Lohnt sich eine online Anzeige gegen Betrug bei Ebay zu machen?

7 Antworten

Eine Anzeige bringt dich nicht weiter. Das ist ein rein strafrechtlicher Vorgang. Dadurch bekommst du weder deine Ware, noch dein Geld zurück. Natürlich kannst du Anzeige erstatten, aber diese wird wohl im Sande verlaufen.

Auf die Schnelle habe ich dir leider keine Lösung für das Problem parat.

Du könntest dein Geld zurückfordern. Allerdings wird dir der Verkäufer, wenn es sich tatsächlich um einen Betrüger handelt, weder den Sitz, noch das Geld schicken. Folglich könntest du nur den Rechtsweg per Gericht einschlagen, was erst mal Geld kostet und ausserdem dauert.

Wer etwas verspricht, muss sich auch daran halten. Und wenn nicht, kann es teuer werden. Mit dem häufig verwendeten Zusatz "keine Gewährleistung" versuchen viele Privat-Verkäufer auf eBay ihren Kopf aus der Haftungs-Schlinge zu ziehen. Doch nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) klargestellt, dass dies so einfach nicht geht. Grund des Streits war ein "schönes Wanderboot", dass sich jedoch bei genauerem Hinsehen als vermodertes Wrack entpuppte.
"Verkauf von privat an privat unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung." Sätze wie diese finden sich zu Hauf in vielen eBay-Auktionen von privaten Verkäufern. Doch trotz solcher Formulierungen muss auch ein privater Verkäufer dafür haften, dass die von ihm verkaufte Ware hält, was er in seiner Angebotsbeschreibung verspricht. Das hat am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden (Aktenzeichen: VIII ZR 96/12).
Vermodertes Motorboot
Anlass für diese Entscheidung war ein Streit um ein Motorboot. Eine Frau hatte auf eBay ein älteres Motorkajütboot mit Bootsanhänger für 2510 Euro ersteigert. Der Holzrumpf des Bootes war jedoch durch Schimmelbefall marode, undicht und damit nicht mehr seetauglich. Damit war das Boot für die Käuferin unbrauchbar. Das wurde auch durch einen von der Kundin konsultierten Gutachter bestätigt, der die Kosten für einen Reparatur auf 15.000 Euro schätzte.
Die Käuferin erklärte darauf hin den Rücktritt vom Kaufvertrag und forderte ihr Geld zurück. Der private Verkäufer aus Berlin erklärte, die Mängel nicht gekannt zu haben und berief sich zudem darauf, dass er in der Angebotsbeschreibung und auch in dem später unterzeichneten Kaufvertrag explizit die Gewährleistung ausgeschlossen hatte. Später verweigerte er die Rückabwicklung mit der Begründung, die Käuferin hätte ihm keine Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben.
Versprochene Eigenschaft darf nicht fehlen
Der BGH entschied zu Gunsten des Käufers, denn der Verkäufer hatte das Boot in seiner Beschreibung unter anderem mit dem Satz "Man kann also auch mit dem Boot auf Reisen gehen" als fahrtüchtig beschrieben. Durch den Schimmelbefall fehlte dem Boot aber genau diese versprochene Eigenschaft. Auch der erklärte Ausschluss jeglicher Gewährleistung entbindet laut dem BGH-Urteil den privaten Verkäufer nicht von der Haftung, wenn er eine Eigenschaft in der Artikelbeschreibung zugesichert hat.
Verkäufer muss nachbessern dürfen
Die mangelnde Gelegenheit zur Nachbesserung war für den BGH kein Grund, im Sinne des Verkäufers zu entscheiden. Dennoch erläuterte das Gericht in der Urteilsbegründung, dass ein Käufer bei einer Mängelrüge dem Verkäufer zunächst grundsätzlich die Chance zur Nachbesserung geben muss. Der BGH verwies den Fall damit zur Neuverhandlung zurück an das Landgericht Berlin.
Was bedeutet das in der Praxis?
Das Urteil bedeutet in der Praxis, dass auch private Verkäufer über die Eigenschaft der von ihnen zum Verkauf angebotenen Waren wahre und vollständige Angaben machen müssen. Wer ein gebrauchtes Auto verkauft, darf weder Schäden und Mängel verschweigen, noch darf er beispielsweise falsche Angaben zum Kilometerstand oder der Anzahl der Vorbesitzer machen.
Macht er dennoch falsche Angaben, dann ist ein in der Angebotsbeschreibung formulierter Ausschluss der Gewährleistung unwirksam. Er muss die Schäden auf seine Kosten beseitigen oder das Auto gegen Erstattung des Kaufpreises zurück nehmen. Sind dem Verkäufer die Mängel bekannt und verschweigt er sie absichtlich, kann sogar ein Strafverfahren wegen arglistiger Täuschung drohen.
Von t online

Ich würde mich mal an Ebay wenden ...da kann man nämlich einen Fall wegen nicht erhaltener Ware eröffnen.

Ebenso wäre es sinnvoll Paypal einzuschalten,falls Du mit Paypal bezahlt hast.

Ebay wird dann auch alle notwendige unternehmen um den Verkäufer in die Zange zu nehmen und dazu auffordern, die Ware umgehend zu versenden und notfalls auch dafür sorgen, dass dessen Konto bei Ebay dicht gemacht wird.

Du solltest Dich damit aber mal ein bisschen beeilen, denn DU kannst Fälle nur über eine bestimmte Frist eröffnen. Und immer Nachweis  führen, was Du unternommen hast. am besten Emails schreiben, die kann man immer nachweisen, Telefonate nur in Anwesenheit eines mithörenden Zeugen (sollte vielleicht nicht grade der Ehemann sein) führen.

Alles mit Datum und Zeit dokumentieren. So hast Du dann auch eine reelle Chance die Sache über einen Anwalt zur Klage zu bringen. Die Klage würde der Verkäufer deutlich verlieren und müsste dann für den Fall sogar Deine außergerichtlichen/wie auch gerichtlichen Kosten erstatten, was auch die Anwaltskosten betrifft.

Hoffe es regelt sich....

Liebe Grüße

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