich verzichte so gut es geht auf Zucker (außer Fruchtzucker z.B. in Obst ab und an)
  • Ich esse kein Fast-Food mehr und greife nicht ständig auf Fertigprodukte wie z.B. Tiefkühlpizza zurück (zuvor war das wirklich mehrmals wöchentlich der Fall!)
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Obige Liste muss ich aber in einem Punkt einschränken: Dem Cheatday. Hier gönne ich mir Dinge auf die ich sonst in den restlichen 6 Tagen verzichte (was mir nicht so schwer fällt wie ich ursprünglich dachte). Sicher ist auch dieser Punkt umstritten. Für mich aber nicht zu verzichten. Ich könnte nicht mein Leben lang auf Pizza, Döner, Croissants etc. verzichten. Alleine in psychologischer Hinsicht ist mir dieser Tag recht wichtig.

Andere Punkte stören mich aber massiv an dieser Ernährungsform:

  • der hohe Fleisch- und Fettanteil (!) (Herzkrankheiten, Leberverfettung,...)
  • die hohe Zufuhr an Eiweiß, ich meine ja dies soll gerade für die Nieren nicht das beste sein, richtig?
  • die doch manchmal recht übersichtliche Speißekarte
  • Ich esse kaum Kohlenhydrate

Letzterer Punkt mag recht seltsam wirken da doch gerade das diese Ernährungsformen ausmacht. Dies ist halt sehr umstritten. Manchmal frage ich mich schon ob ich nicht lieber doch auf Kartoffeln, Reis und Nudeln zurückgreifen sollte und bin kurz davor alles hinzuschmeißen und mich mit meiner Tiefkühlpizza auf das Sofa zu schmeißen...

Dann las ich wieder vor Kurzem von High Carb Low Fat (vegan). Doch dies könnte ich so auch nicht durchziehen. Ich möchte ja so gut es geht auf Zucker verzichten (also dann high carb?...hm...) und generell auf tierische Produkte zu verzichten könnte ich nicht.

Die Lebensmittelpyramide alleine ist mir aber zu schwammig formuliert. Was soll ich nun tun?

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