Lokführer immer die selbe Strecke

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Es gibt viele verschiedene Einsatzstellen, unten diesen Einsatzstellen sind die Leistungen aufgeteilt. Deshalb kann man nicht pauschal sagen wie viele Strecken ein Lokführer befahren darf. Kleine Einsatzstellen haben weniger Strecken und große natürlich mehr(zb. Stuttgart, Frankfurt, Köln, usw.). In der Regel bekommt man nach und nach auf allen Strecken, welche die Einsatzstelle betreffen Streckenkunde und darf diese befahren.

Ob einem das langweilig wird, kommt auf einen selbst an. Die einen denken sich, dass sie die Strecken schon gefühlte 10000 mal gefahren sind und immer die selben Leute, Häuser und Bäume ansehen muss. Andere denken sich, dass sie froh sind, jetzt nicht im Büro zu sitzen und eine Betonwand, bzw. einen Computerbildschirm angucken zu müssen.

Innerhalb der Einsatzstelle natürlich, du fährst zb. von Stuttgart nach Tübingen, dann wieder zurück nach Stuttgart, dann fährst du nach Karlsruhe und wieder zurück und zum Abschluss fährst du noch nach Heilbronn und machst in Stuttgart dann Feierabend. Allerdings fährt ein Lokführer ja nicht nur, oft bist du auch im Abstellbahnhof und must dort Züge auf- und abrüsten (kannst du dir wie das ein- und ausschalten deines Computers vorstellen nur, dass das 30min - 1h dauert), kuppeln, eine Bremsprobedurchführen, usw.

Gruß

Sie müssen die Strecke kennen, d.h. für jede Strecke, die sie fahren brauchen sie die Streckenkunde.

Soweit ich weiß haben Busfahrer/Straßenbahnfahrer/Lokführer ein paar wenige Strecken. Die wechseln sie ab. Es ist wichtig, dass die alle Strecken sehr sehr gut kennen, wegen der Sicherheit.

Aber kann es nicht sein, dass gerade durch das ständige Fahren einer Strecke eine Routine auftritt die eine größere Gefahr ist ?

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@raabiator

Das nennt man Selbstbeherrschung und Konzentration. Das ist der Job. Es ist viel gefährlicher, wenn man täglich eine neue Route fährt, die man nicht kennt1.

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Ich weiss es von der ÖBB (also Österreich): die fahren eine Anzahl von Strecken, aber da immer die selben.

Zum Beispiel also vielleicht 5 verschiedene Strecken, und nach einem bestimmten Plan wechselt das durch.

Das kann wohl langweilig werden. Aber es erhöht auch die Aufmerksamkeit bze. die Sicherheit, weil die Lokführer die Strecke und deren Besonderheiten kennen.

Der Lokfüher muss eine Streckenkunde haben, da er auf unbekannten Strecken sonst nur eingeschränkt fahren darf - Sicherheitsaspekt. DH es muss die ersten Fahrten ein erfahrener Kollege oder Ausbilder dabei sein. Da man nun nicht alle Strecken Deutschlands aus dem Kopf kennen kann, darf man dementsprechend auch nicht überall fahren.

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