lohnt es sich in die Rentenversicherung einzuzahlen?

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9 Antworten

Wie seht ihr das?

Der Sinn der RV-Pflicht bei Minijobs ist es nicht dadurch den Altersrentenanspruch zu erhöhen, dieser steigt nur um 5,- € für jedes Jahr, dass du dem Minijob nachgehst, sondern dir den Status pflichtversicherter für kleines Entgelt zu sichern.

Pflichtversichert bedeutet du hast

  • Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, gem. § 43 SGB VI
  • Anspruch auf berufliche Reha
  • bist unmittelbar förderfähig zur Riesterrente.
  • kannst über den Minijob eine betriebliche Altersvorsorge einrichten
  • Hast vollwertige Beitragszeiten für einen evtl. Anspruch auf Rente für langjährig oder besonders langjährig Versicherte (§§ 36, 38 SGB VI).

Wenn du also noch keinen Hauptjob hast aus dem du den Status pflichtversichert ableitest, so solltest du keinen Antrag auf Befreiung stellen.

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Du erwirbst mit diesen 3,7 % einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn dieser noch nicht erreicht wurde. Außerdem zählt diese Zeit später auf die Mindestversicherungszeit für eine evtl. vorzeitige Altersrente.

Aber entscheiden kannst du das nur allein. Dem Arbeitgeber ist das egal, der muss die gleichen Abgaben auf jeden Fall zahlen.

Wenn du diese 16 € zahlst, werden die auch die 67,50 € gut geschrieben, die der AG zahlt. Sonst wandert der Betrag in den allgemeinen Rententopf.

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Kommentar von Steuerzahler89
18.08.2016, 18:02

Welche 67,50€ meinst du? 

Wie kommst du auf diese Zahl? 

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Dir ist dann auch egal, wenn du im Krankheitsfall keine Rehabilitationsmaßnahmen bekommst und später keine Rente.

Dann verzichte auf die Einzahlung. Dir muss aber dann auch klar sein, dass du auf sämtliche Leistungen der RV verzichtest, die auch Umschulungen oder "Kuren" behinhaltet.

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Die Belastung von 3,7 % ist so gering, sodas sich die Betragszahlung immer lohnt.Zumal sich der Arbeitgeber mit 15 % beteiligt.Stelle also keinen Antrag auf Beitragsbefreiung.

Du erwirbst damit Ansprüche auf das volle Leistungspektrum der Rentenversicherung, wie Anspruch auf Rehabilitation, Rente wegen verminderter Erwerbfähigkeit und vorgezogene Altersrente.

Außerdem wird die Wartezeit günstig beeinflußt.

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Das kommt ganz darauf an, wie Du Dein Leben gestalten willst. Ich würde es immer machen, nach 60 Beitragsmonaten Anspruch auf EU-Rente oder Altersrente generell, Bist Du weiblich:   Kinder und Du kannst auch mal einen besser bezahlten Beruf machen, wenn Du eine Ausbildung hast. Die Entwicklung des Renteniveaus kann heute keiner voraussagen.

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Hallo Steuerzahler89,

Sie schreiben:

lohnt es sich in die Rentenversicherung einzuzahlen?

ich fange einen neuen 450€ Job an

Antwort:


"Ganz klar ja!"

Im Ernstfall zählt wirklich jeder einzelne Beitragsmonat!

Wenn Sie nach dem 1.1.1961 geboren sind, haben Sie in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Anspruch auf Erwerbsminderungsrente setzt unter anderem grundsätzlich voraus, daß Sie auf Ihrem Rentenkonto mindestens 60 Beitragsmonate nachweisen müßen, davon in den letzten 5 Jahren mindestens 36 Monate!

Verzichten Sie in Ihrem eigenen Interesse auf gar keinen Fall auf diese Mindestabsicherung und setzen Sie alles daran, daß Sie auch privat vorsorgen, solange Sie noch gesundheitlich fit sind!

Lesen Sie die Zusammenhänge unter folgendem Link nach, das würde an dieser Stelle zu weit führen:

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Das kann sich später im Einzelfall lohnen, muss aber nicht.

Um Altersrente beziehen zu können, musst Du eine bestimmte Anzahl von Jahren in die Rentenkasse eingezahlt haben. Oftmals fehlen Dir hier später einige Jahre. Für solche Fälle kann es durchaus sinnvoll sein, freiwillig in die Rentenkasse einzuzahlen, damit Du einen Rentenanspruch bekommst.

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Kommentar von kevin1905
18.08.2016, 17:54

Um Altersrente beziehen zu können, musst Du eine bestimmte Anzahl von Jahren in die Rentenkasse eingezahlt haben.

60 Monate.

Für solche Fälle kann es durchaus sinnvoll sein, freiwillig in die
Rentenkasse einzuzahlen, damit Du einen Rentenanspruch bekommst.

Vorsicht: Freiwillige Beiträge sind etwas anderes.

Minijobs sind rentenversicherungspflichtig, wenn kein Antrag auf Befreiung gestellt wird. Freiwillige Beiträge sind, außer wenn für Menschen 60+ rausgeworfenes Geld, da aus ihnen z.B. kein Anspruch auf EM-Rente erwächst.

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Kommentar von DerHans
18.08.2016, 18:08

Das geht an der Fragestellung vorbei.  Hier handelt es sich um PFLICHTBEITRÄGE, die erheblich besser bewertet sind, als freiwillige Beiträge. Mit freiwilligen Beiträger erreicht man eigentlich gar nichts.

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In deinem Fall würde sich eine private Rentenversicherung doch eher anbieten. Arbeitest du nur auf 450€, also schon immer und für immer?

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Kommentar von kevin1905
18.08.2016, 17:52

Ich sehe KEINE Argumentationsgrundlage für eine private Rentenversicherung in diesem Kontext.

Gerne lese ich mir aber deinen Beratungsansatz durch und wie du zu der Erkenntnis kommst.

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später eh nicht mehr als Harz IV Niveau sein wird,

Das weißt du doch gar nicht!

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