Lohnt sich Urlaubstage auszahlen lassen .?

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11 Antworten

 Meine Chefin hat mir vorgeschlagen mir diese Auszubezahlen.

Deine  Chefin sollte wissen, dass Urlaub (zumindest was den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub betrifft) während des Arbeitsverhältnisses nicht ausgezahlt werden darf.

Das Bundesurlaubsgesetz sagt dass Urlaub der Erholung dienen soll. Es hat schon seinen Grund, warum vier Urlaubswochen für jeden AN zwingend vorgeschrieben sind.

Urlaub darf nach § 7 Abs. 4 BUrlG nur abgegolten werden, wenn er wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann.

Wahrscheinlich würde Deine Chefin Dir dann auch nur das Urlaubsentgelt für die Urlaubstage bezahlen und (falls es das im Betrieb gibt) das Urlaubsgeld "vergessen".

Außerdem frage ich mich, warum  Du das jetzt schon entscheiden sollst. Der August hat erst angefangen und es sind noch ein paar Monate bis Jahresende.

... Urlaubsgeld "vergessen"

Die gängige Methode, Urlaubsansprüche in Entgelt umzuwandeln ist ohnehin nicht gerade arbeitnehmerfreundlich:

Reell wäre es folgendermaßen:

Das Jahresgehalt (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) wird durch die Anzahl der im Jahr  gearbeiteten Tage (bei genommenem Urlaub, also ca. 220-225 Tage) geteilt.

Das Ergebnis entspricht dem Gegenwert eines Arbeitstages und der Urlaub sollte damit abgegolten werden.

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Der gesetzliche Jahresurlaub soll der Erholung dienen. Also auch eine gesundheitliche Prophylaxe.

Eine Auszahlung des Anspruchs ist nur in BEGRÜNDETEN Einzelfällen möglich. (Was netto dabei heraus kommt, ist meistens recht enttäuschend)

Eine Auszahlung des Anspruchs ist nur in BEGRÜNDETEN Einzelfällen möglich.

Der einzige begründete Fall den ich kenne ist  beim gesetzlichen Mindesturlaub nach § 7 Abs. 4, dass der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann.

 

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Würde ich nie machen - Urlaub ist wichtig. Was du am Ende bekommst ist von einigen Faktoren abhängig. Die Buchhaltung kann es dir ausrechnen.

In grober Näherung:

Monatsgehalt / 22 = Wert eines Urlaubstages. Zuzüglich eines Motivationsbonusses (denn warum sollte man seinen Urlaub sonst freiwillig verkaufen?).

Das alles brutto. Wenn es Urlaub aus diesem Jahr ist, wird das glaube ich als laufender Bezug versteuert, also wie ganz normales Gehalt.

Bei deiner besonderen Situation des Splits in Grundgehalt und Provision stelle ich mir das Ergebnis aber sehr dürftig vor.

Und grundsätzlich teile ich die Haltung von Hans und GravityZero.

Ich würde mir die nicht auszahlen lassen, es sei diese würden verfallen bevor Du sie nutzen kannst.

Du musst bedenken, dass ausgezahlte Urlaubstage Dein Steuer- und SV-Brutto erhöhen. Dem zu Folge zahlst Du mehr Lohnsteuer, Solidaritätszuschläge und die Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und Pflegeversicherung) steigen auch entsprechend an.

Unterm Strich bleibt da grob geschätzt 50% von über und das ist nahezu lächerlich...

Es kommt doch ganz darauf an was das ausmacht. 

Persönlich würde ich das Geld vorziehen, wenn schon der eigentliche Urlaub völlig ausreicht. Es gibt aber Leute, die lieber mehr Freizeit haben wollen. Daher liegt es an Dir was Dir lieber ist. 

nein. Durch die Steuerprogression wird der Bruttolohn höher, die Abzüge höher.

16 Tage sind ja quasi mehr als ein halbes Gehalt. Außerdem soll man sich ja erholen & nicht in Geld auszahlen lassen

Würde es nicht machen, denn es bleibt nicht viel übrig und den Urlaub kannst du gut für dich nützen

Musst Du selbst entscheiden, ich finde es aus finanzieller Sicht lächerlich.

 

Dein Monatsgehalt wird auf Arbeitstage gerechnet und dann hast Du natürlich ganz normal Deine Abzüge, die können auch höher sein, wenn Du bestimmte Grenzen überschreitest (bekommst aber das meiste beim Jahresausgleich zurück).

 

Freizeit ist unbezahlbar - für mich.

"Das meiste" bekommt man eben nicht zurück. Die Sozialbeiträge sind weg. Dafür ist man auch nicht besser versichert.

Steuerlich kann man sogar in eine Progressionszone rutschen.

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