Lohnt sich leasen bei Viel-Fahrer?

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9 Antworten

Hallo bremen2911,

da solltest du erst mal deinen Steuerberater rechnen lassen, ob sich Leasing wirklich lohnt für dich oder ob du dich evtl. besser auf deine Dienstfahrten mit einem ausgeliehenen Fzg. (von Frau z.B.) konzentrieren solltest:

Leasing: Neupreis z.B. 30.000 €, 20% Sonderzahlung mit 6.000 € einmalig und mtl. Leasingrate von 300 € ergibt bei einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 € im Jahr eine Steuerersparnis im 1. Jahr von (6.000 + 3.600) x 42% = 4.032 €, ab dem 2. Jahr noch 3.600 x 42% = 1.512 €

besser Dienstfahrten: ca. 110 km/Tag x 220 Arbeitstage x 0,30 € = 7.260 €
evtl. noch Mehraufwendungen für Verpflegung zusätzlich absetzbar und damit eine Steuerersparnis von mind. 3.050 € pro Jahr ! ;-)

Alles klar??? Dann kannst du locker jedes Jahr der Frau 1.500 € zahlen fürs gebrauchte Vehikel...

Gruß siola55

Das ist kein größeres Problem. Es gibt keine "Kilometerbegrenzung". Wenn du die Strecke weißt, die du im Jahr fährst, kannst du den Leasingvertrag entsprechend gestalten. Kilometerleasing ist dabei das richtige. Beim Restwertleasing ist der Wertverlust wie beim Kauf dein Risiko.

Ansonsten gilt folgendes:

Man kann vergleichsweise preiswert Auto fahren, wenn, manein Fahrzeug für 2.000 € erwirbt Kumpels hat, die meinen, dass sie sich damitauskennen und Reparaturen „so“ machen und das Fahrzeug dann nach 4 Jahren für300 € verkaufen. Das ist möglich. Das ist aber nicht die Alternative, mit derman Leasing von Neufahrzeugen vergleichen kann. Neufahrzeuge sind gerade keinegebrauchten 10 Jahre alten Altfahrzeuge. Dies ist ein völlig anderesMarktsegment.

Was Leasing angeht werden immer vier Vermutungengeäußert:

1. Ist teuer.

2. Lohnt sich nur für Gewerbetreibende.

3. Das Fahrzeug gehört einem nicht.

4. Bei der Rückgabe werden Kratzer und andere kleine Beschädigungen sowieMehrkilometer teuer in Rechnung gestellt.

Zu. 1. Das Leasing teuer ist, liegt nicht am Leasing selbst, sondern daran,dass es sich hier meist um Neuwagen handelt. Und Neuwagen sind auch alsKauffahrzeuge teuer.

zu 2. Als Gewerbetreibender kann man - anders als Privatleute - seineFahrzeugkosten von der Steuer absetzen. Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, diegekauft wurden, ist also nicht leasingtypisch.

zu 3. Bei einem Kauffahrzeug hat man ebenfalls einen Wertverlust, der jedochnicht monatlich , wie beim Leasing, sondern schon beim Kauf in einer Summefällig wird und sich beim Verkauf realisiert.

zu 4. Das sieht beim Verkauf eines neueren Gebrauchtwagens ganz genauso aus.

Leasing ist gleichwohl nicht immer der günstigste Weg ein Auto zu fahren, kommteben entscheidend auf die Raten an.

Lohnt sich nur, wenn du die Kosten steuerlich absetzen kannst.

Leasen bedeutet mieten. Egal, wie die Kostenrechnung in deinem konkreten Fall aussehen würde: Niemand vermietet Etwas, ohne damit einen Gewinn zu erzielen. Da muss Einem schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass leasen mehr kostet als die eigentliche Nutzung des Autos.

Du solltest deine Meinung aktualisieren:

Die Abschaffung der Zinsen hat sich auch auf die Leasingraten ausgewirkt. Und die Autofirmen verleasen die Fahrzeuge gelegentlich nicht um Gewinn zu machen, sondern um Verluste zu minimieren. Das kann sich sehr wohl rechnen. Aktuell habe ich einen neuen VW für 99 €/Monat für 2 Jahre ohne Sonderzahlung mit 22.500  Freikilometer.

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@lesterb42

Was ist in den 99 € enthalten. Oder anders gefragt: Zahlst du, ausser Tanken, nichts weiter, ausser den 99 €?

Wie sieht die Gegenrechnung aus, wenn du das gleiche Fahrzeug kaufst, damit 22500 km in 2 Jahren fährst und es dann wieder verkaufst?

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@ronnyarmin

Wenn ich mir bei mobile die Verkaufspreise von einem Tiguan(NP 27.000 €) Bj. 2015 ansehe, fangen die bei 16.000 € an. Der Wertverlust würde in 2 Jahren also 10.000-12.000 € betragen statt 24 x 99 € =  2.376 €. Mit dieser Rate ist der Wertverlust  abgedeckt und die Kapitalbindung. Neben den 99 € zahle ich Versicherung und Steuern. Die 1. Inspektion ist bei 30.000 km fällig, würde hier also auch entfallen und dank Allwetterreifen brauche ich auch keine Reifenwechsel in den 2 Jahren. Bei möglichen Reparaturen greift die Gewährleistung des Herrstellers.

Möglicherweise sind meine Annahmen nicht zu 100 % richtig. Die Leasingrate ist jedoch richtig und in diesem Fall die günstigere Variante.

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@lesterb42

Ich habe auch mal geschaut: Den Tuareg bekommt man in der preiswertesten Ausführung mit Rabatt für ca 21.000 €. Macht in 2 Jahren einen Wertverlust von ca. 5000€ und liegt damit immer noch erheblich über den Kosten deines Leasingvertrages.

Das hätte ich nicht gedacht. Wobei du damit ein Schnäppchen gemacht hast, das wohl zeitlich begrenzt war. Im Moment finde ich kein Angebot mit Kilometerleasing unter 250€/Monat/10.000km. Da wäre kaufen schon wieder günstiger.

Ich aktualisiere meine Meinung aber trotzdem: Es gibt günstige Leasingverträge, bei denen man weniger zahlt, als würde man das Auto kaufen. Die muss man aber erstmal finden.

Die allgemein gestellte Frage nach DEM Leasing ist nicht beantwortbar. Zumal der Fragesteller auf eine jährliche Fahrleistung von rd. 40.000km kommt. Konditionen für einen solchen Leasingvertrag habe ich keine gefunden.

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Die hohe Kilometerzahl wird das Leasing sehr teuer machen - hinzu kommt, dass Du diese Laufleistung für mehrere Jahre festlegen musst, also eher unflexibel.

"Alte Autos" müssen nicht unzuverlässig sein - solange die Laufleistung sich in Grenzen hält und sie gut gewartet sind. Das wird man nicht für 2.000 € bekommen, aber um 5.000 € fängt es dann durchaus langstreckenkompatibel an...

Die Frage kann man so nicht pauschal beantworten, das hängt von vielen Faktoren ab. 

Ich persönlich bin kein Freund des Leasings, da die Finanzierungskurve ganz anders verläuft als bei einer klassischen Finanzierung, was wiederum bedeutet, dass man entweder gar nicht vorzeitig aus einem Leasing-Vertrag herauskommt oder nur mit immensen Kosten. Läuft der Leasingvertrag auf Dich persönlich und Du verlierst Deinen Job, dann hast Du ganz schnell ein Problem. Ganz abgesehen von dem Kostenrisiko bei Rückgabe des Wagens zum Leasingende.

Wie sieht denn das Kostenrisiko beim Verkauf eines eigenen Fahrzeugs aus?

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@lesterb42

Das hast Du doch viel mehr selbst in der Hand und bist nicht nahezu vollständig dem Leasinggeber und dem bestellten Gutachter ausgeliefert. 

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@zombilabim

Über das "viel" mehr kann man jetzt streiten. Richtig ist, dass du den Zeitpunkt des Verkaufs selbst bestimmen kannst. Wenn du das Auto behälst, hast dann aber ein altes Fahrzeug. Um den Wertverlust kommst du in keinem Fall drum herum.

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Du kannst doch auch einen Leasing-Vertrag über 300.000 km in 2 Jahren abschliessen. Kostet dann halt dementsprechend.

Wenn Du die Leasingraten steuerlich verwerten kannst oder ein gutes Angebot findest, dann ist es besonders sinnvoll.
Es gibt auch Webseiten, auf denen laufende Leasingverträge preiswert abgegeben werden.

Der Nachteil beim Leasing ist halt, dass einem nichts gehört. Man zahlt für die Nutzung des Autos und ist dann auch noch alleinverantwortlich dafür. Es gibt Leasingverträge, die den Service in Vertragswerkstätten vorschreiben und eine Vollkasko verlangen. 
Meiner Meinung nach lohnt sich das eher bei gewerblicher Nutzung, aber Privatleasing ist ganz und gar nicht unüblich. Ich finde es sogar sinnvoller als Finanzierung, aber nur, weil ich keine Finanzierungen mag. Entweder kann ich mir etwas kaufen  oder ich kann es nicht.

Muss jeder selber wissen. Aber wenn jemand sagt, dass Leasing grundsätzlich schlecht ist, dann hat er keine Ahnung.

ja natürlich lohnt sich das..du zahlst letzendlich bei leasing ja nur den wertverlust mehr oder weniger

aber wenn natürlich ne menge kratzer, dellen, steinschläge drinnen sind...zahlst du am ende der laufzeit immer drauf aber grundlegend gibt es zum besipiel für den BMW 320d oder die Mercedes C klasse gute angebote für 500€ im monat

ja natürlich lohnt sich das..du zahlst letzendlich bei leasing ja nur den wertverlust mehr oder weniger

Aha. Der Leasinggeber stellt einem das Auto also zur Verfügung, ohne daran zu verdienen? Warum sollte er das machen?

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Leasing ist eigentlich nur für Selbständige sinnvoll. Wenn man Vielfahrer ist, ist der Wertverlust zu extrem. Beim Leasing wird mit Restwert des Fahrzeuge gearbeitet, evtl. zahlt man hinterher drauf, es sei denn man übernimmt das Fahrzeug selber.

Alles durcheinander. Der Wertverlust bleibt beim Leasinggeber und Restwert hast du beim Kilometerleasing nicht.

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@lesterb42

Dann musst Du das auch schreiben, dass Du auf KM least. Trotzdem lohnt es sich nur für Selbständige, die können die Rate absetzen und die Vorsteuer geltend machen.

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Beim Leasing wird mit Restwert der Fahrzeuge gearbeitet, evtl. zahlt man hinterher drauf, es sei denn man übernimmt das Fahrzeug selber...

...oder bremen2911 entscheidet sich gleich für die Variante km-Abrechnung statt Restwertabrechnung ;-)

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@siola55

UB Franke:

Ich habe verstanden, dass es hier um Leasing geht. Wenn du
aber behauptest Leasing lohnt sich nur für Selbständige, musst du das doch mit
einer Alternative vergleichen. Und  es
ist selbstverständlich so, dass Selbstständige auch bei einem gekauften
Fahrzeug die laufenden Kosten, die Finanzierungskosten und über die
Abschreibung auch die Anschaffungskosten gewinnmindernd berücksichtigen können.
Insoweit gibt es einkommensteuerrechtlich grundsätzlich keinen besonderen
Vorteil für das Leasing, auch wenn das regelmäßig so behauptet wird.

Als Privatperson kannst du weder die Kosten für ein
geleastes noch für ein gekauftes Fahrzeug steuerlich geltend machen. Den
Aufwand für ein Fahrzeug musst du dann deshalb immer aus versteuerten Einnahmen
bestreiten. Leasing macht gleichwohl Sinn, wenn die Raten entsprechend niedrig
sind.

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@lesterb42

Die Raten sind aber nicht niedrig, das weisst Du sehr wohl. Warum muss ich eine Alternative zum Vergleich bringen? Die Frage war, ob es sich lohnt. Die ist von meiner Seite her beantwortet. Privat lohnt es sich nicht!!

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@UBFranke

Ich habe jetzt erfolglos versucht, dir die Unterschiede zwischen privat und selbständig zu erklären und zwischen Leasing und Kauffahrzeug. Du bleibst bei deiner Meinung. Ist doch auch nicht schlimm.

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@lesterb42

Die Unterschiede kenne ich doch, die musst Dur mir nicht erklären. Privat ist zu teuer und das ist Fakt.

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Ja, lohnt sich aufjedenfall auch wenn ich lieber mein Auto mein eigen nennen will.

Inwiefern? Stelle doch bitte eine Kostenaufstellung für beide Fälle auf, so dass deine Aussage nachvollziehbar ist.

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@ronnyarmin

Guter Ansatz, im Gegensatz zum Kilometerleasing kann man den Restwert bei einem gekauften Fahrzeug eher schwer kalkulieren.

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