Lohnt sich das Lebenn?

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10 Antworten

Hi, Dorno,

eine gute Frage... Manchmal kann man sich tatsächlich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich der überwiegende Teil der Bevölkerung abrackern soll, damit es dem anderen Teil weitaus besser gehen kann. Zudem ist nicht zu verleugnen, dass der berufliche Erfolg nicht ausschließlich von der eigenen Leistung abhängig ist, sondern mitunter gewisser Vitamine bedarf. Das sind aber kennzeichnende Merkmale menschlicher "Gesellschaften".

Ob es sich wirklich lohnt, "jedes mal richtig hart" zu arbeiten, hängt vor allem davon ab - ich kann dir hier nur meine Erfahrung wiedergeben - in welchem Sektor du beschäftigt bist. Als Freischaffender und Selbstständiger mit einer soliden Ausbildung wirst du manchmal mehr arbeiten müssen, als in einer Zeitarbeitsfirma im Niedriglohnsektor, wo auch Schichtarbeit und Zuschläge die Lebensgrundlagen kaum noch sichern können, egal, wie sehr du dich auch abbuckeln magst. Allerdings hast du hier noch eine ggf. überschaubar  geregelte Arbeitszeit. Als Selbstständiger hast du dies nicht, der Verdienst ist aber im Regelfall schon eher vertretbar...

Zwischen Firmengründer, freiberuflichem Architekten, Zahnarzthelferin und "motivierter Hilfskraft in XYZ" liegen alle Facetten des Berufslebens. Es liegt im Ermessen des Einzelnen, was er als lohnend empfindet - oft erweist sich jedoch die Erwartungshaltung als zu hoch angesetzt.   

Es würde wohl schon an Realitätsverlust grenzen, wollte man behaupten, dass sich Arbeit grundsätzlich lohnt (dies mit Blick auf die gesundheitlichen Risiken vieler Berufszweige, die nur deshalb nicht verboten sind, weil es noch keine billigen Alternativen zur derzeit noch billigeren menschlichen Arbeitskraft gibt). Also Augen auf bei der Berufswahl: Es macht sehr wohl einen Unterschied - auch in Abhängigkeit zur psychischen und physischen Konstitution - ob man arbeitet (mit 40 der erste Bandscheibenvorfall) oder ob man arbeitet (Nordic Walking mit 80). ;-))

Entscheidend aus meiner Sicht ist deine Ausbildung. Hier solltest du das "unfassbar viel lernen" als Chance begreifen, als Basis für einen Beruf, der dich nicht nur ernährt, sondern dir auch die Erfüllung bietet, die wohl jeder braucht, wenn er in dieser (ökonomisch orientierten) Welt glücklich werden will. Wobei "Glück" sehr subjektiv zu betrachten ist. Der Eine ist glücklich, auf einer Waldwiese, beim Fotografieren von Orchideen; der Andere ist es nicht - trotz seiner Yacht...

Ob du einmal glücklich sein wirst, ist von deiner subjektiven Wahrnehmung abhängig. Ab wann du zufrieden bist. Und - Glück ist extrem kurzlebig, man kann es weder erbitten, erzwingen, noch kaufen. Glück ist das Abbild deiner Emotionen. Arbeit stellt hierfür eine wichtige Grundlage dar, vor allem dann, wenn du sie nicht ausschließlich für den Gelderwerb verantwortlich siehst, sondern mit der Ausübung der Arbeit deine Berufung, besser deine Vision verwirklichen kannst.  

Sichere dir den jeweils bestmöglichen Abschluss, dann Studium..., immer mit Blick auf deine Vision. Vor dem Erfolg kommt leider die "Mühle". Ob sich der Aufwand rentiert, wird letztlich von den Umständen, aber auch deinen Fähigkeiten und deinem Wollen abhängig sein.

Bleib standhaft, und viel Erfolg!  LG

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Servus Dorno!

Du bist noch sehr jung. Du kennst noch nicht viel vom Leben. Aber du musstest schon erkennen, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben. 

Die Gesellschaft stellt Erwartungen an uns, und macht uns unmissverständlich klar, dass wir diese Erwartungen erfüllen müssen, um wertvoll zu sein, und um ein gutes, glückliches Leben zu führen.

Im Umkehrschluss würde das heißen, dass man sich Glück erarbeiten kann.

Ich teile diese Theorie nicht. Glück kann man sich nicht erarbeiten. Glück ist ein Geschenk. Ein Geschenk, dass man sich selbst machen kann.

Glück ist nicht von deiner Leistung abhängig. Auch nicht davon, was andere von dir denken. Schon gar nicht von materiellen Dingen, oder sozialem Ansehen.

Glück liegt allein an deiner inneren Einstellung. Zum Leben, zu dir selbst, und zu deinem persönlichen Schicksal.

Du entscheidest allein, wie und mit was du glücklich bist. Glück ist auch eine Entscheidung.

Ich habe eins gelernt in meinem Leben. Du kannst den tollsten Job haben, im schönsten Haus wohnen, geliebt und beneidet werden, von deinem persönlichen Umfeld. Das alles ist keine Garantie dafür, dass man damit glücklich ist. Glück ist etwas sehr persönliches.

Meine Erfahrung ist, wenn man sein Glück, an äußeren Umständen festmacht, will man immer mehr. Die Ansprüche werden größer, und die Erwartungen mehr. Ein Kreislauf der niemanden glücklich macht.

Ob Millionär unter Palmen. Oder Obdachloser unter Brücken. Niemand kann sagen, wer glücklicher ist. Es kommt auf die innere Einstellung an.

Ich weiß nicht, ob du mit meinen Ansätzen zum Glück, etwas anfangen kannst, aber vielleicht denkst du mal darüber nach.

:)


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Nein! Das lohnt sich nicht! Diese ewige Plackerei... 

... oder etwa doch?

Was treibt alle anderen Menschen um Dich rum tagtäglich an, in diesen ständigen Trott hineinzusteigen und mit einer gewissen Leichtigkeit (oder doch wenigstens einem gewissen Selbstverständnis) über ihre Runden zu bringen. Und abends feiern sie mit Freunden im Pub... Wochenende und so weiter noch mehr?

Sie haben gelernt, dass es nach ausgehaltenen Anstrengungen befriedigend sein kann, sich selbst "durchgebracht und ausgehalten" zu haben: sie haben "Ihr Ding" gemacht. Dafür gab es Lob vom Chef, oder Papa und Mama, dem besten Freund, der Freundin, Frau, Tochter.... Sie freuen sich "produktiv" gewesen zu sein... und finden Befriedigung darin. Einer spart auf den Urlaub, ein anderer auf ein Auto, der nächste auf eine schönere Wohnung... oder auf das Wochenende und "Sau raus lassen mit den Kumpels".

Die Frage ist- was unterscheidet diese Menschen von Dir?

Aber auch: Was unterscheidet Dich von Menschen mit tiefen Depressionen... oder suchtkranken Menschen... oder einfach nur sehr einsamen Menschen?

Was Dich in deinem Leben erfreuen kann, Dir Selbstbestätigung gibt... das kann Dir hier niemand sagen: Wenn dann kann man das immer nur für sich selbst sagen - und da haben schon viele ihre Zweifel.

Und das was Du brauchst... kannst auch nur Du in Dir... und für Dich finden.

Sonst wärest Du schnell in anderen Systemen: da sagen einem die Gurus, was Dir gut tun wird... politische Bauernfänger... Wetterpropheten... suchs Dir aus.

>> Mach Dich nicht abhängig von anderen. Wenn Du Deinen Lebenssinn nur dann bestätigt findest wenn andere Dich anerkennen... diese Typen um den Klassensprecher herum... diese coolen Gangster in deinem Block... diese Nerds, die ständig die Köpfe zusammenstecken und unverständliches Zeug miteinander plappern das keiner versteht... die haben sich wenigstens gefunden und hängen zusammen ab... aber: Wer bíst Du?

Wähle das aus, was Dir gut tut: deine Musik, Dein Style.. Deine eigenen Lebensthemen. Sei interessant für Dich selbst... und wenn Du Dich selber langweilst... auch gut: manchmal ist das so.

Aber mache nicht andere verantwortlich, für das was in Deinem Leben Bedeutung hat. Finde Deine eigenen Bedeutungen. Das kann sehr anstrengende Arbeit sein... aber nur wer auf den Gipfel kletter ist stolz darauf, diese Aussicht zu genießen. 

Wenn Du nichts tust... wie sollte Stolz in Dir aufkommen?

Es ist wie mit dem Muskeltraining:  Wenn man nichts dafür tun müsste;- Elektrokabel und zwei Pillen täglich... wem sollten Muskeln noch was wert sein?  Wer würde noch ins Fitneßstudio gehen und sich abrackern?

Mach es in deinem Leben auch so: Trainiere Deinen Lebenssinn: Geh raus, mach was >< engagiere Dich, lerne wie doof auf Deine Prüfungen... trage alten Omas die Einkäufe nach hause und arbeite im Jugendtreff mit. Werde Parteimitglied oder Schülersprecher... oder mach Deine Ausbildung mit 1,4 im Schnitt zu einem gerahmten Zeugniss... 

mach was... es ist Dein Leben

Sincerely, Norbert

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Hallo Dorno.

Es ist ein hartes Gefühl, die ganze Zeit zu arbeiten und am ende kaum Zeit für seine eigenen Interessen zu haben.

Aber denke immer daran: Wir Menschen arbeiten um zu Leben und nicht andersherum.

Auf jeden Fall, möchte ich dir hier nicht rate, deine Bemühungen zu mindern, denn gerade in deiner Aktuelle Situation ist es gewollt, dass du so viel arbeitest und lernst, um dir später eine Freiere Zukunft zu geben. Sobald man mit der Schule durch ist und sich villeicht im Sudium oder der Ausbildung auf eine Richtung konzentriert, die einen interessiert, wird es auch wieder erträglicher.
Momentan erhältst du so viele Informationen, um am Ende nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden zu können, was du machen möchtest.

Die Arbeit lohnt sich.

Glück definiere Ich für mich selbst, als das Erreichen meiner Ziele. Aber auch in der Unterstützung von anderen.

Um Glücklich zu sein braucht es manchmal nicht viel. Man muss nur einmal versuchen, die Dinge etwas freundlicher zu sehen, als sie vielleicht erscheinen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Viele Grüße

Xieteo

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Glück heißt, dass man primär mit sich selbst zufrieden ist. In deinem Alter mussten/müssen nahezu alle Menschen viel lernen und arbeiten. Ob du später glücklich wirst, kann dir keiner vorhersagen. Es könnte aber sein, dass du den richtigen Beruf ergreifst, der dich ausfüllt und die Bestätigung Dritter dir zeigt, dass du es im Leben zu etwas gebracht hast. Geschenkt bekommt nahezu niemand etwas.

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Kommentar von NormalerKarpfen
27.04.2017, 17:51

Also, diese Frage musst du dir, lieber Rolf, sicher nicht mehr stellen. 

Deines ist ja schon so gut wie vorbei.

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Sei froh das du eine Arbeit hast den damit kannst du dir einiges leisten.Auch wen du jetzt noch viel lernen must ist das irgendwann vorbei und das wird dir dann nützlich sein.Du selber entscheidest was dich Glücklich macht und wie du das erreichen kannst.!

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Glück ist für mich zufrieden sein egal was andere sagen.

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Nein ich finde die Welt ist einfach kaputt dass man für sein Leben fast seinen ganzen Tag in Arbeit stecken muss nur damit man etwas zu essen und ein Unterschlupf hat, aber vermutlich kann man das einfach nicht besser managen. Man kann echt nichts machen...auch wenn man das ganze nicht will...

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du wirst später glücklicher

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Ob es sich lohnt, weiß ich nicht! Was sich jedenfalls nicht lohnt, ist sich selbst aufzugeben und sich hängenzulassen.....

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