Lohnpfändung wie funktioniert dies?

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4 Antworten

Der Arbeitgeber ist gezwungen das Gehalt bis zu einer Freigrenze von ca 1080 EUR an den Gläubiger zahlen.. Der Arbeitnehmer muss 14 Tage Gelegenheit haben die Freigrenze auf Grund versorgungspflichtiger Personen und Kosten der Berufsausübung anzuheben die der Arbeitgeber nach Treu und Glauben gewähren kann und muss. Er kann Nachweide verlangen bzw. abschätzen ob insbesondere die Kosten der Berufsausübung angemessen sind. Die Freibeträge für Versorgungspflichtige Personen sind vorgeschrieben.

Ein P Konto ist nicht zwangsläufig erforderlich. Der Schuldner weiß, ob bereits eine Kontopfändung vorliegt. Sofern der Arbeitgeber mehr als die 1080 Euro überweist, muss / kann auch bei der Bank der Freibetrag erhöht werden.Unthaltspflichtige PErsonnen können von Öffentlichen Einrichtungen der Schuldnerberatungsstellen Bestätigt werden, darüber hinausgehende Beträge, zb Kosten der Berufsausübung müssen beim Amtsgericht beantragt werden.

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Hallo,

die Lohnpfändung wird nicht beauftragt, sondern beantragt beim für den Wohn- / Geschäftssitz bzs. Aufenthaltsort des Schuldners zuständigen Vollstreckungsgericht.

Für die Lohnpfändung gelten zunächst die Grundsätze der Pfändungsfreigrenzentabelle gem. § 850c ZPO, die Du im Internet abfragen kannst. Man kann den konkret zutreffenden Betrag, der dem Schuldner pfandfrei zu belassen ist, nicht so einfach angeben. Dazu werden diverse Angaben über den Schuldner benötigt.

Das Bankkonto des Schuldners hat mit der Lohnpfändung absolut nichts zu tun und wird auch von ihr nicht berührt.

Du kannst auch die angeblichen Ansprüche des Schuldners gegen Banken pfänden, vereinfacht bezeichnet man dies als Kontenpfändung. Dabei spielt es dann eine wichtige Rolle, ob der Schuldner ein P-Konto hat oder nicht.

Du brauchst für diese Aktion sowieso entweder anwaltliche Hilfe oder anderweitigen fachlich geeigneten Rechtsbeistand. Allein bist Du dem eh´ nicht gewachsen. Dann wird auch die Frage zu erörtern sein, was sinnvoll und geeignet erscheint, um Dir Deine Forderung möglichst schnell beizutreiben.

Die Lohnpfändung istr nicht immer das sinnvollste Mittel und egal, was man tut, man sollte besser immer die Kostenseite im Blick haben. Bevor irgendetwas geschieht, kostet es Dich etwas! Zumal wenn man es allein fachlich nicht auf die Reihe bekommkt, also Beistand braucht, entstsehen sehr shcnell Kosten.

Ein Pfändungsantrag kostet an Gerichtsgebühr 20,00 EUR und die Zustellung an Drittschuldner und Schuldner auch nochmal insgesamt so etwa ab 25,00 EUR aufwärts.

Viele Grüße Vollstreckerin

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Kommentar von Vollstreckerin
05.06.2016, 18:56

Habe vorhin noch etwas vergessen.

In Abhängigkeit von der Art Deiner Forderung gilt die Pfändungsfreigrenzentabelle manchmal auch nicht. In einigen Fällen ist es möglich, dem Schuldner bis zum SGB-II-Regelsatz zzgl. Wohnkosten runter alles wegzupfänden, In ganz besonderen Ausnahmefällen kann man mit einem geringfügigen Erlös auch in den SGB-II-regelsatz reinpfänden. Es gibt Vollstreckungsgerichte, die u.U. 20,00 EUR zusprechen.

Umgekehrt kann der Schuldner auch den Betrag, der ihm pfandfrei zu belassen ist, anhand konkreter Begründung und aus wichtigem Grund auch heraufsetzen lassen. Er müßte dazu Antrag stellen und seine Behauptungen beweisen.

Die Pfändungsfreigrenzen sind also keine allgemeingültigen, unveränderlichen Größen.

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Bei einer Lohnpfändung muss kein P-Konto eingerichtet werden, schließlich wird der Lohn gepfändet und nicht das Konto. Für den Lohn greift automatisch ein gesetzlicher Pfändungsschutz, dessen Grundlagen in den §§ 850 ff. ZPO zu finden sind. Zur Vereinfachung kann man bzgl. der Lohnpfändung auf die Pfändungstabelle zurückgreifen. Wieviel unpfändbar ist, kommt auf die Höhe des Einkommens und die Unterhaltsberechtigten an.

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Bei einer Lohnpfändung wird gepfändet ,wenn derjenige genügend verdient ,da gibt es auch Grenzen.

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