Lohnfortzahlung nach OP bei Mini-Job?

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4 Antworten

1. Der AG soll sich mal den § 3 Entgeltforzahlungsgesetz anschauen. Der besagt dass ein AN bei Krankheit Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall hat und das bis zu einer Dauer von sechs Wochen.

Berechnet wird das Entgelt nach dem Entgelt- oder Lohnausfallprinzip. Der AN muss so bezahlt werden wie er ohne Krankheit gearbeitet hätte.

Gibt es schon einen Schicht-/Einsatzplan, muss der AG den AN nach diesem bezahlen. Ist noch kein Dienstplan gemacht wird der Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate (wenn der AN noch nicht so lange arbeitet, entsprechend den gearbeiteten Monaten) als Maßstab genommen.

2. An den Urlaub darf der AG überhaupt nicht. Urlaub hat mit dem Entgeltfortzahlungsgesetz nichts zu tun. Urlaub dient der Erholung und nicht dem AG um sich vor der Entgeltfortzahlung zu drücken.

Ein AG kann bis zu 3/5 des Urlaubs der AN verplanen. Das geht aber nur mit langer Ankündigung (einige Monate im Voraus) und nur für betriebliche Belange wie z.B. Schließung an Brückentagen, Betriebsurlaub.

Eine einseitige Festlegung des Urlaubszeitpunkts durch den AG ist ausgeschlossen. Der AG darf dem AN nicht einfach Urlaub verordnen und was Dein Chef gemacht hat, geht überhaupt nicht. 

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Kommentar von Gukos
05.08.2016, 00:55

Und wie ist der Fall, wenn es theoretisch möglich wäre das ich innerhalb des halben Monats auf mein volles Geld komme falls ich doppelt so oft eingeteilt werde als sonst, aber privat einfach nicht genug Zeit habe um so viele Schichten (auf so kurze Zeit) abzuarbeiten oder einfach nicht so oft eingeteilt werde?

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Das Gesetz sieht eine Lohnfortzahlung vor. Urlaub kann man da nicht einfach benutzen. Wie jeder andere Arbeitnehmer auch bist du dann krank geschrieben und es wird nicht dein Urlaub verwendet. 

Hat McD einen Betriebsrat o.ä? Ansonsten sprich mit der Personalabteilung. 

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Hm ich denke du bist im Recht. Da kann dir aber wahrscheinlich jemand anders besser weiterhelfen.

Aber überleg dir ob es wirklich eine gute Idee ist, es drauf ankommen zu lassen. Denn wenn du dich mit deinem Arbeitgeber verwirfst, wirds später schwierig oder ich glaube er kann dich als minijobber eh von heute auf morgen los werden. Wenn er will.

Also aufpassen ;-)

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Kommentar von Familiengerd
04.08.2016, 22:39

Aber überleg dir ob es wirklich eine gute Idee ist, es drauf ankommen zu lassen.

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist eine zwingend vorgeschriebene Leistung des Arbeitgebers, auf die weder "freiwillig" noch erzwungen verzichtet werden kann und die der Arbeitgeber auch nicht verweigern darf.

Wenn man Deiner "Überlegung" folgen würde, könnte der Arbeitgeber bald alle seine Ansprüche aufgeben!

ich glaube er kann dich als minijobber eh von heute auf morgen los werden

Gut, dass Du hier so falsch glaubst, wie Deine obige Überlegung schlecht ist!

Minijobber haben die gleichen gesetzlichen und betriebsüblichen Ansprüche, Rechte (ausgenommen ist der Anspruch auf Krankengeld) und Pflichten wie jeder andere Arbeitnehmer auch; das gilt also auch für die Kündigungsfristen!

Das "Los-werden von heute auf morgen" ist also Unsinn!

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Gibts bei McD keinen Betriebsrat oder sowas? Natürlich steht dir gesetzlich Lohnfortzahlung zu.


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