Lohnpfändung wegen Unterhaltsschulden

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5 Antworten

Der Selbstbehalt bei Unterhaltsschulden ist deutlich geringer als der allgemeine Pfändungsfreibetrag. Einem Unterhaltsschuldner wird durchaus zugemutet, sich einen zusätzlichen Verdienst zu suchen.

Mit 810,00 € liegst du immer noch über dem Niveau eines Hartz IV Empfängers.

Die Pfändung hättest du nur mit einer freiwilligen Zahlung in einer annehmbaren Höhe entgehen können. Diese muss dann aber auch peinlichst genau eingehalten werden.

Für laufende Unterhaltszahlungen gilt der Selbstbehalt (gegenüber minderjährigen Kindern 1000 Euro).
Von diesem Selbstbehalt müssen die Kosten für den eigenen Lebensunterhalt (Nahrung, Kleidung, Miete, Strom, Auto, Versicherungen....) beglichen werden.

Für Pfändungen von Schulden (auch Unterhaltsschulden) muss der Pfändungsfreibetrag des Schuldners berücksichtigt werden.
Für ihn allein liegt dieser bei rund 1060 Euro, ist er noch unterhaltspflichtig so erhöht sich dieser auf ca. 1400 Euro (1 unterhaltpflichtige Person) bzw. 1600 Euro (2 Personen) usw....

Allerdings kann im Einzelfall auch beantragt/ gerichtlich entschieden... werden, dass der Pfändungsfreibetrag des Schuldners auf "Sozialhilfeniveau" herabgesetzt wird....

Na-ja, dafür hat nun das Ergebnis Ihrer Fleischeslust etwas mehr vom Leben und Sie leben halt etwas bescheidener!?! Sie können Ihr in der Tat geringes verbleibendes mtl. Einkommen durch Mehrleistung versuchen aufzubessern.

Bei einer Lohnpfändung wegen Unterhalts, wird vom Amtsgericht ein unpfändbarer Betrag festgesetzt. Der Betrag von 810 Euro ist durchaus üblich. Es kann aber versucht werden, eine Erhöhung zu beantragen.

für unterhaltsschulden ist das ok. der unterhalt geht allem anderen vor. 78euro strom im monat sind auch recht viel. da kannst du sparen. auch eine günstigere wohnung ist dir da zumutbar.

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