Lohnt sich ein Jura Studium noch? & wie schwer ist es wirklich?

9 Antworten

In den einzelnen Fachrichtungen kann ich dir natürlich keine Empfehlung geben. Da hat sich in den letzten Jahrzehnten einfach zu viel geändert. Generell kann ich nur sagen, dass ein Jurastudium sich nach wie vor lohnt. Du bist sehr breit aufgestellt und hast außer den klassischen Berufen wie Anwalt oder Richter noch viele viele andere Möglichkeiten unterzukommen. Wie bei vielen Studiengängen lernst du hier keine Gesetze auswendig sondern eher lernst eine bestimmte Systematik die sich in vielen anderen Berufen umsetzen lässt.

Du fragst was passiert, wenn du das Staatsexamen nicht bestehst? Zum einen gibt es keinen Grund, warum du das Staatsexamen nicht bestehen sollst. Die allermeisten bestehen es, zur Not im 2. Anlauf. Darüber hinaus stellt sich die Frage doch bei fast jedem Studium. Etwas anzufangen und nicht zu Ende zu bringen kann problematisch sein. Aber noch nicht da mal das muss es. Ich kenne Studienabbrecher die dennoch eine erfolgreiche Laufbahn eingeschlagen haben.

Nur nebenbei. Das wichtigste ist erst einmal das der Weg den du einschlägst auch wirklich dein Weg ist. Nur wenn es wirklich dein Weg ist wirst du da auch Erfolg haben können. Wenn du einen Weg einschlägst weil du denkst, einen solchen Weg sollte man einschlagen oder dies wäre für die Karriere wichtig, halte ich dies immer für relativ problematisch.

Ansonsten gibt es heute viele gute Berufsberatungsangebote. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du genau deinen Weg findest

Mach doch erst mal direkt dein "Vollabi". Damit hast du dann die freie Wahl und musst keine großen Umwege nehmen. Und das eine Jahr mehr macht den Kohl nicht fett :).

Ein Jurastudium ist sehr anspruchsvoll, ja. Auch wenn man vielerorts kein 1,0er-Abitur braucht, weil der Studiengang zulassungsfrei ist oder zumindest keinen allzu hohen NC hat, würde ich es vom Anspruch her dennoch mit Medizin, Mathe oder Physik auf eine Stufe stellen. Es ist eiskalte, glasklare, in's Detail gehende Logik - wie Mathe, nur eben mit Worten statt Zahlen/Variablen ;). Entsprechend solltest du dich auch von den üblichen Ansagen, dass jemand, der gut und gerne reden/schreiben kann, in Jura richtig wäre, nicht in die Irre führen lassen! Letztendlich sind eher diejenigen dort richtig, die in Mathe durch Verständnis (nicht fleißiges Pauken und Üben!) Topnoten und viel Freude an Beweisen hatten ;).

In meinem Umfeld gibt es etliche Juristen. Nicht alle hatten Prädikatsexamen, allerdings auch keine grottenschlechten Noten im Bereich "gerade so geschafft". Sie haben alle ordentliche Stellen gefunden. Und ja, auch diejenigen, die bereits ein paar Jährchen älter beim Abschluss waren, weil sie erst über Umwege zum Studium gekommen sind.

Allerdings sind nur die wenigsten von ihnen Anwälte, Richter oder Staatsanwälte geworden, sprich, nur die wenigsten stehen in der Robe regelmäßig vor Gericht und verhandeln Fälle ;). Die meisten sitzen in der Verwaltung oder in Unternehmen, lesen und verfassen Schriftstücke und Verträge, schieben Papierberge von A nach B. Ist halt die Frage, ob das deine Vorstellung vom Berufsleben als Jurist ist :).

Ich sehe - bezogen auf Jura - zwei Wege für dich: Entweder Du machst noch das reguläre Abitur (mit Fachhochschulreife kannst Du keine Rechtswissenschaften an einer Universität studieren) oder Du studierst an einer Fachhochschule Wirtschaftsrecht und bekommst mit dem dortigen Bachelorabschluss gleichzeitig eine Qualifikation, die der allgemeinen Hochschulreife entspricht. Es sollte allerdings klar sein, dass es sich beim Studium "Wirtschaftsrecht" eigentlich um ein spezialisiertes Betriebswirtschaftsstudium handelt, wenn auch mit relevanten wirtschaftsrechtlichen Anteilen. Was nun das Jurastudium betrifft: Das Studium ist anspruchsvoll. Um ein Prädikatsexamen zu machen (aus beruflichen Gründen ist das dringend anzuraten), wirst Du dich sehr stark engagieren müssen. Ein gutes abstrakt-logisches Denkvermögen ist erforderlich. Bevor Du dich auf diesen langen Weg begibst, solltest Du noch mehr Kenntnisse über das Berufsleben von Juristen erwerben. Du könntest z.B. versuchen, bei einem Gericht oder einer Anwaltskanzlei ein freiwilliges Praktikum zu machen, um den "Alltag" der juristischen Arbeit kennenzulernen. Auch ist es (wenn Hochschulen in deiner Nähe sind), durchaus möglich, sich mal in Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, keine Übungen oder Seminare) hineinzusetzen, um einen kleinen Eindruck vom Studium zu gewinnen. Alle Hochschulen haben in der Regel auch einmal pro Jahr einen "Tag der offenen Tür", an dem man die Hochschule besichtigen und mit Hochschullehrern sprechen kann.

Von Wirtschaftsrecht zu Jura?

Ich habe bisher an einer FH Wirtschaftsrecht studiert und nun einen Drittversuch geschrieben. Wenn dieser nicht bestanden ist, ist ja mein Prüfungsanspruch verloren gegangen. Würde dann aber gerne Jura studieren. Habe an meiner Wunschuni angerufen. Dort meinte das Prüfungsamt es sei kein Problem, ich könne mir nur nichts anrechnen lassen (wollte ich auch sowieso nicht). Das Studierendensekretariat meinte hingegen so genau kann man das nicht sagen. Das wird sich bei meiner Bewerbung erst alles angesehen und dann entschieden ob sie mich zulassen. Jetzt meine Frage. Hat jemand vielleicht eine Ahnung wie es aussieht. Ich will einfach die Sicherheit haben, dass meinem Studium nichts im Weg steht. Einschreiben kann ich mich erst im Mai. Schon einmal danke im Voraus.

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jura studieren pro und contra? oder lieber wirtschaftsrecht studieren?

halli halllo :) ich muss mich so langsam für einen studiengang entscheiden und deswegen würde ich gerne ein paar meinungen von euch hören :) ich bin sehr interesssiert an jura und wirtschaftsrecht, lebe in frankfurt und habe einen durchschnitt von 2,4 ..ich hoffe also, dass ich an der uni angenommen werde. ich bin sehr interessiert an jura und will mich auf jeden fall weiterbilden, was allegmeinbildung betrifft.. aber ich weiß, dass ich weder anwältin noch richterin werden möchte.. wenn dann wäre ich gerne mal notarin oder steuerberaterin oder sonst was.. meine frage wäre also, ob sich es sich dann doch lieber lohnt eher wirtschaftsrecht an einer fh zu studieren? ich habe GEHÖRT, dass das 1. "einfacher" sein soll und 2. dass die chancen, eine stelle zu bekommen viel höher ist ? wennn ich wirtschaftsrecht studieren würde, wäre ich mit unternehmensberatung auch zufrieden denke ich.. stimmt es, dass man auch durch ein wirtschaftsrecht-studium steuerberater werden kann ?

ich wäre sehr glücklich und dankbar, wenn ihr mich über die pros und contras aufklären könntet :) dankeschön im voraus!

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