Lohnsteurkarte und nebenbei als Freiberufler, wie funktioniert das mit den Steuern?

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Als erstes wäre mal zu klären ob du wirklich freiberuflich arbeitest. Das bestätigt Dir nur Dein zuständiges Finanzamt. Wahrscheinlich meinst Du eine selbstständige Tätigkeit, da ist es egal ob Nebenerwerb oder Haupterwerb. Einzig könnte die Kleinunternehmerregelung bis 17.500€ Umsatz mit Umsatzsteuerbefreiung zum tragen kommen (wenn Du willst).
Was erwartest Du für Freibeträge?
Du stellst Deine Einnahmen gegen Deine Ausgaben und der Gewinn wird versteuert, zusammen mit Deinen Einnahmen aus unselbststäniger Tätigkeit, Punkt, Ende. So einfach ist das. sind dann eben 2 Einlegebögen zum Mantelbogen der ESt-Erklärung.

Laut meinem Arbeitgeber soll das Freiberufler gelten. Ich möchte zusätzlich als Interviewer in Marktforschung arbeiten auf Honorarbasis, so das zusätzlich zu meinem normalen Einkommen etwas dazu kommt. Gilt diese Kleinunternehmer regelung nur für den Zusatzverdienst oder für das Gesammt einkommen? also Freiberuf und Lohnsteuerkarte??? Von Freibeträgen erwarte ich das ich von den Zusatzverdienst nicht soviel steuern zahlen muß, sonst lohn sich das zusätzliche arbeiten ja nichte wenn dann die hälfte z.b. an steuern verloren geht...

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@cucky

Da verlass Dich mal nicht auf Deinen AG. Wie schon geschrieben, den Status des Freiberuflers bekommst du nur vom FA, das sind z.B. Ärzte, Rechtsanwälte Architekten (teilweise) etc. pp. Ich glaub nicht das da ein Interviewer in der Meinungsforschung zugehört. Frag beim zuständigen FA nach.
Die Kleinunternehmerregelung gilt nur für die selbstständige Tätigkeit. Du kannst 3 Unternehmen gründen wenn Du willst und alle unter 17.500€ Umsatz halten und die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Aber Obacht, dann kannst du natürlich auch nicht den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen.

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Es ist erschreckend, wie wenig zu diesem Thema an tatsächlichen Fakten bekannt ist, und das obwohl es eigentlich so einfach ist: 1) Das Wort "Freiberufler" hat nichts mit der Einkunftsart zu tun. Wenn jemand Interviews im Bereich Marktforschung macht, erzielt er ganz klar Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Ob ein Gewerbe anzumelden ist, kann man mit der Gemeinde abklären. Im Zweifelsfall immer ja, es schadet nicht und kostet auch nicht wirklich viel, dafür kann man mit einer Gewerbeanmeldung z.B. in Läden einkaufen, die nur für den gewerblichen Bedarf verkaufen. Es hat nicht alles nur Nachteile! 2) Alle "Freiberufler", also die die nicht aufgrund eines Arbeitsvertrages als Arbeitnehmer gelten sind verpflichtet, ihre Einnahmen den Augaben gegenüberzustellen und so ihren Gewinn zu ermitteln. Wird das Unternehmen grösser, muss evtl. eine Bilanz erstellt werden. Aber zunächst reicht eine sog. Einnahme-Ueberschuss-Rechnung. 3) Umsätze, sind grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig! Liegen die Umsätze jedoch unter EUR 17500 im Jahr, kann man sich beim Finanzamt die Erlaubnis holen, als sog. Kleinunternehmer zu firmieren. Dies bedeutet, dass a) auf den Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden darf und somit b) keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss. Dies muss aber auf der Rechnung auch drauf stehen. 4) Werbungskosten ist ein Begriff bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit (Arbeitnehmer), Kapitalvermögen und Vermietung und Verpachtung, sowie den sonstigen Einkünften. Bei den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit hat man Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. 5) Ein Steuerberater ist am Anfang (bis man es begriffen hat) vielleicht gar nicht so unklug. Manch einer denkt, das was er als Einnahmen hat, gehört ihm und schon sind die Flocken wieder weg. Bedenkt: das Finanzamt kommt immer hinterher!

lyoni hat sicher Recht, dass es erschreckend ist, wie wenig zu diesem Thema bekannt ist. Der Status "Freiberufler" wird nicht vom FA "verliehen". Welche Berufe dazu zählen sind im wesentlichen im EStG § 18 definiert. Auch wenn das "Freiberufler-Unternehmen" sehr groß werden sollte, gibt es jedoch weder nach dem Handelsrecht noch nach der Abgabenordnung eine Buchführungspflicht.

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Sobald du auch noch freiberuflich arbeitest, ist ein Steuerberater sowieso besser.

Na klar, 1.000€ im Jahr verdienen und 500€ für den StB bezahlen.
In welchen Welten lebt ihr eigentlich? Für einen kleinen Nebenerwerb mit einer GuV braucht´s doch wohl keinen Steuerberater.

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@Wolfi0410

Es sind ca. 500-700 Euro die nebenbei verdient werden sollen im Monat und wenn ich mein Verdienst auf Lohnsteuerkarte zusammen rechne hab ich ein Einkommen von knapp 1300 im Monat. Für mich ist wissenwert, muß man viele steuern aus derm Freiberuf abdrücken?

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