Lohnt sich eine Klage bzgl. Erhöhung des Kindesunterhalts in meinem Fall?

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5 Antworten

wenn du nicht am ball bleibst ist der anspruch verjährt. ich würde erstmal zum jugendamt stapfen. die haben jeden tag mit dem kram zu tun.

Auf jeden Fall schnellstmöglich aktiv werden! Das kann auch über eine Beistandschaft durch das Jugendamt geschehen.

Meines Wissens werden Kindsunterhaltskosten NICHT durch eine Privatinso "gelöscht", also mach hinne!

Der Mindestanspruch des Sohnes sind imemrhin 488€ im Monat!

Abzüglich Kindergeld!

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@Eifelmensch

abzüglich das halbe Kindergeld, wenn schon berichtigen, dann richtig ;-)

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@Dea2010

Nee, die 488,-€ sind doch wohl der Mindestunterhalt für Volljährige. Bei Volljährigen wird das Kindergeld ganz auf den Bedarf angerechnet!

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Der Sohn wird in wenigen Monaten volljährig.

Ab der Volljährigkeit werden beide Eltern dem Kind gegeüber barunterhaltspflichtig. Das heißt auch du und nicht nur der Vater müssen Unterhalt zahlen.

Von daher wird eine Klage zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel bringen.

Bis die Sache vor Gericht ist, ist Sohnemann vermutlich schon volljährig.

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Ohne Informationen zu deinem Einkommen, Wohneigentum, Entfernung zur Arbeitsstelle etc.... kann man keine Einschätzung zu den Unterhaltszahlungen machen.

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Schau mal in die Düsseldorfer Tabelle und in die unterhaltsrechtlichen Leitlinien deines zuständigen OLGs. Dort steht zu Unterhalt und Einkommen alles beschrieben.

Hallo Eifelmensch, dass ist mir klar, dass auch ich unterhaltspflichtig bin. Habe damit auch kein Problem..ich hab allerdings ein Problem alles alleine zu bezahlen..so wie es die letzten 17 Jahre war. Abgesehen davon geht mein Sohn ja noch 2 Jahre auf die Schule und danach Zivi Studium also es geht noch um ein paar Jahre Unterhalt. Trotzdem Danke für Deinen Kommentar...bist bestimmt männlich:-)

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@Eifelmensch

Lieg ich falsch? Ist mir nur aufgefallen, weil du das "auch du" dick markiert hast. War aber nicht böse gemeint.

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@Minnie71

Nein Minnie, liegst nicht flasch. :-)

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Nur, die Art, wie die Frage gestellt ist, erweckt den Eindruck, dass dir die rechtlichen Grundlagen des Volljährigenunterhalts nicht klar gewesen sei.

Nun, dem ist offensichtlich nicht so. Um so besser.

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Was du jetzt machen noch kannst ist deinen Exmann zur Auskunft, mit Fristsetzung von 2 Wochen und ansonsten Klagedrohung, aufzufordern.

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Bei Unwilligkeit deines Ex wird es jedoch schwierig sein die ganze Sache noch vor der Volljährigkeit deines Sohnes über die Bühne zu bekommen.

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Existiert der Unterhaltstitel über die 255,-€ noch?

Ist dieser befristet oder unbefristet?

Falls dieser unbefristet ist, geht er mit Volljährigkeit auf deinen Sohn über.

Falls du eigenes Einkommen hast, wäre mit diesem Zahlbetrag wohl der Anteil des Vater gedeckt. (Ohne genaue Angaben zu Einkommen etc. aller Beteiligten, kann man das natürlich nicht genau sagen).

Bei Fernfahrern sind ein großer Teil des Einkommens Spesen und Zuschläge, die nur teilweise unterhaltsrelevant sind.

Solange dein keine 21 ist, bei dir wohnt und noch zur Schule geht, ist er mit seinen minderjährigen Geschwistern unterhaltsrechtlich gleichgestellt. Das nennt sich Privilegierung.

Die Zahl aller Unterhaltsberechtigten hat dann Einfluss auf die Stufung nach der Düsseldorfer Tabelle.

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@Minnie71

Falls dein Sohn dann auf die Geltendmachung der Ansprüche gegen den Vater verzichtet, kannst du nichts machen. Das Erwachsenenalter bringt halt nicht nur zusätzliche Rechte sondern auch Pflichten mit sich.

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Da Sohnemann bei dir lebt, musst du dann eben einen gewissen Druck ausüben, wenn nur dein Anteil am Unterhalt fließt, denn wohnen, essen, Wäsche etc. ist eben nicht umsonst. Dann gibts halt kein Tschengeld mehr..... Ich denke mal, das wirst du schon geregelt bekommen.

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Die Kosten eines Verfahrens hat grundsätzlich derjenige zu tragen, der einen Klagegrund setzt.

Also, falls Papi nicht zahlt, obwohl er zahlen müsste, wird er in einem Verfahren die Kosten tragen müssen.

Das gilt sowohl für eine Auskunftsklage als auch für die Unterhaltsklage.

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Ob eine Privatinsolvenz möglich ist, kann man ohne Wissen der Fakten aus der Ferne natürlich nicht beantworten.

Selbst wenn er in Insolvenz ginge, wären laufende Kindesunterhaltszahlungen vorrangig vor allen anderen Verpflichtungen.

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@Eifelmensch

Erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Zum besseren Verständnis einige Infos: Ich kann erst jetzt aktiv werden, da gerade eben die 6 Jahre (Privatinsolvenz) von meinem Mann geendet haben. Er hat sich den Werdegang unseres Sohnes anders vorgestellt. Mit Gymnasium etc hatte er nicht gerechnet. So wäre für ihn das Thema relativ sauber über die Bühne gegangen. Ich habe ein einigermaßen gutes Verhältnis zu ihm. Schon alleine aus dem Grund weil ich unserem Sohn das Leben nicht unnötig schwer machen wollte. Mit meinem Exmann habe ich auch schon versucht freundlich über das Thema Unterhalt zu reden. Bekomme meist nur nette Versprechungen:-( Bei Gericht wurde damals vereinbart: 1) alleiniges Sorgerecht (wirtschaftliche, soziale sowie Reife :--) 2) Unterhalt von 255 Euro (seit Florian 4 Jahre ist) - ob dieser begrenzt ist kann ich nicht rauslesen 3) alle zusätzlichen Aufwendungen (wie Schulausflüge, zusätzlicher Bedarf..sollten die Kosten geteilt werden) Dieser Punkt kann nicht eingeklagt werden. Ich weiss, dass ich in den mir verbleibenden Monaten keine allzu großen Chancen habe..allerdings muss ich es versuchen. Florian wird seinen Vater definitiv nicht verklagen. Dazu ist er zu nett. Also sorry nochmal wenn ich anfänglich ne dumme Bemerkung gemacht habe..war nicht böse gemeint. Das ich meinem Sohn auch Unterhalt zahlen muss war mir ab dem Zeitpunkt meiner Scheidung klar. Aus diesem Grund habe ich ab dem 4. Lebensjahr eine Versicherung zu diesem Zweck abgeschlossen. Nette Grüße Minnie71

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@Minnie71

Also wenn in dem damaligen Titel über 255 Euro keine Befristung genannt ist, gilt der Titel immer noch und geht dann auch auf deinen Sohn über.

Dieser Unterhaltsbetrag hätte auch während der Insolvenz weiter gezahlt werden müssen, da ansonsten kein Wohlverhalten und Inso hinfällig.

Lediglich die bis zum Beginn der Inso aufgelaufenen Schulden gehen in die Insolvenzmasse.

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Wenn dein Sohn dann 18 wird, muss er allerding, wenn kein Geld kommt, selbst zum Gerichtsvolzieher um seine Ansprüche geltend zu machen. Wenn er das nicht will, wird er sich, wie bereits von mir geschrieben, einschränken müssen. ;-)

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beeile dich mit der neuberechnung,denn alle kinder werden gleich berechtigt behandelt,bei 4000 euro dürfte sich das schon lohnen

Die Kinder der zweiten Ehefrau haben mit dem Anspruch Deines Sohnes nichts zu tun.

Es sind seine Kinder, steht doch drin.

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