Lohnt es sich bei Tod eines Verwandten für die Beerdigung mehrere Angebote einzuholen?

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4 Antworten

Das Problem ist:

Was für ein Angebot?

Dazu müsstest Du wissen, was Dir Deiner Meinung nach gut tut, also was im Trauerfall der Bestatter für Dich tun soll und was nicht.

Dazu müsstest Du Dich intensiver mit Trauer, Tod und Sterben befassen, Bestatterleistungen und Bestattungsarten, vielleicht sogar schon Friedhofsgärtnerangebote (Reihengrab, Wahlgrab, Baumbestatung, Bestattungsgarten...) vergleichen (was machen die, was können die, was ist sinnvoll für Dich, was willst Du/brauchst Du)?

Brauchen die Angehörigen auf dem Friedhof einen Ort zum Trauern? Können sie alles den Freidhofsgärtner machen lassen? Was wollen sie selber tun? Wie gut soll das Grab erreichbar sein (Friedwald hat keine Grabpflege, ist aber mit Rollator/Rollstuhl oft fast unerreichbar, hat dafür aber eine enorm lange Liegezeit, bis das Grab aufgegeben wird)?

Also auch die Frage nach der Liegezeit bei verschiedenen Grabsorten: Ein Wahlgrab kann verlängert werden. Reihengräber werden gnadellos nach Ablauf der Liegezeit abgeräumt.... 

Was brauchst Du für Deine Trauer? Ist es gut, wenn der Bestatter die Leiche so weit zurecht machen kann, dass man mehrfach am offenen Sarg in einer vom Raum her angenehmen Atmosphäre ohne Zeitdruck Abschied nehmen kann? Soll er vielleicht sogar eine Aufbahrung zu Hause organisieren?

Eine Hilfestellung für einige dieser Fragen können die beiden folgenden Links darstellen.

http://www.tz.de/tv/sendung-mit-der-maus-kinder-tod-erklaerung-tz-2621146.html

http://www.veoh.com/watch/v93103624s4BWKKqR

Wenn Du über diese und weitere Fragen Klarheit gewonnen hast, dann lohnt es sich, auf Bestattersuche zu gehen. Welche können sich auf Deine Wünsche einlassen und sie umsetzen und was würde das kosten?

Ansonsten bekommst Du ein Angebot "möglichst billig". Aber mit Deiner Trauer oder der Deiner Angehörigen hat das wenig zu tun. Und so bekommen immer mehr Beerdigungen die Tendenz zu einer möglichst preiswerten Entsorgung - die aber niemandem wirklich gut tut.

Das ist jetzt kein Plädoyer für "möglichst teuer". Aber eines dafür, sich und seine Trauer und das, was man dafür langfristig braucht, ernst zu nehmen.


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Da die Bestattungskosten ja hauptsächlich vom Aufwand abhängt, der betrieben wird, und glaube ich, dass ein Preisvergleich der Bestatter in den meisten Fällen nicht viel bringen würde.

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Kommentar von Herb3472
17.10.2016, 17:20

Sorry, zu bald auf "Abschicken" geklickt. Die meisten Kosten verursachen wohl der Sarg (billig oder teuer), sowie vom Bestatter unabhängige Kosten: eventuelle Zeitungsanzeigen, Bewirtungskosten ("Leichenschmaus") und Grabgestaltung (Grabstein bzw. Kreuz, Grabgestaltung).

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Ich bin Bestatter und kann dir nur empfehlen dich so früh es geht zu informieren.
Es gibt genug Kollegen, speziell die sogenannten Billigbestatter aus dem Internet, die im Trauerfall die blockiertheit der Angehörigen ausnutzen.
Wenn du also weißt, was du willst, können deutliche Preisunterschiede dabei heraus kommen.
Achte aber darauf dass die Leistungen genau gleich sind, sonst ist es nicht vergleichbar.

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Kommentar von christl10
18.10.2016, 08:06

Was für Kosten fallen denn eigentlich an? Wie setzt sich der Preis zusammen? 

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Kommentar von derbas
18.10.2016, 16:56

Das kann man so pauschal schlecht sagen. Ich kann ja mal aufführen was auf jeden Fall kommt und was kommen kann.
Auf jeden Fall:
Friedhof das Wäre:
- Grabgebühren des Friedhofs
- Graböffnung und Schließung

Bestatter:
- Abholung des Verstorbenen
- Formalitäten
- Sarg

Stadt:
- Gebühren für Urkunden
- Stempelgelder

Arzt/Krankenhaus:
- Gebühr für die Leichenschau und Kühlung

Was kann:
Friedhof:
- Nutzung von Kühlung, Trauerhalle oder sonstigen Räumen/Geräten
- Träger
- Räumung des Grabes

Bestatter:
- alle möglichen Sonderwünsche hinsichtlich Sargausstattung, Hygiene, Besonderheiten bei der Feier etcetc

Stadt:
- Beglaubigungen, Übersetzungen uva

Arzt:
- zweite Leichenschau für Einäscherung
- Erschwerniszulagen, Nachtzulagen

Sonstiges
- Blumen
- Dekoration
- Grabstein
- Gärtner
- Musik
-Redner
- Pfarrer

Ohne Garantie für Vollständigkeit...

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Lohnt sich bestimmt und die Zeit hat man. Die Frage ist aber, ob man die Nerven und die psychische Verfassung dazu hat, wenn man trauert.

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Kommentar von christl10
17.10.2016, 17:03

Wenns ums Geld geht, gibt es keine Trauer. Dann gehts um Geschäfte. 

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Kommentar von knox21
17.10.2016, 17:05

Wenn es ein naher Verwandter war, der einem was bedeutet hat, ist Geld plötzlich furchtbar unwichtig. Das macht den Bestattern ja die Preisgestaltung so einfach.

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Kommentar von knox21
17.10.2016, 17:18

Dann kannst du ja vergleichen und einen besseren Preis aushandeln.

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