Lohnt es sich Islamwissenschaften zu studieren, um Journalist zu werden?

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4 Antworten

Es ist wirklich, wirklich schwer zu sagen, ob man mit dieser oder jener Fachkombination bessere Chancen in dem und dem Beruf hat.

Dafür sind die Geisteswissenschaften einfach zu wenig auf ein bestimmtes Berufsbild hin ausgelegt und auch ein Journalismus-Studium garantiert nicht, dass man nachher auch tatsächlich als Journalist arbeitet und nicht in einem Bereich, an den man vorher nie gedacht hätte.

Natürlich muss man aber sagen, dass bei dieser Kombination die "Buzzwords" schon mal gut gesetzt sind. Denn der Islam wird als großes Thema auf absehbare Zeit nicht aus den Nachrichten verschwinden.

Ich würde an deiner Stelle auch die Kombination von Haupt- und Nebenfach nochmal durchdenken. Willst du nach dem Studium hauptsächlich als Islamwissenschaftler wahrgenommen werden oder als Journalist? Wenn Letzteres der Fall ist, würde ich über eine Wahl von Journalismus als Hauptfach nachdenken (wenn das überhaupt möglich ist).

Zusammenfassend: Eine Jobgarantie für diesen oder jenen Bereich gibt es leider nicht, aber ich persönlich finde die Kombination zumindest vielversprechend.

Die derzeitigen Chancen überhaupt ein journalistosches Volontariat zu bekommen, sind verschwindend gering und selbst für diejenigen, die während Schule und Studium als freie Redakteure tätig waren, enorm schwer zu erreichen. Oftmals ist man auf eine freiberufliche Tätigkeit angewiesen. Insgesamt ist der Arbeitsmarkt im Medienbereich dicht. Das gilt auch für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Nicht selten landen Absolventen von Sprach- und Geisteswissenschaften als Trainee in einer PR- Agentur. Das bedeutet befristete Verträge zu schlechten Löhnen. Ersatz für sie gibt es genügend.

Wenn Du Islamwissenschaften studierst, bist Du auf diesem Gebiet zwar gebildet, hatst aber absolut keine konkreten redaktionellen beruflichen Erfahrungen. Man sollte heutzutage ohnehin ein Allrounder sein. Die Spezialisierung kann später erfolgen, wenn du Dich etabliert hast.

Ich persönlich rate Dir davon ab, sich den Journalismus alls alleineiges Ziel zu setzen und denke nicht, dass Du einein Vorteil durch die Islamwissenschaftren hast- im Gegenteil: du begrenzt den Einstellungsradius...


Es lohnt sich nicht mehr, Journalist zu werden. Das Studium ist da egal

P.S. Korrekte Rechtschreibung wäre schon wichtig...

Kommt darauf an, ob du in die wissenschaftliche Berichterstattung über den Islam willst oder nicht.
Wenn du lieber über den Orient als Reporter berichten willst, dann solltest du mehr auf Sprache und Landeskunde wertlegen. Orientalistik ist da fast besser als Islamwissenschaften. Da kommt der Islam auch vor, aber eben nur als Teilaspekt.

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