Lohnt es sich Pfandflaschen aus Mülleimern zu sammeln?

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23 Antworten

es gibt einen film vom regisezr armin biehler über die flaschensammler in der regio (dreiländereck schweiz, deutschland, frankreich) ...

aus der filmbesprechung in der badischen zeitung

"Biehler weiß von zwölf hauptberuflichen Flaschenfischern im Dreieckland - nur drei und deren Angehörige wollten sich filmen lassen. Regelmäßig leuchten Herr Haas, Frau Herzog und Herr von Gunten mit ihren Taschenlampen - auf der Suche nach Verwertbarem - in einen oder mehrere der 53 Altglascontainer im Gebiet um Basel, Hugeneau, Lörrach und Freiburg. Mit einem Haken und viel Geschick werden Pfandflaschen aus den Containern geangelt, gesäubert, die Etiketten abgewaschen. Kein Marktleiter kann dann noch sagen: "Die sind nicht von uns. Die nehmen wir nicht an.". Die gläsernen Objekte werden zum Markt getragen und "eingelöst". Familie Haas zahlt alle Lebensmittel mit "Pfandflaschenrückgeld-Bons". Frau Herzog bessert ihre Witwenrente auf. Und Herr von Gunten löst nur so viele Flaschen ein wie er Geld zum Leben benötigt. Die übrigen Flaschen lagert von Gunten als "gläsernes Sparkonto" in den Keller einer guten Freundin. Eine eigene Wohnung hat er nicht. Seit April 2000 flimmert Biehlers "gereifter" Doku-mentarfilm über internationale Leinwände. "Vier Jahre Arbeit stecken da drin.", so Biehler. Vor kurzem wurde der 16 Millimeter-Streifen auch im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Ob ein (nicht nur) "ethnologiestudium-bedingtes Interesse" ein ausreichendes Argument ist, Menschen zu Prota-gonisten ihrer selbst werden zu lassen, ist fraglich. Die Frage nach dem "Warum", der Intention, dem Zweck des Filmes wurde zu klären versucht. Im Gespräch zwischen Publikum und Filmemacher Biehler. Vorgefasste Meinungen will Biehler auf den Kopf stellen. Und die Hochachtung vor den Menschen die "am Rande unserer Gesellschaft" lebten, die wolle er trans-portieren. Und unterhalten wolle er auch. Vereinzelt reagierte das Neustädter Publikum auf solcherlei Erklärungen sehr empfindlich, verließ sogar den Saal. Fern läge es ihm, so Biehler im weiteren Gespräch mit dem Publikum, sich in "klassischer Sozialkritik" zu üben, gar den "sozialen Zeigefinger" oder gar "Anklage gegen die Gesellschaft" zu erheben. Die drei Akteure seines Dokumentarfilmes und deren Angehörige waren bei der Premiere des mehrfach mit Preisen honorierten Filmes dabei. Biehlers Intention, eine Doku über Familien und Alleinstehende zu drehen, sichtbar zu machen, was jeder sieht, aber keiner realisiert, war und blieb schillernd. Die Frage nach der Gradwanderung zwischen unterhaltsamen Voyeurismus und gradliniger Dokumentation drängte sich auf. So erzählt Biehler denn auch, dass das Schweizer Fernsehen die Szenen mit der etwas ruhigeren und zurück-haltenderen Flaschenfischerin aus dem Elsaß herausgeschnitten habe. Die Spannung die verwöhnte Talkshowschauer gewohnt sind, fehlte wohl. Menschen zum Zweck? Entlohnt wurden sie nicht. Die mit den Akteuren gemeinsame Arbeit an der Doku, die entstandenen Freundschaften, das "nun-wieder-Distanz-üben", die Erfahrung, das Vorführen eines Ergebnisses und die Reaktion und Filmkritik - auch die des Neustädter Publikums. All dies macht Biehler Freude, ist ihm wichtig. Er, der "diese Menschen" ernst nimmt und deren Authentizität bewundert, begeistert ist darüber, dass die Flaschen-sammler selbstbewusst von ihrer "Arbeit" sprechen, gerät im Laufe des Gesprächs unter Beschuss. In freundlich, wälderstädtischer Manier - versteht sich. Biehlers "Spagat" zwischen guter Dokumentation und Unterhaltung regte noch bis spät in die Nacht die Gemüter."

Klar, warum denn nicht? Der Müllvermeidung tuts gut und ich denke der Geldbörse auch, da hat man schnell mal eine Straßenbahnfahrt zusammen. In Mülltonnen herumwühlen würde ich auch nicht unbedingt, aber wenn bei uns die Leute Flaschen auf den Sandkästen vor dem Haus stehen lassen, nehme ich sie mit. würden sonst eh nur beim nächsten Windstoß über die Straße flattern. Die Blicke der Leute? Sorry, da steh ich drüber. Außerdem wird das nur zum Problem, wenn man betont verstohlen versucht, sich die Flaschen zu grabschen. Stellt man sich ganz selbstverständlich hin und packt sie ein, zucken die Leut die Schultern und gucken woanders hin. Soviel Selbstbewußtsein, dass ich mir im Klaren drüber bin, nichts Unredliches damit zu tun, hab ich allmal.

Vier Flaschen mit 25ct sind ein Euro, Vierzig schonmal 10€ und das Steuerfrei und wenn andere zu faul sind sich das Pfand zu holen als das Geld liegt doch wirklich auf der Straße. Wenn ich in einer großen Stadt wohnen würde, würde ich das auf jedenfall tun, und die blöden Blicke der anderen wären mir auch egal. Ich bücke mich übrigens auch nach einem 1ct -Stück.

Wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert? Bei mir wirkt der alte Lehrspruch auch gewaltig nach :).

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da musst du schon sehrsehrsehr viele flaschen sammeln umm da ordentliches geld zu bekommen. ich glaube der aufwand zahlt sich letztendlich nicht aus.

naja Leute, die im Müll wühlen, werden gerne belächelt. Und wegen ein paar Cent würde ich mir selber die Mühe nicht machen. Aber wenn du jeden Cent gebrauchen kannst, dann ist es sicher eine gute Methode noch was dazuzuverdienen.

Es gibt Menschen die leben ausschließlich davon und das teilweise gar nicht so schlecht. Insbesondere lohnt sich wohl das Umfeld von großen Diskos wo die ferngesteuerten Unterhosen im Umfeld erst mal vorglühen bevor sie in die Disse gehen.

Ich habe mal April 1996 bis heute "Buch geführt" über gefundene Pfandflaschen. Wobei ich NICHT in Abfallbehältern wühle, sondern nur Flaschen aufhebe, die gerade bequem aufzuheben sind. Also keine exzessive Suche. Fazit: pro Tag durchschnittlich 16 Cent, pro Monat durchschnittlich etwa 4,80 Euro. Nicht sehr lohnend.

He - das ist jeden Monat ein Becher von meinem Lieblingsbrombeereis mehr - also sag hier nicht, das wäre nix - immerhin ein paar hundert Kalorien :).

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@Slizia

Hab ich ja gar nicht - nur nicht sehr lohnend. Aber ein großer Eisbecher im Monat...das ist ein Argument...:-))

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Wenn es dann für den nächsten Rausch langt, wieso nicht?

Wenn du gerne an der frischen Luft bist und wenig Geld für viel Arbeit haben willst, lohnt es sich bestimmt.

Wenn man das Geld braucht, schon. 25cent Einwegpfand kann isch ganz gut summieren.

Auch wenn ich es für würdelos halte, dass Menschen bei uns im Müll wühlen müssen.

Für einen Manager einer großen Firma nicht - für einen Hartz 4 Empfänger vielleicht schon...

Das kannst du nur für dich selber entscheiden.

Ich würde große Veranstaltungen nutzen um Pfand zusammeln, bin jedes Heimspiel auf Schalke, die Omas die darum laufen haben immer den ganzen Wagen voll, das ist doch leicht verdientes Geld!!

Uns geht es noch nicht schlecht genug, daß die Leute es sich leisten können, Geld in den Müll zu werfen. Ich denke schon, daß sich das summiert. Wir beklagen uns, daß alles teuerer wird. Aber dann noch Flaschen und Dosen für die man Pfand bezahlt hat in den Müll werfen?

ja das lohnt sich auf jeden fall

Lohnen kann es sich wohl, aber ich möchte nicht in Mülltonnen rumkramen.

wenn man das geld braucht, warum nicht.... es liegt ja auf der straße ;)

Das muß jeder für sich selbst wissen, ob es sich lohnt. Immerhin bekommt man 25 Cent pro Flasche.

Sicher, dass ist alles Geld. Und wenn man wenig hat, dann ist man doch dankbar für jeden Cent der dabei rum kommt. Meinen Respekt vor den Leuten, die das tun! Es ist bestimmt nicht angenehm! Ameise

Oder nach einer Stradparty ect

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