Lohnpfändung trotz Vermögensauskunft?

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3 Antworten

Also. Lohn kann grundsätzlich sofort gepfändet werden. Schon wenn ein Titel vorliegt, was offenbar der Fall ist (ohne Titel würde kein GV vorstellig werden).

Die Vermögensauskunft ist weder Voraussetzung für eine Pfändung noch spielt sie dabei irgendeine Rolle.

Die Vermögensauskunft dient dazu, eine Aufstellung über das Einkommen und Vermögen eines Schuldners zu machen. Nicht mehr, nicht weniger. Sie ist zugleich Informationsquelle für den Gläubiger.

Wenn der Gläubiger also bisher nicht wusste, wo dein Schwager arbeitet, wird er es dann wissen. Wehren kann man sich dagegen nicht und lügen oder etwas weglassen darf man auch nicht.

Ob danach der Lohn gepfändet wird, kann niemand sagen. Es wird sicher gepfändet, wenn etwas Pfändbares da ist. Sollte dein Schwager aber unterhalb der Pfändungsfreigrenze verdienen (derzeit IMHO etwa 1070€ bei fehlenden Unterhaltsverpflichtungen), ist es unwahrscheinlich. Denn dabei kommt ja nichts rum.

Aber unmöglich ist es nicht. Es könnte auch eine Pfändung beantragt werden, obwohl man so wenig verdient und obwohl 0,00€ gepfändet werden. Und auch das muss man akzeptieren. Warum? Eine Pfändung ist immer rangwahrend und selbst wenn man 2 Monate nichts bekommt als Gläubiger. Vielleicht gibt es mal Sondergratifikationen, die dann (teilweise oder ganz) pfändbar sind. Überstunden. Lohnerhöhungen usw. Bedient wird immer der Gläubiger, der zuerst zur Pfändung beim Arbeitgeber eingeht (Abtretungen lassen wir mal außen vor). Sprich: Gläubiger können alleine deswegen die Pfändung beantragen, damit sie, sollte es mal Geld geben, als erstes an der Reihe sind.

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Sicher, das ist ja der Sinn der Abgabe der Vermögensauskunft.

Vorausgesetzt, er verdient mehr als den Pfändungsfreibetrag.

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Kommentar von MeLi2413
15.09.2016, 13:43

und der liegt glaube ich bei 1200€

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Es gibt diesen Freibetrag. Bis zu diesem kann nix gepfändet werden.

Sinnvoll ist ein Pfändungsschutzkonto, weil sich einige Konsorten leider nicht an die Gesetze halten und trotzdem abbuchen o. ä.

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Kommentar von mepeisen
16.09.2016, 08:42

weil sich einige Konsorten leider nicht an die Gesetze halten

Es gibt kein gesetz, was eine Pfändung verbietet. Dafür gibt es ja das P-Konto. Wenn man beispielsweise mehrere Konten hat, kann man nur eines davon zu einem P-Konto umwandeln und das andere ist vollständig pfändbar ohne Freibetrag. Das ist so gewollt und auch gut so, damit man Geld nicht durch mehrere Konten schützen kann.

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