Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel (Check 24)?

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2 Antworten

Hallo duisburg84,

grundsätzlich würde ich sagen: Ja, dadurch lassen sich die Kosten für Strom zum Teil merklich reduzieren. Gleiches gilt auch für den jährlichen Wechsel.

Wie hoch die tatsächlich Ersparnis ist, besonders, wenn man jährlich wechselt, hängt letztlich immer von den ganz individuellen Bedingungen ab (Verbrauch, Wohnort, Öko vs. Nicht-Öko, usw.). Daher ist dies am Ende, so meine Meinung, ein Handhaben, welches in Bezug auf Aufwand und Nutzen, nur ich selbst abschließend bewerten kann.

Fakt ist: Man kann einiges an Euro sparen!

In der Hoffnung, Dir die Entscheidung für oder gegen einen Wechsel zu erleichtern, füge ich einige meiner Erfahrungen und Überlegungen zu diesem Thema an. Dabei möchte ich besonders auf meine "aktuellen Ergänzungen", zum Ende, hinweisen. Hier im Besonderen zu Sofort-Boni.

Es bleibt aber auch festzuhalten: Kein Anbieter liefert Strom dauerhaft (länger als die Mindestvertagslaufzeit) unterhalb der Kosten für die Erzeugung. Dies sollte man im Blick behalten (siehe hierzu meine Ausführungen zu "sofort fristgerecht Kündigungen")!

Meine Erfahrungen und Tipps für den Lieferantenwechsel (Strom/Gas):

Paketangebote sind, meiner Meinung nach, kritisch zu sehen, erfordern sie doch genaueste Kenntnisse des eigenen Verbrauches. Ansonsten geht der Schuss fast immer nach hinten los oder ist zumindest ärgerlich, da ein Mehrverbrauch viel teurer wird und es bei einem geringeren Verbrauch als angenommen, keine Gutschrift gibt.

Tarife mit Neukundenbonus können eine legitime Möglichkeit sein, günstig an eine Leitung zu kommen. Jedoch gilt es vor Abschluss unbedingt die AGB genau zu studieren und abzuwägen, ob man die dort festgelegten Bedingungen für den Erhalt des Bonus (Laufzeit, Kündigungsmöglichkeiten, etc.) sicher erfüllen kann. Wenn nicht, wird ein solcher Tarif teurer als das preiswerteste Angebot ohne Bonus.
Überdies wird der Bonus während der Vertragslaufzeit fast immer durch den Kunden, mittels höherer Abschlagszahlungen (deren Festlegung erfolgt ohne Berücksichtigung der Boni!), vorfinanziert. Denn ein seriös
handelndes Unternehmen hat nichts zu verschenken, sondern muss wirtschaftlich tragend kalkulieren.

Deshalb taugen derlei Angebote in aller Regel auch nicht dazu, die monatlich anfallenden, laufenden Kosten zu senken! Die Ersparnis macht sich erst nach einem Jahr, bei Abzug/Auszahlung des Bonus effektiv bemerkbar. Vorausgesetz, man verwirkt diesen nicht (s.o.).


Um zu sehen, wie viel man tatsächlich monatlich, als auch übers gesamte Jahr, zahlt, empfiehlt es sich, die Gesamtkosten für ein Jahr (Verbrauch x Preis/kWh + Grundpreis), mit den Angaben zu berechnen, welche ausgewiesen werden, wenn es keinen Bonus gäbe. Also z.B. für das
zweite Jahr der Belieferung. Dies ergibt die Berechnungsgrundlage des
Lieferanten für die Abschlagszahlungen. Hierbei ist zu berücksichtigen,
ob 11 oder 12 Raten eingezogen werden (siehe die AGB).


Nach meiner Erfahrung bleiben nach dem Anrechnen dessen, was ich mit
den Abschlägen über das gesamte Jahr zahle, nur 20% bis 30% des
Bonusbetrages, als Ersparnis, gegenüber dem günstigsten Tarif ohne
Bonus. Fällt der Bonus aus irgendeinem Grund weg, zahle ich, bezogen auf
diesen also bis zu 80% mehr. Außerdem muss zum Ende des mit Bonus
belegten Zeitraumes meist erneut gewechselt werden, da diese Tarife ohne
den Bonus in aller Regel teuer sind.


Zusammengefasst:


Stets die Auswahlkriterien der Suche manuell festlegen!

Keine Vorkasse! (Anm.: Ausnahmen bestätigen die Regel)

Bevorzugt maximal 12 Monate Vertragslaufzeit.

Abschläge möglichst monatlich (siehe Vorkasse).

Mehrere Vergleichsportale nutzen.

Sieht man Einsparpotenzial, bringt ein hoher Arbeitspreis die größte Kostensenkung (eingesparte kWh x Arbeitspreis). Umgekehrt verhält

es sich, wenn kein Einsparpotenzial vorhanden, oder sogar ein Mehrverbrauch zu erwarten ist (hoher Grundpreis, niedriger Arbeitspreis = geringere Kostensteigerung [Mehr-kWh x Arbeitspreis]).

Angebote der Vergleichsportale immer direkt auf den Seiten der
Lieferanten mittels Arbeitspreis, Grundpreis und Verbrauch rechnerisch
prüfen.

2-4 günstige Anbieter auswählen und die genauen
Vertragskonditionen auf der Homepage des jeweiligen Anbieters auf
Fallstricke durchforsten.Ggf. im Internet nach Kundenmeinungen suchen.

Zum folgenden Absatz siehe bitte weiter unten: "Sofort-Boni"
(Ich empfehle, den Vertragsabschluss direkt auf der Homepage des ausgewählten Lieferanten zu tätigen. Dort gibt es manchmal noch
Vorteile, welche sonst eventuell zugunsten des Vergleichsportales
wegfallen. Außerdem minimiert dies Übertagungsfehler.)

Folgender Link führt bei Bedarf zu einer Website mit noch ausführlicheren Infos und Tipps für einen Wechsel:
https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/stromanbieterwechsel.php

Aus Gründen der Aktualität, ergänzend zu obigen Tipps:

Für Sofort-Boni muss man ja direkt aus einem Vergleichsportal heraus wechseln. Ich denke, diesen Weg kann man heute als unbedenklich
einschätzen.

Wenn, weil ein Tarif mit Neukundenbonus gewählt wurde oder weil sonstige Gründen dafür sprechen, sicher ist, dass nach einem Jahr wieder gewechselt werden muss/soll, rate ich immer dazu, sofort nach Vertragsbeginn(!), fristgerecht, terminiert wieder zu kündigen (Ein Jahr Belieferung = Lieferbeginn + 12 Monate - 1 Tag!).

Dies stellt sicher, dass man keine Fristen versäumen kann, und hat keinerlei negative Auswirkungen auf einen folgenden Liefervertrag!

Beispiel-Laufzeiten, 01.01. bis 31.12.; 01.03. bis 28./29.02.; 15.07 bis 14.07. des Folgejahres.

In aller Regel liegt dann auch bald eine Kündigungsbestätigung vor. Kommt diese nicht, bleibt immernoch ausreichend Zeit, tätig zu werden.

Hinzu kommt, dass der aktuelle Anbieter einem evtl. ein interessantes Folgeangebot unterbreitet. Falls nicht, dann eben nicht. Undsollte ich einmal vergessen einen Nachfolger zu beauftragen, geht das Licht ja dennoch nicht aus. Es greift nur die Grundversorgung, mit 14 tägiger Kündigungsfrist. :-)

PS: Sorry, aber mit der automatischen Formatierung hier, auf GF, stehe ich meist auf Kriegsfuß. :-(

Hallo duisburg84,

ergänzend noch von unserer Seite:

Mit dem Strom- und Gas-Vergleich haben Sie die Möglichkeit den kostengünstigsten Versorger auszuwählen.
Wenn Sie einen Tarif mit Sofort- und Neukundenbonus auswählen, ist es sinnvoll, wenn Sie jährlich wechseln, damit Sie jedes Jahr erneut einen Anspruch auf die Boni haben. Auf diese Art sparen Sie effektiv am meisten Kosten.

Wir beraten Sie auch gerne telefonisch unter 089 - 24 24 11 66 .

Viele Grüße

Ihr CHECK24-Team

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Na da habe ich doch glatt meinen Gruß weg-formatiert. Sorry.

"Gruß, und viel Erfolg!

hsb"

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Hallo,

ein Vergleich kann sich lohne. Je nach Verbrauch kann man da schon mal einige 100 € sparen.

Wenn man schaut, dass man nicht nur wegen des einmal Bonus wechselt und  dass man keine Anbieter mit Vorkasse nimmt kann eigentlich nichts schiefgehen. Kann sogar sein dass man Geld spart und Ökostrom bekommt.

Wenn man noch Strom spart (Geräte richtig ausschalten uvm.)

kann man noch mehr Geld sparen.


Ich hoffe das hilft euch weiter.

Viel Erfolg




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