Lohnkürzung trotz Krankenschein und Abmahnung. Ist dies gerechtfertigt?

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2 Antworten

Du hast die Krankmeldung spätestens nach 3 Tagen beim Arbeitgeber vorzulegen. Tust du dies nicht kann er dir die Zeit als unentschuldigtes Fehlen abziehen und auch Abmahnen. Auch wenn der Schein nach gereicht wird. Der AG kann auch eine Krankmeldung am und ab dem ersten Tag der Krankheit verlangen. Wenn du Krank bist kannst du auch nicht einfach ohne Grund der Arbeit fern bleiben. Krank melden mußt du dich schon mindestens. Aus der Sache kommst du nur raus indem du es so hinnimmst wie es ist. schließlich hast du den Fehler begangen und nicht dein AG.

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RiverOrange 27.03.2013, 16:08

Ich habe den Krankenschein fristgerecht verschickt. Dieser kam am dritten Tag beim AG an. Jedoch habe ich (aus persönlichen Gründen) keine Krankmeldung am ersten Tag vorgenommen, dafür habe ich bereits eine Abmahnung erhalten.

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Thunder1262 27.03.2013, 16:22
@RiverOrange

Solltest du das nächste mal tun. Wenn die Krankmeldung dann am 3ten Tag ankam kann oder darf er dir nichts abziehen, da die Krankmeldung am 3ten Tag da war. Zudem interessieren die AG meist keine Persönlichen Gründe, da man heutzutage mit allem Online ist und auch fast jeder ein Handy hat mit dem er kurz anrufen kann. Das kann der AG immer vorraus setzen.

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ralosaviv 27.03.2013, 17:40

Das ist falsch! Auch wenn die AUB nachgereicht wird, ist die Lohnfortzahlung zu leisten. Die Pflichtverletzung der verspäteten Krankmeldung ist abgemahnt worden. Da der Zeitraum der Erkrankung aber letztlich per Bescheinigung nachgewiesen worden ist, darf ein Abzug nicht erfolgen, weil die Fehlzeit dann nicht mehr unentschuldigt ist sondern lediglich eine vertragliche Nebenpflicht -nämlich die der rechtzeitigen Meldung durch den ArbN- verletzt wurde.

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Die Verweigerung der Lohnfortzahlung ist nur bis zum Nachweis der ERkrankung möglich. Sobald der ARbN also die AUB vorlegt, muss auch die Entgeltfortzahlung vorgenommen werden. Es sei denn, die Erkrankung wäre innerhalb der ersten 4 Wochen eines neuen AV aufgetreten. Dann würde aber die Abmahnung wieder keinen Sinn machen.

Leg dem ArbG das Entgeltfortzahlungsgesetz vor. Da steht drin, was er darf und was nciht.

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RiverOrange 27.03.2013, 16:05

Also am Tag an dem der KSchein beim AG vorliegt ist gleichzeitig eine Krankmeldung ? Wenn dies so ist, dann wären es nur noch 2 Tage unbezahlt.

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Thunder1262 27.03.2013, 16:16

Die Verweigerung der Lohnfortzahlung ist nur bis zum Nachweis der ERkrankung möglich. Sobald der ARbN also die AUB vorlegt, muss auch die Entgeltfortzahlung vorgenommen werden.

Das ist so nicht korekt. Man kann nich einfach fern bleiben und wenn dann der AG dudu macht den Gelben Schein vorlegen. Gesetzlich muß dieser nähmlich nach spätestens 3 Tagen vorliegen. Und der AN muß sich am ersten Tag Krank melden. Sonst ist es unentschuldigtes fernbleiben von der Arbeit. Zudem würde ich das nicht machen, dann schneidet er sich ins eigene Fleisch. Denn in $7 Heißt es :

§ 7

Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgebers (1) Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern, 1.
solange der Arbeitnehmer die von ihm nach § 5 Abs. 1 vorzulegende ärztliche Bescheinigung nicht vorlegt oder den ihm nach § 5 Abs. 2 obliegenden Verpflichtungen nicht nachkommt;

Was hier der Fall gewesen ist. Nicht nur $3 lesen, sondern auch mal weiter. Zudem ist die fortzahlung ja getätigt worden, nur nicht für die Unentschuldigte Zeit und das unerlaubte Fernbleiben von der Arbeit ohne Abmeldung.

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Thunder1262 27.03.2013, 16:20
@Thunder1262

Zudem wird dein AG bei der nächsten Krankheit auf sofortige Benachrichtigung und Gelben Schein ab dem ersten Tag bestehen. Tust du das nicht riskierst du deinen Job und eine erneute Abmahnung.

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ralosaviv 27.03.2013, 17:38
@Thunder1262

Schön zitiert, aber falsch interpretiert. SOLANGE der ArbN die Bescheinigung nicht vorlegt, darf der ArbG die Lohnfortzahlung verweigern. Sobald die Bescheinigung aber vorgelegt wird, ist für den bescheinigten Zeitraum die Lohnfortzahlung zu leisten. Die Abmahnung ist allerdings gerechtfertigt und steht auf einem ganz anderen Blatt.

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RiverOrange 27.03.2013, 18:54
@ralosaviv

Aber dann muss also der AG für die 2 Tage auch das Entgelt fortzahlen? Wie gesagt ich habe mich nicht krank gemeldet ,war eine Woche krank , Krankenscjhein hab ich Dinstag erhalten und auch versendet.( Montag war Arzt überfüllt ,wurde somit wieder nach Hause geschickt.)Mir wurde bestätigt das der KSchein am Mittwoch ankam. Also ist der Mitwoch und die Folgetage auf jeden Fall rechtlich der Fortzahlung verpflichtet? Der Krankenschein gilt für die ganze Woche.

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ralosaviv 27.03.2013, 20:28
@RiverOrange

Die Lohnfortzahlung muss ab dem Tag gewährt werden, ab dem die Krankheit vom Arzt bescheinigt worden ist. Wenn du ab Dienstag krank geschrieben warst, bekommst du ab Dienstag auch Geld. Das die AUB Mittwochs erst vorgelegen hat mag Grund genug für eine Abmahnung sein, aber nicht für die Zurückhaltung von Entgelt.

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