Lohnt sich eine Magen Sonde in diesem Fall?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich will keinem Vorwürfe machen,denn wer privat pflegt, und somit sein Bestes gibt, was er kann, braucht das nicht. Ich finde wer seine Angehörigen zu Hause versorgt leistet sehr viel. Der Hausarzt allerdings hätte euch besser beraten können. Mit Unterstützung der häuslichen Pflege, die es eigentlich überall gibt. Aber nun ist es wie es ist. Was äußert deine Oma zu ihrem jetzigen Zustand? Da ihr sie pflegt,könnt ihr es vielleicht auch erahnen, wenn sie sich nicht mehr äußern kann. So eine PEG hat leider nicht nur Vorteile, sicher die Ernährung wird gesichert, sie ist es aber auch dann, wenn es deiner Oma noch schlechter gehen sollte, was ich ihr nicht wünsche. Wenn ihr diese PEG weglasst, ist es mehroder weniger definitif, dass sie stirbt. Aber auch dies müsst ihr nicht alleine stemmen, holt euch Hilfe bei der ambulanten Pflege, vielleicht gibt es bei euch auch soetwas wie Hospizbetreuung oder eine Sitzwachengruppe. Eventuell bekommt ihr auch Auskunft über die Krankenkasse, wereuch weiter helfen kann. Bei uns im Landkreis gibt es auch eine Vereinigung von Ärzten, die beim Sterben eines Menschen die Angehörigen begleiten. Dass deine Omazum Beispiel keine unnötigen Schmerzen erleiden muss. Die nennen sich bei uns SAPV.

So wie du den Zustand deiner Oma schilderst, würde ich bei meiner Oma keine PEG legen lassen, denn bei ihr hätte ich gewußt, dass sie das nicht gewollt hätte. Ich bin für ein humanes Sterben, denn auch dieser Prozeß gehört zum Leben.

Beratet dies gemeinsam in der Familie, denn ihr müsst den Entschluß gemeinsam tragen.

Ich wünsche euch eine gute Entscheidung,sie ist nicht leicht,aber gemeinsam istes leichter zu ertragen.

Danke für deine tolle Antwort!

Ihr Zustand wird immer unerträglicher für uns. Sie redet garnicht mehr, trinkt nur noch wenige Schlücke. Sie möchte essen, hat auch hunger, aber sobald sie ein Stück runterschuckt, kommt es ihr hoch und sie spuckt es aus.

Eine PEG-Sonde hat das Krankenhaus auch nicht empfohlen. Meine Familie ist auch dagegen.

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@chocoliiina

Ich wünsche euch für die kommende Zeit sehr viel Kraft. Informiert euch, wer in eurer Nähe euch unterstützen kann, es ist kein leichter Weg! Manchmal braucht man auch jemanden zum reden, wenn ihr wollt kann ich euch so unterstützen. Wo wohnt ihr? Setzt euch mit ambulanten Diensten in Verbindung, vielleicht gibt es auch eine Hospizgruppe bei euch ....

Viel viel Kraft für eure gemeinsame Entscheidung, sie war bestimmt die richtige. Manchmal muß man seine Liebsten gehen lassen.

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Bei den Infusionen hatte das Krankenhaus vielleicht etwas übertrieben. Könnte der Arzt deiner Oma nicht für eine gewisse Zeit ein harntreibendes Medikament verschreiben? Dann bestünde eventuell die Hoffnung, dass sich ihre Schwellungen bald wieder zurückbilden. Wie konnte es zum Dekubitus in derartiger Ausprägung kommen? Deine Oma konnte tagsüber nicht in einem Pflegerollstuhl sitzen? Warum wurden die Magenprobleme, die Speiseröhrenentzündung deiner Oma nicht rechtzeitig behandelt? Die arme Oma, wer hatte sie gepflegt bzw. macht das noch? Das klingt nach Pflegenote ungenügend! Leidet die Oma an Schluckbeschwerden, d. h. wäre eine PEG-Sonde schon lange sinnvolll gewesen? Hatte sie während ihrer Krankheit einmal einen Physiotherapeuten (Versteifung der Gelenke) zu Gesicht bekommen? Jetzt scheint das Kind in den Brunnen gefallen zu sein. Deine bedauernswerte Oma, in ihrem Zustand würde ich nicht zu einer Magensonde raten. Liegt sie in einem Heim? In diesem Heim möchte ich nicht liegen. Deine Oma benötigt jetzt Palliativpflege in einer guten Pflegeeinrichtung bzw. in einer Hospizeinrichtung  oder auch bei euch zu Hause, wenn ihr euch das zutraut, mit speziell ausgebildeten Pflegekräften und Ärzten.

Mit Schluckbeschwerden meine ich neurologische Schluckbeschwerden, wegen ihrer Speiseröhrenentzündung dürfte sie sowieso welche haben.

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@COWNJ

Danke erstmal für deine Nachricht. Meine Oma wird seit 2012 24h lang von meiner Mutter und ihren 3 Schwestern im Wechsel gepflegt. 

Der Dekubitus entstand durch permanentes Sitzen (als sie noch sitzen konnte). Durch ihre Stärke demenz wollte sie nicht verstehen, dass sie liegen muss oder ihre Haltung ständig ändern muss. Seit ca 2012 kann sie alleine nicht mehr aufstehen bzw laufen. Somit war sie auf die Hilfe ihrer Tochter angewiesen. Dekubitus entstand allerdings erstmals im Krankenhaus durch mangelnde Umlagerung der Krankenschwestern. Dies hat sich zu hause verschlimmert bis ihr dann haut immer mehr weg geschnitten wurde. Somit wurde sie komplett bettlegerisch dieses jahr. 

Ihr Hausarzt wollte ihr keine Gymnastik verschreiben da es sich wohl in seinen Augen nicht lohnen würde, da sie sowieso nur liegt und sich nicht mehr normal bewegen konnte. 

Die Magenbeschwerden seien auch so schlimm ausgeprägt dass keine Verbesserung in Sicht ist. Die Magen Probleme entstanden auch erst in den letzten paar Monaten die bei einer Magenspiegelung entdeckt wurden. Schluckbeschwerden hat sie auch. 

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Ich spiele schon mit dem Gedanken, sie zuhause auf zu nehmen, zu betreuen und mir eventuell eine pflegehelferin für paar stunden am tag zu holen, was haltet ihr davon? natürlich wäre das jetzt zuviel um ins Detail zu gehen aber vielleicht hat jemand von euch schonmal die erfahrung gemacht, oder kennt sich gut aus in dem Thema.

Vielen Dank vorab

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