Lohnt sich das Leben?

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13 Antworten

Du fragst nach dem Wert des Lebens, und nach dem Wert Deiner Lebenszeit. Dabei ist mir erst mal aufgefallen, dass Du ein wenig widersprüchliche Ansichten vertrittst. Wenn Dir Deine Lebenszeit so viel wert ist, sodass Du Dich fragst, ob diese Zeit mit der unbedeutenden Selbstversklavung (Arbeit) zwecks Freiheitsgewinn (Geld = Freiheit) überhaupt sinnvoll genug ist, sich damit abzufinden. Dadurch bemisst Du Deiner Lebenszeit doch schon selbst einen Wert bei, wie kannst Du dann fragen, ob sich das Leben lohnt ? Das Leben hat doch ganz klar für Dich einen Wert, sonst würdest Du Dir diese Frage gar nicht erst stellen, schau Dich mal um, wer von den endlos vielen Schafen stellt sich jemals diese Frage ? Für all diese Menschen hat das Leben nur einen Wert, wenn man sich der Ordnung der Reichen und Mächtigen unterwirft um temporär etwas Freiheit zu verdienen, sie können nicht so bewusst denken, wie Du das kannst, sonst würden sie die selbe Frage stellen wie Du es tust, dann würden wir nicht so leben müssen.

Ich denke wir stimmen darin überein, dass Freiheit in unserer Welt mit Geld substituiert werden kann. Das bedeutet dann de facto, dass wir eben nicht alle gleich behandelt werden, dass wir eben nicht die selben Rechte haben. Menschen, die schon reich geboren werden, werden auch mit einer unvergleichbar grösseren persönlichen Freiheit geboren, wie früher Adlige.

Wenn Du das erkannt hast, weisst Du wofür es sich lohnt zu leben, nämlich ganz genau dafür zu kämpfen, dass wir alle gleichermassen frei werden.

Solltest Du nicht dazu bereit sein, Dich unterzuordnen in ein von Grund auf ungerechtes System, dass Dir von anderen aufoktroyiert wird, sobald man geboren wird, dann musst Du eben in den Widerstand gehen statt den Wert Deines Lebens aufzugeben. Wieso solltest Du das tun, wenn Du nicht bereit bist, Deine Zeit zu verschwenden ?

Der Sinn des Lebens wird dadurch sicher nicht allen offenbart, aber Du stiftest für Dich selbst einen Sinn in diesem Leben, wenn Du es nur willst.

Der Weg ist bestimmt sogar steiniger, als sich einfach unterzuordnen, man bekommt sicher sogar auf Dauer viel mehr das Gefühl, unterdrückt zu werden, als diejenigen, die sich bereits vollständig aufgegeben haben, diese haben sich nämlich dem Stockholm Syndrom gleich bereits so sehr damit selbst identifiziert, dass sie sich selbst damit betrügen, sich als freie Menschen zu sehen. Sie prahlen mit ihren vermeintlichen Errungenschaftendie für uns keinen Wert haben, nicht wahr ? Nicht nur das, sie werden Dich sogar dafür schmähen, dass Du ihnen die Augen öffnen willst. Das wollen sie nicht.

Aber wir wissen, unser Verständnis ist hier richtig, objektiv und ich schätze, Du bist Deiner Umwelt auch grundsätzlich einfach geistig überlegen.

Sie können im Grunde nichts dafür, es wird ihnen von allen Richtungen in den strahlendsten Farben angepriesen, was für eine gute Wahl es ist, sich als erstes selbst aufzugeben, sie werden als Kinder schon in das Korsett dieser Welt gezwängt.

Dann gibt es da noch unsere Gegenspieler, sie sind die Arbeitgeber, Machtmenschen, Geldmenschen und Gesetzgeber. Sie erzählen den Verlorenen was sie zu denken und zu tun haben, damit sie auch schön weiter für ihre persönliche "Freiheit" buckeln.

Ich würde mich sehr über eine Reaktion von Dir freuen, bitte gib Dich nicht auf, Du bist nicht alleine.

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Kommentar von smokemirrors
12.04.2016, 11:53

Entschuldigen Sie für die lange Abwesenheit. Ich habe viel nachgedacht und natürlich auch über die zahlreichen Antworten und Tipps, die mir hier entgegen gebracht wurden. Und ich muss leider sagen, dass dies die erste Antwort war, auf die ich nicht antworten konnte. Ich wusste nicht wie. Und ich weiß es immernoch nicht genau.

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Meine Meinung:

Die größte Leistung im Leben besteht darin, es in vollem Zügen genossen zu haben. Du bist noch nicht über einen Gletscher gewandert oder hast dich unter einer Steinbrücke versteckt oder im Winter aus dem Fenster gespäht, um den Vogel zu erblicken, der sich leuchtend vom Schnee abhebt. Du bist auch nicht in tiefen Höhlen gewesen oder in der Wüste gewandert und hast eine Schlange auf Nahrungssuche beobachtet. Und du hast nie ganz allein in einer großen Pyramide geschlafen oder Gebiete erforscht, die noch kein Mensch zuvor betreten hat- und deren gibt es viele. Du bist nicht über einen großen Ozean gesegelt und hast dort die großen Fische springen sehen und du bist auch nicht einem Hirsch in einen vom Sonnenlicht gesprenkelten Wald gefolgt. Hast du schon mal stundenlang Liebe gemacht, Gespräche mit dir selbst geführt und die Natur gelauscht?

Viele Dinge, die für dein Sein elektrisierend und aufregend und wundervoll wären, hast du nicht getan.

Das alles habt ihr nicht gemacht und bei keiner dieser Erfahrungen käme es je auf deinen Beruf oder deine Ausbildung, Alter, Geschlecht, Religion, Intelligenz, Rasse, Herkunft, deine gesellschaftliche Stellung oder das Alter deines Autos an

Man soll es tun, was man wirklich erleben oder erreichen möchte, sodass man spätestens nicht am Sterbebett bereut. Und mehr Zeit für sich selbst zu haben, und die eigene Gefühle ehrlich zu sein und auch mal nein zu sagen. Ich sage es dir: die größte Leistung wird nicht sein, wie reich du bist oder wer am meisten Liegestütze machen kann oder wer den besten Kuchen machen kann, sondern das Leben in vollem Zügen genossen zu haben, auch wen vieles negativ sein sollte. Man wird am Sterbebett am meisten an die Turbulenzen des Lebens erinnert, durch alle Krisen die man bewältigt hat, an dem man vorher geglaubt hätte, sie nie durchstehen zu können, aber auch an die positiven Höhepunkte des Lebens. Das Leben ist geistiges und seelisches Wachstum, alles hat einen Sinn, wirklich alles. IN KÜRZE: MAN SOLL DAS LEBEN IN VOLLEM ZÜGE GENIESSEN UND LIEBEN. Das ist meine persönliche Sicht. Alles Gute. 

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Erstmal, dein Leben gestaltest du selbst. Wenn du den Fokus nur noch auf Arbeit legst, dann hat das wohl etwas mit Leistung zutun.

Du hast dich "befriedigt/motiviert" durch Erfolg. Jetzt bist du angekommen und guckst in die Leere. Den Punkt haben viele Menschen im Leben. Hast du dich schon mal gelobt für das was du erreicht hast? Nun geht die Reise weiter. Suche dir neue Ziele.

Wenn du dich weiterentwickeln möchtest, nur zu, bist doch jung! Ich würde halt überlegen, ob ich die Ausbildung noch abschließe. In der Zwischenzeit kannst du dir auch bewusst machen was du möchtest.

Was treibst du denn in deiner Freizeit? Leg' dir doch mal einpaar Sachen als Entschädigung für die Arbeit, die dir Spaß machen.

Die Sache mit den Gütern passt wieder zu der Leistungsgeschichte. Ich schätze mal dir sind immaterielle Dinge viel wichtiger. Geborgenheit, Unternehmnungen, Freund treffen, Tag am See, ..

Was könntest du in den nächsten drei Tagen durchziehen? Hast du eine Idee?

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:47

Der erste Kommentar, der mir wirklich weiterhilft, danke!
Ich muss zugeben, ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, obwohl nicht nicht an vielen materiellen Dingen interessiert bin. Ich will auch gar nicht "der Beste" in irgendwas sein, oder angeben mit Dingen, die ich geschafft habe. Ich will das Gefühl haben, nützlich zu sein, aber nicht dafür unglücklich werden. Ich will mit 70 Jahren einfach auf mein Leben zurückblicken können, und sagen: "Ich bin stolz auf meine (Lebens)Weg!".
Und ja ich hatte mal eine sehr große Leidenschaft, Saxophone. Ich hatte dies auch 5-6 Jahre gespielt (ich war in einer musikbetonten Schule, weshalb der Unterricht billiger war als sonst) , müsste dann aber leider aufhören, da im Abitur die Zeit fehlte durch Referate etc. Nur kann ich damit nicht mehr anfangen, da Unterrichtsstunden in Berlin nicht bezahlbar sind. Auch Theater AG war ein großes Hobby, welche sich leider auflöste.
Die nächsten 3 Tage werden bei mir relativ gleich gestaltet sein. Arbeiten, nach Hause kommen, Haushalt erledigen, essen, zocken und Zeit mit meinem Freund verbringen bis wir dann schlafen gehen.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:48

Aber nein, ich hätte keine Idee, was ich die nächsten 3 Tage tun könnte..

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Da du in meinem alter bist kann ich dich gut verstehen. Ich habe auch viele Freunde die gleich gedacht haben.

Was ist dir denn wichtig im Leben? Diese frage musst du dir selber stellen und beantworten können. Keiner erwartet von dir Kinder zu bekommen oder ein großes Haus zu besitzen. (Ich habe viele Arbeitskollegen die mit 50 kein Kind haben und glücklich darüber sind; Ich könnte sowas garnicht)

Du sollst auf dich selber schauen und nicht darauf achten was andere von dir wollen. Ich verstehe nicht warum so viele damit Probleme haben, geb doch einfach keinen F*** auf das was andere von dir wollen und sagen.

Ich habe auch einen Beruf der mir nicht zu 100% spaß macht, jedoch gibt er gut Geld. Und mit diesem Geld kann ich vieles mit meiner Freundin unternehmen. Ich genieße die wenige Zeit die ich auf diesem Planeten haben mit ihr. Das ist für mich das wichtigste. Sollte es irgendwann mal dazu kommen, dass wir uns trennen, dann soll es halt so sein.

Das Leben geht weiter und man soll sich nicht von kleinigkeiten nieder machen lassen. Wir sind beide noch jung (Du und Ich), wir müssen viel Lernen. Aber verschwende nicht dein Leben mit der Frage: "Warum?" sondern geh dein Leben einfach an und dann wenn du alt und grau bist und auf dem Sterbebett liegst, kannst du auf dein Leben zurück schauen und dir selber diese Frage beantworten. Was war es was dein Leben lebenswert machte? Dein Mann, ggf. deine Kinder? Die erfahrung gemacht zu haben zu Leben?

Vielleicht wirst du sogar gedanken haben Stolz auf dein Leben zu sein, oder du wirst dein Leben gehasst haben. Dann kannst du aber froh sein dass du zumindest alles gegeben hast.

So viele Junge leute die Probleme haben und ich verstehe wirklich nicht wieso.

Das ist aber nur meine Meinung, diese kann dir so egal sein wie alles andere. Oder du stellst dir selber die Frage, "Was meint er damit?".

Gruß Ashuna

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:53

Ich verstehe, was du mir vermitteln willst. Ich wünschte nur, ich könnte so denken. Denn dieses Denken ist wie eine Art Automatismus. Ich kann nicht viel dagegen tun, diese Fragen kommen einfach.
Nur hätte ich eine Frage, wie schaffst du es, eine Arbeit zu ertragen ohne wirklich Spaß ( oder Interesse etc. pp. ) zu haben? Wie kannst du diese Zeit nicht als Verschwendung betrachten? Nur, weil du den Trost deiner darauffolgenden Freizeit mit deiner Freundin hast?

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Guten Morgen,

Ich bin 15 Jahre alt und habe mir schon so oft die Frage gestellt, ich hatte auch meine Eltern, und ältere Geschwister gefragt. Und bin für mich dann zu einer persönlichen Antwort gekommen, und ich finde man sollte den Sinn den leben darin finden, in dem du deinen Leben ein Sinn gibst, das heißt ein Hobby, deine Familie, dein Freund und dass du aus denen Sachen das positive siehst. Etwas das dich hält, etwas an das du jeden morgen denkst, also deine Freund?. Es kann auch ein bestimmtes Ziel sein, dass du im Leben unbedingt erreichen möchtest .Und natürlich schätzen weist, dass du gesund bist.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:34

Und was brauche ich für eine Familie, Hobbys etc.? Geld. Was muss ich dafür tun? Arbeiten für Geld. Was mache ich damit? Reproduktion. Klingt schon ziemlich frustrierend, dafür sein Leben zu verschwenden.
Dennoch - danke.

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(Ich bin kein Muttersprachler also vlt. kommt ein falschen wort raus)
Viele stimmen dazu, dass die Hauptaufgabe eines Menschen ist die Erde zu entwickeln.
Schön, jetzt sind wir aber keine Naturwissenschafter um dies buchstablich zu erfüllen. Oder weshab sollen wir? Ich hatte doch nicht die Wahl, dass ich zur Welt komme!

Ein Mensch braucht kraft: Nahrungsmittel - Wärme - Luft - unterkunft - usw. dass nennt sich Existenzminimum, d.h. damit wird man ein Ding, das sich bewegt. Materiel braucht materiel. Doch damit du dich um deine Seele kümmerst, brauchst eine Super-Power. (immateriel brauch immateriel)

Nun müssen wir nach der super immateriellen Power suchen:

- Das Erzielen oder das Erfüllen ist das, was einem seelisch befriedigt (Hauptaufgabe eines Menschen).

- Das Beten, erzähle dem Gott was dich stört und bete ihn um Hilfe.

- Hauptziele im Leben auf verschiedenen Ebenen setzen und ver suchen dies zu erfüllen: Sportlich - Sprachlich (wie ich z.B
) wissenschaftlich - Kunst und alles wofür do dich siehst.

- Familie (Mama-Papa-Geschwester): Sind sie genunh zufrieden von mir? War ich dankbar zu denen?

- Beziehung , usw.
Was noch?

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:57

Ich verstehe. Nur weiß ich gerade nicht genug, wie ich darauf antworten soll. Natürlich will ich irgendwas in meinem Leben erreichen. Nur die Frage ist, was?

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Der Sinn des Lebens?

Ironisch: 42

Ernsthaft: Der Selbsterhalt.

Da wir keine Jäger, Sammler und Bauern mehr sind, bleibt nur das "lebenslange" Arbeiten gehen! Und glaube mir, auch im "Traumberuf" kommen Sachen immer wieder, die man gar nicht mag. Da hilft nur Disziplin.

Man muss sich privat 1-2 machbare Ziele setzen. Z.B.:

Kurzfristig: Ich spare auf den geilen curved TV von XYZ... bis Weihnachten (halbes Jahr Vorlaufzeit) will ich den zahlen können.

Mittelfristig: Ich will unbedingt in den Tauchurlaub/auf die Kreuzfahrt... dafür spare ich halt 2-3 Jahre.

Langfristig: Irgendwann will ich keine Miete mehr löhnen, also bauspare ich, damit es irgendwann für ne eigene Bude reicht. Ob das nun Haus oder Wohnungseigentum sein wird, kann man dann immer noch entscheiden.

Sehr langfristig: Wie sieht meine Altersvorsorge aus? Habe ich alle Möglichkeiten abgedeckt? Gesetzlich? Geriestert? (kann man später beim Bausparen nutzen!) Altersfond? Lebensversicherung auf Rentenbasis mit Ausfallabsicherung bei Arbeitslosigkeit?

Vom Rest finanziert man sich halt sein Leben.

Man richtet sich nett ein, pflegt das eine oder andere Hobby, seine Beziehung... und schon lebt man!

Ich hätte damals nie gedacht, dass ich in einem meiner Hobbys sogar ne Möglichkeit zum Geldverdienen ergeben würde... hat es aber völlig überraschend.

Zweifele nicht so viel an dir selbst und rede dir nicht ständig ein, dass dein Job nix ist. Ok, er ist nicht 100%ig das, was du dir vorgestellt hast. Aber... das Erfüllen gestellter Aufgaben kann durchaus befriedigend sein. Dein Umfeld passt ja. Warum also in eine Richtung wechseln, die so überlaufen ist, dass Freelancer darin verhungern?

Eigene dir das als Hobby an und finde darin den erforderlichen Ausgleich!

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 10:25

Warum sollte ich deiner Meinung nach einen Job machen, in dem ich nicht wirklich gut bin, keinen Spaß habe und morgens am liebsten sterben wollen würde? Das macht keinen Sinn. So entstehen dann wohl auch qualifizierte Facharbeiter oder wie? Indem man sich einfach durchbeißt & alles so hinnimmt?

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Kommentar von smokemirrors
15.03.2016, 06:40

Genau das kann ich einfach nicht, mich mit "durchbeißen" zufrieden geben. :s

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Ganz ehrlich: mach einfach das, was du wirklich willst. Hör auf dein bauchgefühl. Solche Entscheidungen haben mir eher weitergeholfen als andere, die mir vorher sinnvoller erschienen sind.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 10:07

Also meinst du, ich solle meinen Job kündigen und mir was neues suchen?

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Kommentar von 2pacalypse2
14.03.2016, 11:22

wenn das dein bauchgefühl ist, dann ja. Du solltest einfach glücklich sein. Wenn du es jetzt nicht bist, solltest du es ändern.

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hallo also ich mache zur zeit ähnliches durch..

es gibt im Leben keinen wirklichen Sinn, du kannst nur nach Glück streben dann musst du halt für dich überlegen was dich glücklich macht.. Bei mir ist es beispielsweise das zeichnen,Sport und ein Musikinstrument spielen tu ich erst seit kurzem aber es macht mir jetzt schon unglaublich viel Spaß.

Kann ich zeichnen hauptberuflich machen? Theoretisch schon.. will ich das? sicher nicht, ich dachte aber früher ich würde das gerne machen wollen

Ich würde dir raten ein Studium in Betracht zu ziehen und dich über verschiedenste Berufe genauer zu informieren.. wenn man es versucht entwickelt man für die verschiedensten Dinge plötzlich unglaublich viel Motivation. Reisen ist für mich immer... weiß nicht wenn Leute wirklich keinen Sinn im Leben sehen, wollen sie immer verreisen, aber das geht im Leben erstens ohne Geld nicht, und zweitens holen einen die Ängste auch dort irgendwann ein.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:31

Genau das ist es, dass Leben funktioniert ohne Geld einfach nicht.

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du hast einen menschen den du liebst, was willst du noch mehr, für den lohnt es sich doch schon zu leben :-)

in einen satz schreibst du, dass geldverdienen nicht alles ist und du keine Luxusgüter brauchst und in einem anderen, das du in deinem lieblingsberuf nicht genug Geld verdienst. du weißt eben noch nicht was du willst, du solltest dich mal mit einem richtigen Gesprächspartner hinsetzen, wenn du es mit deinem freund nicht kannst

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:16

Sorry wenn das jetzt sehr makaber kommt, aber was bringt mir ein Mensch, den ich liebe, wenn ich unzufrieden bin mit dem Rest meines Lebens? Während wir Zeit zusammenverbringen, vergesse ich die Welt und "alles ist gut" . Aber das hilft mir nicht, das schiebt das Problem nur weiter vorwärts, bis ich wieder darüber stolpere. Und ICH brauche keine Luxusgüter, aber wenn ich jetzt das tue, was die Gesellschaft von mir erwartet -nämlich Reproduktion- , dann brauche ich einen Job, der gut bezahlt ist. Wie sollte ich mich denn sonst um Kinder etc. pp. kümmern? Aber ist das denn wirklich lebenswert? Haus, Job, Auto? alles materielle Güter oder Wege dafür. Kinder großziehen, dass ist das, was ich in meinem Leben erreichen will? Nur um ihnen dann diese Gesellschaft zu zeigen? In der sie weder frei, noch sinnvoll sind? Weil sie eh nur einem Zweck dienen - die Wirtschaft auferrecht halten und Reproduktion.
Was ich wirklich will, ist diesen Zwängen der Gesellschaft zu entkommen, aber wie es mir scheint, gibt es dort einfach keine Möglichkeit. So ist wohl das Leben.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:37

Falsch. Diese pauschale Antwort ist nicht wirklich sinnvoll. Liebe allein lässt einen nicht seine Probleme vergessen. Was nützt einem Liebe, wenn man hungert? Liebt man dann "falsch"? Es gibt kein falsch oder richtig lieben. Aber wenn man Liebe so betrachtet, wie es die Gesellschaft tut, nämlich, dass man nur diese bräuchte und nichts anderes, dann stimmt dies eventuell.

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Sehe es doch mal anders:

Du durftest zur Schule gehen um Lesen, Rechnen, Schreiben etc. zu lernen. Ansonsten könntest du dich nichteinmal mit uns hier "Unterhalten".

Du darfst einen Job lernen in dem du nur ca. 8 Stunden am Tag eine leichte Tätigkeit ausübst.

Ansonsten hättest du deine selbstgezimmerte Holzhütte, dein selbstgerodetes Land, deine Hühner und Kühe, deinen Gemüsegarten, deine Obstbäume, deinen Brunnen, deine Mühle, dein Werkezug, etc, etc.....

Also mit der Sonne aufstehen, den ganzen Tag schuften und mit der Sonne wieder ins Bett... Klingt das nach einem einfacheren, gar glücklicheren Leben für dich? Dann los, es hält dich ja keiner davon ab.

Wir haben es hier bei uns heute soooo viel einfacher, vorallem als Frauen.

Ich persönlich weiss das Alles sehr zu schätzen und gestalte meine Freizeit genau nach MEINEN Vorstellungen (immer nach dem Motto: Was du nicht willst was man dir tu das füg auch keinem anderen zu..) und nicht nach den Vorstellungen der Gesellschaft. Das macht mich alles im allen sehr zufrieden.

LG

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 10:13

Ganz großes Kappa dazu. Wie gesagt, es bringt mir überhaupt nichts vom Unglück anderer zu profitieren oder wie schwer es andere haben.
Und heutzutage hat man es als Frau immernoch nicht leicht. Leichter auf jeden Fall, aber auf gar keinem Fall leicht. Man bekommt ja nicht mal den selben Lohn für die selbe Arbeit, und dann soll ICH dankbar sein, dass ich arbeiten gehen DARF? Sorry da hält sich meine Dankbarkeit gewaltig in Grenzen.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 10:18

Edit: Außerdem gibt es Menschen, die mit harter körperlicher Arbeit durchaus zufrieden sind. Mein Vater zum Beispiel arbeitet als Baustoffprüfer. Er arbeitet hart und ist abends oft sehr müde. Am Wochenende arbeitet er den ganzen Tag im Garten, baut irgendwas zusammen etc. & er ist glücklich damit, obwohl (!) es sehr harte und anstrengende Arbeit ist. Und "leichte" Arbeiten sind ebenfalls anstrengend, nur weil sie Menschen geistig fordern, bedeutet das nicht, dass sie nichtig oder einfach sind.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 11:33

Wer bestimmt denn, wie schwer ein Leben ist? Nur weil ich körperlich nicht hart arbeite? Ich finde nicht, dass man sich das Recht herausnehmen sollte, sowas zu bestimmen. Immerhin hat jeder von uns seine Vergangenheit, die ihn prägt. Ich denke meine Kindheit war hart genug. Und ja, es wird schlimmere geben, aber auch sehr viele bessere. Dieser Kommentar "Dein Leben kann ja gar nicht so schwer sein" ist so relativ. Jeder empfindet etwas anderes als "schwer" . Menschen reagieren unterschiedlich auf Situation. Einige Menschen kommen damit klar, ein schlimmes Erlebnis gehabt zu haben, andere brechen eventuell an dem gleichen Erlebnis zusammen. Wer bestimmt da bitte, was härter war?

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Wenn du dir die Vergangenheit des Menschen anschaust, dann wird dir vielleicht auffallen, dass es nie zuvor ausser in deiner Lebenszeit und ein paar Jahr(zehnt)e davor eine Phase gegeben hat, in der man sich den Luxus leisten konnte, großartig über den Sinn des Lebens nachzudenken -- und über Urlaub. Die Evolution hat definitiv das Glück des Individuums nicht auf dem Schirm gehabt, sondern sein Überleben in einer schwierigen bis feindlichen Welt und die erfolgreiche Fortpflanzung. Natürlich bist du unglücklich mit deiner sinnlosen Tätigkeit. Nur: jeder Reisbauer würde sich wahrscheinlich nach so einem Leben die Finger lecken. Was die Traumberufe Fotograf oder Mediendesigner anbelangt, fang doch mal an, deine Visionen umzusetzen und der Welt zu zeigen, was du kannst. Es muss nicht zuallererst ums Geld gehen. Du bemängelst doch hauptsächlich den fehlenden Sinn (wobei ich vermute, es geht dir mehr um Spaß als Sinn). Du sprichst auch das Thema "Zeitverschwendung" an. Auch Denken und sich in den eigenen negativen Gedanken suhlen könnte man als Zeitverschwendung betrachten. Du betrachtest 8 Stunden stumpfe Arbeit am Tag als Zumutung? Generationen von Arbeitern und Gewerkschaften haben zum Teil unter Einsatz ihres Lebens dafür gekämpft, dass man nicht mehr 12 Stunden an 6 Tagen unter erbärmlichen Bedingungen malochen musste (zuzüglich möglicherweise mehrerer Stunden Fußweg zur Arbeit). Ich schätze mal, dass etwa 95% der zur Zeit lebenden Menschen sagen würden: "Deine Probleme möchte ich haben!". Tausch doch mit einem von ihnen. Die Auswahl ist riesig.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 07:29

Wozu die Vergangenheit der Menschheit betrachten, wenn diese nur ein Armutszeugnis ist? Was bringt es mir, zu wissen, dass es Menschen gab, die sich zu Tode gearbeitet haben, damit das Leben nun "für mich" so ist? Das ist überhaupt kein Trost. Wie könnte ich es wagen, mich besser zu fühlen, nur weil es Menschen gibt, "denen es nicht so gut geht" . Diese Argumentation ist absolut furchtbar. Es gibt immer Menschen, denen es besser und schlechter geht, aber das ist doch kein Maß zum Messen? Daran kann ich doch nicht mein (Un)Glück festmachen? Außerdem, wer bist du, dass du behauptest, Reisbauern könnten nicht glücklich sein? Was sich Menschen, aus solch einer Bildungsschicht wünschen, sind Dinge, die sie meistens schon haben. Diese Menschen, haben doch teilweise komplett andere Standards als ich, zB. eine Familie. Und selbst wenn sie unglücklich sind, was bringt mir das zu wissen, dass es andere Menschen gibt die unglücklich sind? Absolut nichts. Denn ich will mich nicht an anderen Menschen messen, sowas ist sinnlos. Und das Thema "Zeitverschwendung" ist relativ. Für mich ist arbeiten Zeitverschwendung, für andere das Philosophieren über Dinge. Nur MUSS ich arbeiten gehen, während das Philosophieren kein Zwang ist.

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 08:06

Wohl möglich wahr, nur kann ich meine Skepsis und meinen Pessimismus nicht ändern. Dieses "denkt doch einfach mal positiv" wäre auch unangebracht. Ich lasse mich gern von objektiven Argumenten überzeugen. Nur die subjektiven, sind die, die auch "passend" sein müssen. Dh. nicht, dass sie meiner Meinung 100% übereinstimmen müssen.
Mediendesigner in Digital & Print kann man auch durchaus als eine duale Ausbildung machen, (Grund)Kenntnisse in Photoshop, Illustrator etc. habe ich schon. Studium wäre wohl weniger für mich. Aber dennoch fällt mir der Schritt, einen guten, sicheren Arbeitsplatz aufzugeben, schwer.
Außerdem habe betrachte ich deine Aussage nicht als sinnlos, nur teile ich sie nicht ganz. Dennoch hat sie mir geholfen, in eine andere Richtung zu denken.

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Und wieso machst du nicht einen Job der dir Freude macht ( zB was mit Reisen?) suchst dir einen Partner, den du richtig liebst und der vielleicht mit dir gemeinsam durch die Welt tingelt? Wenn du alles, was dir gefällt aus deinem Leben aussschliesst, hast du selber Schuld, dass du keinen Sinn drin siehst

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 10:08

Ich liebe meinen Freund "richtig" . Mehr sag ich dazu nicht, ich brauche Tipps und kein "liebe deinen Partner richtig" - Kommentare.

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Kommentar von FrauFriedlinde
14.03.2016, 10:10

Dann hat dein Leben doch einen Sinn. Dein lieber Partner. 1-2 Sachen mehr finden sich bestimmt noch. Deine Eltern? Ein Hobby? Ein Tier? Denk doch mal nach!

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Kommentar von smokemirrors
14.03.2016, 10:11

Alles kostet Geld: Tiere, Hobbys etc.

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Kommentar von FrauFriedlinde
14.03.2016, 15:30

Dann währe jetzt dein Sinn des Lebens, so fleissig zu arbeiten, dass du dir viele Wünsche und Träume ermöglichen kannst. Das schaffst du schon!

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