Lohnt sich meine private Altersvorsorge?

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2 Antworten

Ich habe bei der Ergo eine private Altersvorsorge.

Ein bisschen präziser bitte! Riester, Rürup? Ohne Förderung? Erzähl mal mehr.

Mit 65 bekomme ich dann aus dem "Topf" 28,5 Euro pro 10.000 Euro.

  • Warum läuft der Vertrag nicht bis 67?
  • Die 28,50 € sind der garantierte Rentenfaktor oder aufgrund der aktuellen Überschüsse bzw. jener aus ?

Wenn du eine realistische Einschätzung des Vertrages möchtest, wirst du hier auf der Plattform nicht bekommen. Da empfehle ich dir vielleicht mal einen Makler zu fragen.

Davon ausgehend, dass du die Versicherung gerade abgeschlossen hast, hättest du eine Bruttobeitragssumme von 24.480,- €. Daraus würde sich bei dem von dir genannten Rentenbarwert eine Rente von knapp 70,- € ergeben.

Du machst keine Angaben ob das Produkt klassisch oder fondsgebunden ist, oder wann du es abgeschlossen hast.

Ich gehe daher einfach mal von einer Verdoppellung des Guthabens aus aufgrund des Zinseszinseffekts, nach Abzug der Kosten. Dann hättest du daraus eine Bruttorente von ca. 140,- € im Monat....

Lohnt sich nicht, in keinem Jahrhundert.

Hinter diesem neoliberalen Unfug sitzt nichts anderes als reine Marktgläubigkeit, mit Geld gar Geld zu verdienen.

Wenn Du im Alter eine Rente von 1.000€ im Monat erhalten willst, dann wirst Du auch jetzt 1.000€ im Monat sparen müssen.
Warum ist dem so?

Warum funktioniert die gesetzliche Rente, halbwegs?
Weil es 3 Einzahler je Rentner hat, genau daraus werden die Renten bezahlt.
Bei den privaten rechnet sich das nach Lebenserwartung.
Jeder Einzahler der das Rentenalter nicht erreicht und jeder der kürzer lebt als die rechnerische Lebenserwartung (96 Jahre) erhöht das Kapital der Versicherung.
Das nennt sich "sozialverträgliches Versterben"...neoliberal ist asozial.

Weil es 3 Einzahler je Rentner hat

Nope. Es sind etwa 2,1 aktuell.

Bei den privaten rechnet sich das nach Lebenserwartung.

Nicht nur.

Demographie spielt natürlich eine große Rolle bei der Ermittlung der Sterbetafeln. Es ist immer aber auch ein Risikopuffer drin und die Kosten des Versicherers spielen eine Rolle, sowie die Art der Anlage.

Niedrigzinsen sind nicht gerade hilfreich. Klassische Anlagen bringen nichts, bei fondsgebundenen kommt es extrem auf den Fonds an. Kann besser performen, kann aber auch Käse sein. Zusätzliche Garantien kosten zusätzliches Geld.

Jeder Einzahler der das Rentenalter nicht erreicht und jeder der kürzer lebt als die rechnerische Lebenserwartung (96 Jahre) erhöht das Kapital der Versicherung.

Das Kapital fließt nur dann an die Versichertengemeinschaft, wenn keine Hinterbliebenen benannt sind. Bei Tod vor Leistungsbeginn werden die Summe der eingezahlten Beiträge i.d.R. zurückgezahlt und bei Tod nach Rentenbeginn kommt es darauf an, ob eine Rentengarantiezeit vereinbart wurde.

Auch andere Möglichkeiten des Hinterbliebenenschutzes sind möglich.

Dass eine Versicherung als Wirtschaftsunternehmen Geld verdienen muss, versteht sich auch von selbst. Jedes Unternehmen das mehr ausgibt als es einnimmt, ist irgendwann bankrott.

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@kevin1905

Kapitaldeckung heißt das Zauberwort.
Es kann nur so viel Rente ausbezahlt werden wie an Kapital eingezahlt wurde.

Aus 100€ Einzahlung kommen auch nur 100€ bei heraus, falls die Kosten vorher amortisiert wurden, sonst sind es eben nur noch 80€.

Wäre der Kapitalismus kapitalgedeckt gäbe es keine Verschuldung, keine Finanz- und Schuldenkrise.
So aber ist es nicht.

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