Lohnt sich eine Magen Sonde in diesem Fall?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ich will keinem Vorwürfe machen,denn wer privat pflegt, und somit sein Bestes gibt, was er kann, braucht das nicht. Ich finde wer seine Angehörigen zu Hause versorgt leistet sehr viel. Der Hausarzt allerdings hätte euch besser beraten können. Mit Unterstützung der häuslichen Pflege, die es eigentlich überall gibt. Aber nun ist es wie es ist. Was äußert deine Oma zu ihrem jetzigen Zustand? Da ihr sie pflegt,könnt ihr es vielleicht auch erahnen, wenn sie sich nicht mehr äußern kann. So eine PEG hat leider nicht nur Vorteile, sicher die Ernährung wird gesichert, sie ist es aber auch dann, wenn es deiner Oma noch schlechter gehen sollte, was ich ihr nicht wünsche. Wenn ihr diese PEG weglasst, ist es mehroder weniger definitif, dass sie stirbt. Aber auch dies müsst ihr nicht alleine stemmen, holt euch Hilfe bei der ambulanten Pflege, vielleicht gibt es bei euch auch soetwas wie Hospizbetreuung oder eine Sitzwachengruppe. Eventuell bekommt ihr auch Auskunft über die Krankenkasse, wereuch weiter helfen kann. Bei uns im Landkreis gibt es auch eine Vereinigung von Ärzten, die beim Sterben eines Menschen die Angehörigen begleiten. Dass deine Omazum Beispiel keine unnötigen Schmerzen erleiden muss. Die nennen sich bei uns SAPV.

So wie du den Zustand deiner Oma schilderst, würde ich bei meiner Oma keine PEG legen lassen, denn bei ihr hätte ich gewußt, dass sie das nicht gewollt hätte. Ich bin für ein humanes Sterben, denn auch dieser Prozeß gehört zum Leben.

Beratet dies gemeinsam in der Familie, denn ihr müsst den Entschluß gemeinsam tragen.

Ich wünsche euch eine gute Entscheidung,sie ist nicht leicht,aber gemeinsam istes leichter zu ertragen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von chocoliiina
14.12.2015, 08:57

Danke für deine tolle Antwort!

Ihr Zustand wird immer unerträglicher für uns. Sie redet garnicht mehr, trinkt nur noch wenige Schlücke. Sie möchte essen, hat auch hunger, aber sobald sie ein Stück runterschuckt, kommt es ihr hoch und sie spuckt es aus.

Eine PEG-Sonde hat das Krankenhaus auch nicht empfohlen. Meine Familie ist auch dagegen.

0

Bei den Infusionen hatte das Krankenhaus vielleicht etwas übertrieben. Könnte der Arzt deiner Oma nicht für eine gewisse Zeit ein harntreibendes Medikament verschreiben? Dann bestünde eventuell die Hoffnung, dass sich ihre Schwellungen bald wieder zurückbilden. Wie konnte es zum Dekubitus in derartiger Ausprägung kommen? Deine Oma konnte tagsüber nicht in einem Pflegerollstuhl sitzen? Warum wurden die Magenprobleme, die Speiseröhrenentzündung deiner Oma nicht rechtzeitig behandelt? Die arme Oma, wer hatte sie gepflegt bzw. macht das noch? Das klingt nach Pflegenote ungenügend! Leidet die Oma an Schluckbeschwerden, d. h. wäre eine PEG-Sonde schon lange sinnvolll gewesen? Hatte sie während ihrer Krankheit einmal einen Physiotherapeuten (Versteifung der Gelenke) zu Gesicht bekommen? Jetzt scheint das Kind in den Brunnen gefallen zu sein. Deine bedauernswerte Oma, in ihrem Zustand würde ich nicht zu einer Magensonde raten. Liegt sie in einem Heim? In diesem Heim möchte ich nicht liegen. Deine Oma benötigt jetzt Palliativpflege in einer guten Pflegeeinrichtung bzw. in einer Hospizeinrichtung  oder auch bei euch zu Hause, wenn ihr euch das zutraut, mit speziell ausgebildeten Pflegekräften und Ärzten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von COWNJ
06.12.2015, 18:29

Mit Schluckbeschwerden meine ich neurologische Schluckbeschwerden, wegen ihrer Speiseröhrenentzündung dürfte sie sowieso welche haben.

0

Was möchtest Du wissen?