Lohnt sich Anlage U?

3 Antworten

Man sollte dem Finanzamt nichts verschweigen...wenn Deine Ex den Unterhalt versteuert, (und der somit dem FA bekannt ist!) und Du ihr das wieder ersetzen musst, ist es doch nur gerecht, wenn Du das absetzten kannst, also was erstattet bekommst.

Das hat mit Verschweigen nichts zu tun. Die Ex-Frau muss den Unterhalt nur dann versteuern, wenn sie die Anlage U unterschreibt, und nur dann sind die Unterhaltsleistungen beim Zahlenden abzugsfähig. Das eine (Abzugsfähigkeit) bedingt das andere (Versteuern der Unterhaltsleistungen).

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@PatrickLassan

somit sollte ich ihr empfehlen, die Anlage nicht zu unterschreiben, oder?

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Naja was heißt verschweigen. Wir wollen uns gegenseitig keine Steine in den Weg legen. Hat ja bisher auch normal geklappt. Aber zugegeben versteh ich das eh nicht so ganz. ich hab ihr 1716,- Euro in 2011 gezahlt. Wie wird das versteuert bzw was kann da das Finanzamt einfordern? Ja und im Endeffekt muss dann ja eh ich das zahlen, oder? Im Endeffekt steht ja überall, dass ich ja dann für den "steuerlichen Nachteil" bei ihr aufkommen muss. Somit erstatter mir da Finanzamt jetzt was und dann muss ich es wieder zurück geben, wenn meine Ex-Frau ihre Steuererklärung macht??!!?? Hilfe, ich versteh es noch nicht ganz.

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@poohbear

Soweir ich weiß, ist das kein Betrag, den sie versteuern müsste, also hättest Du nur Nachteile, wenn du diese "Sonderausgaben" ("außergewöhnliche Belastungen" )nicht angibst....

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@Blindi56

Doch. Die Unterhaltsleistungen, die der Fragesteller abziehen kann, sind bei seiner Ex-Frau Einkünfte, § 22 Einkommensteuergesetz:

Einkünfte aus Unterhaltsleistungen, soweit sie nach § 10 Absatz 1 Nummer 1 vom Geber abgezogen werden können;

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__22.html

Übrigens:"Sonderausgaben" und "außergewöhnliche Belastungen" sind zwei verschiedene Dinge.

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hast du das mit elster gemacht? dann starte das programm nochmal und lies einfach die erläuterungen durch. wenn du sicher bist, dass die angaben besser nicht gemacht worden wären, kopiere die letzte erklärung und schicke sie noch einmal ohne anlage u ans finanzamt. dort gilt immer nur eine, bzw. die letzte. und solange die schriftliche bestätigung dort nicht vorliegt, wird sie auch nicht abschließend bearbeitet. ich habe gestern meine abgeschickt und bemerkte hinterher, dass ich ein teil der werbungskosten vergessen hatte. beim finanzamt angerufen und nachgefragt, die haben das so bestätigt, dass man eine korrektur so einfach machen kann.

geht nicht. hab grad folgendes auf der Anlage U gelesen: Mir ist bekannt, dass eine Rücknahme dieses Antrages nicht zulässig ist. Somit kann ich meiner Ex höchstens Raten, dass sie ihn nicht unterschreiben soll. Oh man, im Grunde will ich ja nur wissen, wie die Unterhaltszahlung dann bei ihr versteuert wird, d.h. wie viel Steuern muss sie auf die 1714 Euro zahlen.

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@poohbear

Kommt drauf an, ob Du dich für die beleglose elektronische Steuererklärung mit elektronischer Signatur entschieden hast oder für die elektronische Steuererklärung mit zusätzlichem Postversand von Steuererklärung und Belegen.

Bei der Variante mit Postversand ist nur die elektronisch abgegebene Steuererklärung wirksam, die mit der Telenummer der persönlich unterschriebenen und per Post zugesannten Steuererklärung in Papierform übereinstimmt. Du kann also mehrere Steuererklärungen abgeben. Das Finanzamt nutzt erst bei Bearbeitung der postalisch eingetroffenen Steuererklärung die elektronischen Daten mit derselben Telenummer. Alle Daten zu anderen Telenummern sind nicht rechtswirksam.

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  1. E slohnt sich, wenn Dein Steuersatz höher ist als der deiner Ex, denn dann wirken sich die Unterhaltsleistungen bei dir mehr aus, als die steuerliche Mehrbelastung bei deiner Ex-Frau durch die zu versteuernden Unterhaltszahlungen.

  2. Wenn Deine Ex-Frau die Unterschrift verweigert, ist es vorbei mit der Abzugsfähigkeit.

Naja klar ist mein Steuersatz höher als der meiner Exfrau. Sie arbeitet ja nciht mehr bzw hat letztes Jahr nur ca 5-6 Monate halbtags gearbeitet. Aber ich will mir hier nicht selber einen Strick draus drehen. Wie gesagt, es macht ja keinen Sinn, wenn ich jetzt auf Grund der Angabe der Anlage U etwas mehr Steuern raus bekomm, meine Ex-Frau dann ihre Steuererklärung macht und ich dann das Geld was ich vom Finanzamt bekommen hab, dann an meine Ex-Frau zurück geben muss. So versteh ich das zumindest.

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@poohbear

Du mußt nur das zahlen, was deine Ex-Frau wegen der zu versteuernden Unterhaltszahlungen mehr an Einkommensteuer zu zahlen hat. Das ist wahrscheinlich weniger als das, was Du aufgrund der abzugsfähigen Unterhaltszahlungen erstattet bekommst.

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