Lohnt sich eine Heiratsversicherung (Aussteuerversicherung) als kapitalbildende Lebensversicherung?

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3 Antworten

Nein lohnt sich nicht. Die Verzinsung von kapitalbildenden Lebensversicherungen waren bisher schlecht und werden auch mit Sicherheit nicht besser.

Es gibt hier wesntlich bessere Möglichkeiten. Eine der besten Möglichkeiten ist einen Sparplan mit Investmentfonds einzurichten. Vorzugsweise Aktienfonds. Mindesteinzahlung 50 € pro Monat nach oben keine Grenze. Jederzeit erhöhbar, reduzierbar (nicht unter 50 €) und kündbar. Über das Kapital kann jederzeit verfügt werden. Keine feste Laufzeit, keine Stornokosten. Aktien bzw. Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Die Anlage ist inflationsgeschützt, da Aktien Sachwerte sind. Diese Art des Ansparens ist meines Erachtens, und als Profi weiß ich wovon ich rede, die beste Art des Sparens. Selbst Kursschwankungen sind hier nicht von Nachteil. Denn durch den Cost-Average-Effect erhält man bei gesunkenen Anteilen natürlich mehr Anteile. Dies führt über die gesamte Laufzeit des Sparplanes zu einer zusätzlichen Rendite. Die Auswahl des Fonds ist natürlich sehr sorgfältig zu treffen. Wenn du das bei einer Bank machst, erhältst du immer nur die bankeigenen Produkte. Ein unabhängiger Finanzberater hat in der Regel ein viel größerer Auswahl und meist auch die bessere Kenntnis.

http://www.meine-finanzseite.de/Sparplan.asp

In letzten 17 Jahren lagen Finanztestempfehlungen in ihrer Entwicklung nahezu immer falsch. Die Redakteure sind leider keine Fachleute. Was vor längerer Zeit als langfristig empfohlen wurde wurde ein paar Jahre später als nicht empfehlenswert eingestuft. Mit Finanztest ist man noch nie gut gefahren. Dies nur mal so am Rande.

Wozu eine Kapitalleben ? Man sollte sparen und Risikoabsicherung voneinander trennen.

Allerdings sind auch Banksparpläne mit vor allem laufenden Kosten belastet. Diese lassen sich tlw. jetzt noch garnicht abschätzen. Es gibt hier für die Banken viele Variablen die nicht kalkulierbar sind. Auch hier hat die Vergangenheit gezeigt das sich Prognosen oft nicht bewahrheitet haben.

Grundsätzlich gilt das eine Anlage die mehr gemanaged wird auch mehr kostet. Deshalb ist sie aber nicht schlechter. Im Gegenteil kann das auch von Vorteil sein.

Unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer, der Steuerprogression und der Gesamtlaufzeit sind sehr oft auch fondgebundene Policen sehr attraktiv. So habe ich bei einer Laufzeit von mind. 15 Jahren und eine PRogression von mind. 25% hier eigentlich bisher immer Vorteile in der fondgebundenen Rentenversicherung festgestellt.

Wenn du eine klassische Versicherung als Anlage wählst dann aber ohne Todesfallrisiko. Hier werden nach Abzug aller Kosten bei guten Produkten immer noch ca. 4-4,5% Nettorendite erzielt. Die Fonds die das nach Abzug aller Kosten auf z.B. 15 Jahre erreicht haben kannst du übrigens auch an einigen wenigen Fingern abzählen.

Die reinen Fondfetischisten lassen sich oft von den Vergangenheitsbetrachtungen blenden die meist in guten Zeiten enden.

Also zusammenfassend: Anlagen vergleichen, sich ausführlich, nicht bei der Bank, beraten lassen und sich dafür Zeit (!) nehmen. Auch einmal Berater vergleichen, deren Ansätze vergleichen, deren Vorgehensweise usw. .

Jede Anlageform hat Vor- u. Nachteile. Man muss für sich den richtigen Weg finden und genug Wissen erhalten um die Entscheidung dann für sich selbst treffen zu können.

Banker könnten dies, bekommen aber mit 40 - 60 Minuten viel zu wenig Zeit für eine umfangreiche Beratung.

Banksparpläne über den gleichen Zeitraum bringen in der Regel mehr Rendite, allein schon deswegen, weil sie nicht mit so hohen Abschlussprovisionen belastet werden, wie die Versicherungsverträge. Finanztest ist hier zu empfehlen.

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