Lohnsteuerkarte in Kopie

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3 Antworten

Wenn das Original bei der ersten Lohnzahlung nicht vorliegt, wirst Du tatsächlich mit der 6 eingestuft. Es könnte ja Betrug vorliegen (Schwarzarbeit etc.) Ob eine Verrechnung möglich ist, wage ich zu bezweifeln, aber Du kannst ja dort nachfragen. Ansonsten dann zum Lohnsteuerjahresausgleich.

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Hallo friederike aka romantatta,

Deine Frage >Muss ich nun wirklich bis zur Einkommenssteuererklärung im nächsten Jahr warten, bis ich das Geld bekomme, oder gibt es die Möglichkeit, das zuviel einbehaltene Geld mit der nächsten Abrechnung auszuzahlen?< möchte ich anders als die vorher Antwortenden beantworten.

Dem Arbeitgeber ist nicht nur die Möglichkeit der Korrektur eingeräumt, er ist vielmehr bei wirtschaftlicher Zumutbarkeit verpflichtet, das bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis nach Vorlage der Lohnsteuerkarte unverzüglich zu korrigieren, das heißt die eingetragenen Merkmale ab deren Gültigkeitsbeginn rückwirkend anzuwenden und zuviel einbehaltene Steuern zu erstatten. Das ganze Thema heißt "Verschulden an der Nichtvorlage der Lohnsteuerkarte". Im Einkommensteuergesetz ist § 39c die Rechtsgrundlage für das Handeln Deines Arbeitgebers, und hier http://www.steuerlinks.de/richtlinie/lstr-2008/r39c.html findest Du in Abs. 2 und 3 noch eine schöne Verwaltungsvorschrift dazu. In Abs. 3 Satz 2 heißt es ziemlich klar >Nach Vorlage oder Rückgabe der Lohnsteuerkarte ist § 41c EStG anzuwenden.< Diese in Bezug genommene Vorschrift begründet im Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit Satz 2 die Verpflichtung zur Korrektur bei wirtschaftlicher Zumutbarkeit, es sei denn, der Lohnsteuerabzug ist inzwischen abgeschlossen und die Steuerbescheinigung elektronisch übermittelt.

LG BurtKeck

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Kommentar von powerfraqu6464
20.05.2010, 07:14

Siehst Du, bei uns ist das nicht so. Gibst Du sie zu spät ab, hast Du Pech. Unser Steuerbüro ist da rigoros. Jetzt frage ich mich, ob die das dürfen.....

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Es kommt ganz auf Eure Lohnbuchhaltung an, ob die bereit sind die im ersten Monat zu viel einbehaltene Steuer mit der nächsten Abrechnung zu verrechnen.

Möglich ist das auf jeden Fall, da es am Jahresende eigentlich nur darauf ankommt, dass Du in der Jahressumme die richtigen Steuern gezahlt hast.

LG TornadoBull

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