Lohnt es sich den Doktor-Ingenieur anzustreben?

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4 Antworten

Wenn man Statistiken anschaut, wird man feststellen, dass Dr.-Ingenieure tatsächlich nen höheren Verdienst haben. Allerdings kann so eine Statistik auch trügen. Um Doktor in Ingenieurwissenschaften zu werden, gehen mindestens drei, eher 5-6 Jahre ins Land. Wenn man dann über 30 ist und schon 5 Jahre promoviert hat, steigt man natürlich nicht in ein Unternehmen ein und lässt sich mit dem gleichen abspeisen, was ein "nur" Dipl.-Ing. bekommt. Soll heißen, da die "niederen" Einkommen aufgrund des Alters wegfallen, kommt das im Endeffekt dann aufs gleiche raus.

Außerdem: so wirklich auf nen Doktortitel hinarbeiten ist nicht immer so einfach. Ich zb. hätte evt. auch noch gerne promoviert, als Dipl.-Ing. Aber das in Frage kommende Uni-Institut hatte keine freien Projekte zur Verfügung, also fiel das weg. Auf der Stellensuche am Studienende kann man sich ja dann auch bei diversen Firmen auf Promotionsstellen bewerben. Allerdings ist das dann halt so wie mit Jobs, Stelle bekommen, oder nicht. Nehmen wir mal an, du hättest ne stelle bei nem guten Unternehmen sicher bzw. müsstest bald zusagen, hast nebenher aber noch ne Bewerbung auf ne Promotionsstelle am Laufen,... wie würdest du dich entscheiden? Stelle absagen, Spekulieren auf Promotionsstelle?

Aus reinen Prestigegründen zu promovieren ist absoluter Quatsch. Niemand wird besser bezahlt nur weil er einen Doktorgrad hat. Spezifische Qualifikationen durch die Dissertation sind dann natürlich ein anderes Thema. Wer aber Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten hat, der ist mit einer Dissertation auch in diesem Fachbereich nicht schlecht beraten.

Danke! Das bringt glaub ich nur was bei Wissenschaften zu promovieren, obwohl ja eigentlich Maschinenbau auch eine (Ingenieurs) Wissenschaft ist, ist aber halt viel Praxis und kaum Theorie

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@drakejosh

Ich wollte dir eigentlich grad die Antwort auf deine Frage senden mit der ich mir durchaus Mühe gegeben hatte. Aber du bist als user inaktiv!?!

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Das Schreiben einer Dissertation erhöht das Einkommen wirklich nicht. Ich habe noch nie gesehen, das eine Firna einen Doktor der Elektrotechnik sucht. Ein Arzt verdient auch nicht mehr, bloß weil er einen Doktortitel hat.

Bist du dir sicher, dass das bei Ärzten nicht so ist?

In unserer Stadt gibt es 3 HNO-Ärzte und alle, die ich kenne, gehen lieber zu den beiden, die einen Doktor haben.

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@bianchaneunzehn

Vor allem bei Medizinern ist der Doktortitel aus der Tradition heraus begründet. Was weißt man denn da überhaupt damit nach? Dass man halt noch gegen Ende des Studiums noch ein Pamphlet über irgendwelche Medikamente und/oder Krankengeschichten/Mikroorganismen geschrieben hat... Das ist kein Indiz dafür, ob man ein guter Arzt ist, oder nicht.

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@moreblack

Es ist kein Indiz dafür. Teilweise ist es ja eher ein Anti-Indiz dafür, dass man ein guter Arzt ist, weil man eher auf Theorie und auf Noten geht, aber vielleicht menschlich total schlecht drauf ist.

Trotzdem ändert es nichts daran, dass man jemandem mit einem Doktortitel als Arzt eher vertraut als einem ohne...

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@bianchaneunzehn

Teilweise ist es ja eher ein Anti-Indiz dafür, dass man ein guter Arzt ist, weil man eher auf Theorie und auf Noten geht

Das ist nun aber eine recht haltlose Hypothese. Eine Dissertation zu schreiben heißt ja erst mal nur, dass derjenige sich mit einer wissenschaftlichen Fragestellung auseinander gesetzt hat. Und ich persönlich und zumindest alle in meinem Umfeld die Promovieren tun dies, weil sie sich dafür interessieren. Auch erschließt sich mir nicht ganz der Zusammenhang zwischen einer Dissertation und einem Hang zu "theoretischen Fragestellungen". Gerade in der Medizin arbeiten viele induktiv!

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@susicute

"Teilweise" = Eher nicht so wahrscheinlich

Meine beste Freundin studiert Medizin und will keine Dissertation schreiben, weil sie absolut "scharf" darauf ist zu arbeiten.

Ich selbst studiere Jura und will keine Dissertation schreiben, weil mir so ein Titel nicht wirklich etwas bedeutet und ich mehr Interesse an der Praxis habe.

Dagegen will mein Freund und sein Kollege jeweils einen Doktortitel haben (einmal Mathematik, einmal Physik).

Es hängt einfach von der Person ab, was man lieber machen will.

Trotzdem muss man sich überlegen, dass diese Theoretiker in der Medizin vielleicht in der Forschung besser aufgehoben wären, weil sie sich viel mit Theorien, etc. beschäftigen.

Ich denke weder, dass du mit Menschen nicht umgehen kannst, weil du eine theoretische Arbeit verfasst, noch denke ich, dass Menschen ohne Doktor keine Qualität haben.

Hör bitte auf mich anzugreifen (so fühlt sich das nämlich an)!

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@bianchaneunzehn

Wenn du mich wissen lässt in wie fern ich dich angegriffen habe entschuldige ich mich dafür. Aber eigentlich entnehme ich meiner Antwort nur eine Kritik deiner Aussage. Und eine kritische Auseinandersetzung sollte für Studenten alltäglich sein. Verwechsle nie eine Kritik an deiner Aussage oder Arbeit mit einer Kritik an deiner Person. Damit macht man sich das Leben unnötig schwer.

Eine Dissertation führt übrigens zu einem akademischen Grad, nicht zu einem Titel.

Ich denke weder, dass du mit Menschen nicht umgehen kannst, weil du eine theoretische Arbeit verfasst, noch denke ich, dass Menschen ohne Doktor keine Qualität haben.

Mit dieser Aussage kann ich mich ohne weiteres anfreunden. Deine oben zitierte Aussage läuft dieser allerdings entgegen. Und da sie dem gängigen Bild-Jargon vom abgehobenen geltungssüchtigen Doktoranden doch sehr entsprochen hat, habe ich sie kritisiert. Von den rund 120 Doktoranden hier in der Graduiertenschule kenne ich wirklich keinen einzigen, der aus Eitelkeit promoviert. Und meiner Ansicht nach sind Dissertation, die aus einem solchen Grund begonnen werden auch mehr oder weniger zum Scheitern verurteilt. Wer nicht aus liebe zu seinem Fach und "seiner" Fragestellung dabei ist wird an all den Hürden und Durststrecken die mit einer Promotion verbunden sind, resignieren.

Ich bin übrigens kein Mediziner sondern Politikwissenschaftler. Aber es missfällt mir durchaus, dass Dissertationen von Medizinern gerne von allen Seiten angegangen werden. Von anderen akademischen Bereichen sind sie als "Promotiönchen" verschrien, vom Bildzeitungsleser als Geltungssucht. Letztendlich sind es wissenschaftliche Arbeiten, in die Zeit und Mühe investiert wurde und wie auf jede andere Leistung auch (egal ob akdamisch oder nicht) darf man durchaus stolz sein ohne, dass einem gleich der Vorwurf des Hochmutes entgegen schlägt. Auf dein Staatsexamen wirst du (zu recht) irgendwann auch Stolz sein.

Zu guter Letzt nochmal der Hinweis, dass eine Dissertation nicht gleichzusetzen ist mit "theoretischem Arbeiten". Wobei wir hier evtl. aneinander vorbei reden, weil ich den Eindruck habe, dass du den Theoriebegriff nicht in einem wissenschaftlichen Kontext verwendest!? Eine theoretische Arbeit überprüft und entwickelt Thesen auf Basis vorhandener Literatur (findet man in der Medizin kaum!), empirische Forschung arbeitet unmittelbar am Untersuchungsgegenstand.

Im Sinne des konstruktiven Meinungstausches wünsche ich dir einen schönen Tag und noch viel Erfolg im Studium!

Lg Susan

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@susicute

Ich erkläre dir noch einmal schnell den Anfang unserer Diskussion:

Ich schreibe:

Bist du dir sicher, dass das bei Ärzten nicht so ist?

In unserer Stadt gibt es 3 HNO-Ärzte und alle, die ich kenne, gehen lieber zu den beiden, die einen Doktor haben.

Damit erkläre ich, dass von unseren 3 HNO-Ärzten derjenige ohne "akademischen Grad" wohl weniger verdienen wird, wenn er weniger Patienten hat.

Ich sage damit weder, dass ich diesen Arzt meide oder schlechter finde und ich behaupte auch nicht, dass jeder Arzt mit Doktortitel mehr verdient.

Ich sage mit dieser Aussage aus, dass es wohl sehr viele Menschen geben könnte, die lieber zu einem "Doktor" gehen als zu einem anderen Arzt. Daraus schließe ich dann, dass diese Ärzte teilweise wohl doch weniger verdienen können. Damit rege ich eigentlich nur eine Diskussion darüber an.

Und dann kommst du:

Vor allem bei Medizinern ist der Doktortitel aus der Tradition heraus begründet. Was weißt man denn da überhaupt damit nach? Dass man halt noch gegen Ende des Studiums noch ein Pamphlet über irgendwelche Medikamente und/oder Krankengeschichten/Mikroorganismen geschrieben hat... Das ist kein Indiz dafür, ob man ein guter Arzt ist, oder nicht.

Es geht gar nicht darum, ob ein jemand mit deinem "Doktor" ein guter Arzt ist. Das hängt ja absolut von der Person ab. Es geht darum, dass Menschen einem "Doktor" einfach eher vertrauen. Und das Ganze sagst du in einem Tonfall (gut, ich habe das so gelesen, vielleicht hättest du es in der Realität absolut freundlich gesagt, dennoch hat es nicht wirklich mit meinem Kommentar zu tun), der mich einfach verärgert hat.

Dennoch gehe ich auf deine Antwort ein, stimme dir zu. Und sage dann, dass es teilweise sogar anders herum sein kann. Dann versuche ich wieder auf mein eigentliches Anliegen zurückzukommen. Und du weichst wieder davon ab.

Ich bitte dich eigentlich nur entweder dich mit meinem Thema zu beschäftigen, das ich anstoßen wollte, oder es sein zu lassen. Danke.

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@bianchaneunzehn

Patienten haben sehr schnell raus welcher Artzt gut is und das hängt nicht vom akademischen Dr. Grad ab.

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soweit ich weiß funktioniert das nur wenn du deine Promotion bei einem Unternehmen machst, sonst bist du den meisten dann schon zu alt und zu teuer

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