Longe in Wassertrense/snaffel bit einhängen?

4 Antworten

Auch, wenns gerade schon zu spät dafür ist... Vielleicht gibt es ja nochmal so einen Vorfall.

Kappzaum drauf und wenn das Mädchen was zum Festhalten braucht, bastelst du ihr kurz einen Halsring. 

Entweder aus Zügeln um den Hals, ein Strick um den Hals, ein Steigbügelriemen oder sonstwas, was sich dafür eignet. So lernt sie direkt, dass sie sich nicht an den Zügeln festhalten darf, schadet deinem Pferd in keinster Weise und hat etwas in der Hand zum Festhalten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und 2 eigene Pferde

Hey, habe ich auch genau so gemacht😂 Halsring drum und fertig👌 Idee kam mir dann auch rechtzeitig

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Hallo,

einige Leute schwören auf das Longieren mit Trensen - ich persönlich würde es nicht machen. Eine Longe schwingt immer irgendwie ein bisschen, was sich direkt auf das Maul überträgt, zu dem ist es bei 95% der Fälle der Fall, das das Pferd sich im Genick verwirft. Pack den Kappa drauf - wozu brauch das Mädel Zügel wenns an der Longe ist. Wenn du lenken üben willst, hänge die Zügel halt in die Ringe vom Kappzaum.

Ja, das ist mir auch gerade eingefallen. Muss nur gucken, ob ich Zügel mit Karabiner have. Danke :)

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@rockyouamadeus

Wozu Karabiner dann? Zügel haben immer eine Schnalle vorne am Gebiss. Die kann man prima in die Ringe schnallen, dauert auch nicht lang. Und es klappert auch nicht so wie mit Karabinern!

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Wenn Du mit Snaffle-bit longierst, dann fädle die Longe durch den inneren Ring, unter dem Kinn entlang und klinke sie in den äußeren Ring. Damit ist die Einwirkung da wo sie hingehört, nämlich auf dem "äußeren Zügel".

LG Calimero

Hey, das habe ich auch schonmal gehört, sollte man aber auf keinen Fall machen!!

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@rockyouamadeus

Warum sollte man das was für das Pferdemaul gesünder ist nicht machen ?

Warum sollte man das was das verwerfen mindert nicht machen ?

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@WesternCalimero

Ok, eine kurze Überlegung, wie das ganze wirkt. Das Prinzip mit dem äußeren Zügel ist ja gar nicht soooo verkehrt, nur leider mit Gebiss schlichtweg nicht umzusetzen (außer mit Doppellonge). 

Bei einem Zug an der Longe drückt sich der äußere Gebissring näher ans Pferdemaul - allerdings von unten. Probier ruhig selber bei dir am Kinn aus: ans Kinn fassen und zur Seite bewegen. Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dass du den Kopf leicht verdrehst dabei. (Fass dir danach mal auf den Nasenrücken und schieb hierbei auch nach rechts und links. Hierbei bleibt die Halswirbelsäule gerade - so wirkt auch ein Kappzaum!)

Gleichzeitig wird Druck auf den inneren Zügel gegeben - gar nicht so verkehrt, wenn man ans Reiten denkt. Wir haben aber keine 2 Zügel, sondern nur ein (!) langes Seil. Langes Seil bedeutet Ungenauigkeit. Während das Gebiss also auf den Seiten Druck nach unten ausübt (nach oben geht ja schlecht, weil die Longe ja unten hängt), drücken die Seitenteile eines gebrochenen Gebisses die Laden des Pferdes zusammen. Je nachdem, wie gut oder schlecht das Gebiss passt, knallt auch das Gelenk gegen den Gaumen (Achtung, dies passiert NUR bei der Einwirkung nach unten, z.B. bei gebrochenen Pelhams/Snaffles with Shanks oder Longe durch den inneren Ring in den äußeren Ring). Da auch auf beidem gleichmäßig Druck verteilt wird bzw. werden sollte, läuft das Pferd zunächst in der Theorie mit dem Kopf gerade. 

Aber: Welcher Zügel stellt das Pferd denn beim Reiten? Der äußere wendet, der innere Schenkel biegt, der äußere Schenkel verwahrt und der innere Zügel, der stellt das Pferd im Genick. Denken wir wieder an die Longe: EIN langes Seil, keine 2 kurzen Zügel. Außerdem haben wir keinen äußeren Schenkel und auch nur eine Longierpeitsche als inneres Bein, auch die Gewichtshilfen fehlen, mit denen man natürlich auch ein Pferd stellen kann, sofern es gut ausgebildet wurde. Das fehlt dabei ja alles - d.h. wir können keine differenzierte Stellung abfragen, das Pferd guckt tendenziell eher nach außen (wegen dem Druck am äußeren Gebissring, der dann für die Außenstellung verantwortlich ist. Damit schiebt das Pferd aber das Gewicht auf die innere Schulter, kann diese nicht mehr aufrichten und läuft völlig schief auf dem Kreis. 

Ich hoffe, ich konnte dir verständlich machen, WARUM diese Methode leider einfach nur Müll ist.

An wenigen Stellen verändert kann man das auch für jede andere Verschnallung der Longe am Gebiss schreiben - aber das ist mir dann doch gerade etwas zu viel zum Tippen. 

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@Punkgirl512

Hallo Punkgirl512,

Deine Schilderung ist absolut nachvollziehbar, nur fehlen leider die entsprechenden Merkmale des Verfahrens.

Eine Longe nur am äußeren Gebissring zu verschnallen erzeugt genau das, wovon Du gesprochen hast. Aber; wenn die Longe durch den inneren Gebissring gezogen wird, sehen die Verhältnisse schon etwas anders aus. Hier ist die Belastung des inneren Ringes im Verhältnis zum äußeren zu sehen. Der innere Gebissring wird durch die Longe ebenfalls belastet. Bereits in Ruhe durch die Gewichtskraft der Longe.

Dadurch, daß man beim longieren hinter der Schulter des Pferdes steht, wird der innere Ring auch beim korrigieren der Kreisbahn nach hinten gezogen. Damit ergibt sich eine Kraftverteilung aus der Umlenkung der Zugkraft am inneren Gebissring und der Zugkraft selbst am äußeren Gebissring. Bei einem Abstand von 4 Metern ergibt sich ein Winkel von ca. 158° .Aus dem daraus resultierenden Kräfteparallelogramm ergibt sich eine Verteilung von ca. 60:40  (Zug außen):(Zug innen). (Die Rechnung ergibt 0,3746...). Die, von Dir postulierte, nach unten gerichtete Kraft ist stark abhängig von den Gebissringen (D-Ring;O-Ring...). Ein O-ring gibt nur etwa 15% der einwirkenden Kraft in eine Hebelwirkung weiter, ein D-Ring etwa 85%.

Würde man die Longe nur am inneren Ring verschnallen, so würde nach obigem Beispiel 60% der aufgewendeten Kraft versuchen das Gebiss durch das Pferdemaul zu ziehen und 40% der Kraft würden das (nun einseitig verschobene Gebiss) nach hinten ziehen, was die seitlichen Laden belastet und fern jeder reiterlichen Einwirkung ist.

Damit ist das Verfahren des durchziehens durch den inneren und Befestigung am äußeren Ring nur etwa 10% schlechter als eine Doppellonge !

Hat sich auch mal jemand Gedanken darüber gemacht, dass die Einwirkung eines Kappzaumes dadurch leichter ist, weil man durch den Zug an der Nase eine fast 250% größere Hebelwirkung hat ?? (Entfernung der Einwirkung vom Wirkungszentrum sind wirklich >=250%)

Nun bleibt am Schluss noch die Absurdität dieser Diskussion. Die Fragestellerin hatte nach einer Möglichkeit gefragt, die NICHT als Dauerlösung zu verstehen war und eben nicht unbedingt ein Kappzaum sein sollte. mit der o.a. Rechnung wurde gezeigt, daß es besser ist am äußeren Ring zu befestigen, wie von mir bereits postuliert.

LG Calimero

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Ich würde einfach mit Kappzaum wie immer longieren...

Ja, aber das Mädchen muss ja irgendwas in der Hand haben(ja, Zügel sind nicht zum Festhalten) :)

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Häng doch einen Strick in die seitlichen Ringe des Kappzaums...

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