Lohnpfändung wie kann man vorgehen?

4 Antworten

Mein Mann soll eine Lohnpfändung bekommen

Dem sind mindestens etliche Schreiben, ggfs. mit Mahn- und Vollstreckungsbescheid, vorausgegangen. Bei Pfändung auf Grundlage eines öffentlich-rechtlichen Bescheides erfolgt allerdings nur die Vollstreckungsankündigung.

hat seine Chefin ihm gesagt

Sagt er.

in dem Schreiben steht nicht worum es geht

Das ist bei einer Drittschuldnererklärung auch nicht der Fall. Geht den AG nichts an, da steht nur, dass und an wen der pfändbare Betrag abzuführen ist.

wir haben keine Briefe von denen erhalten

Wer auch immer "denen" sein soll. Der PfÜB geht euch in Kopie zu, aber erst nach der Pfändung. Dort steht sowohl der Antragsteller als auch ggfs. das zuständige Mahngericht.

Um eine Lohnpfändung umsetzen zu können bedarf es eines PfÜB - Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses . Und einen solchen erlangt man i.d.R. nur infolge eines vom Gericht "bestätigten" Titels welcher nach einem nicht widersprochenen Mahnbescheid ergeht.

Ansonsten gäbe es nur Pfändungen "der öffentlichen" Hand - Krankenkassen etc. ....

Also allein Dein Mann kann wissen ob derartige Forderungen bestehen.

in dem Schreiben steht nicht worum es geht

aber aus dem Absender sollte man erkennen können "welche Forderung" vollstreckt werden soll . Ergo sollte Dein Mann als erstes um eine Kopie dieses Schreibens bitten, um dann weitersehen / -handeln zu können.

Also - die Arbeitgeberin Deines Mannes kann nicht mal auf Zuruf irgendeines Inkassos oder bla,bla,bla Gehaltsanteile einbehalten und weiterleiten.

Kann nicht sein, er muss doch einen Mahnbescheid und dann noch den Vollstreckungsbescheid vom Amtsgericht bekommen haben.

Nachfragen beim Amtsgericht.

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Jein. Sofern die Pfändung auf Grundlage eines vollstreckbaren öff.-rechtl. Bescheides efolgt, nicht. FA und KK dürfen z.B. auch ohne Umweg über die Mahngerichte vollstrecken.

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@FordPrefect

Von Forderungen von denen bekommt man aber auch vor der Pfändung etwas mit.

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