Lohnfortzahlung bei fristloser kündigung in der Kündigungsfristzeit?

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5 Antworten

Wenn du fristlos, ersatzweise fristgerecht gekündigt wurdest, dann bist du im 1. Moment fristlos gekündigt worden.

Dann gibt es keine Kündigungsfrist und du bekommst natürlich auch kein Geld mehr, ausser das Geld das du noch bis zum Tag der Kündigung zu bekommen hast.

Ersatzweise kündigt man, falls das Arbeitsgericht die Meinung vertritt, dass der fristlose Kündigungsgrund nicht gegeben war. Dann müsste dein Arbeitgeber nach dem Urteil nochmals kündigen und die Kündigungsfrist würde laufen. So spart er Zeit, wenn das Urteil lautet, dass die fristlose Kündigung unberechtigt war, dann tritt automatisch die fristgerechte Kündigung in Kraft und die Kündigungsfrist läuft schon. In dem Fall würdest du dann auch bis Ende der Kündiungsfrist weiter bezahlt werden.

Im ersten Moment gibts jetzt aber erst mal keine Kohle mehr vom Arbeitgeber. Wenn dein Vergehen auch wirklich so groß war, ist es wohl auch wahrscheinlich, dass die fristlose Kündigung vor Gericht bestand hat.

Ok, der Kündigungsgrund ist wohl die Stinkbombensache, oder? Dann ist die fristlose Kündigung natürlich vollkommen gerechtfertigt und du wirst keine Kohle mehr von deinem Arbeitgeber bekommen.

Such dir schnell schon mal nen neuen Job, da wird ne ganz gewaltige Rechnung auf dich zukommen!

@ Messkreisfehler Du kennst den zeitungsbericht ja.. Was würdstest du grob schätzen ? was würd mir am schlimmsten passieren? Und am wenigsten? Schadenssumme insg. 900.000 €

Schadensnumme 900.000 € ? Oha!

Naja im schlimmsten Fall die 900.000 Euro + eventuelle Schmerzensgeldforderungen von den etwas über 100 Leuten die über Übelkeit geklagt haben.

Was im "besten" Fall für dich rauskommt kann man nur sagen, wenn man die 900.000 Euro aufgeschlüsselt sieht.

Also recht sicher wirst du Schadenersatz leisten müssen für:

Polizeieinsatz, Krankenhauskosten, Arztkosten, Feuerwehrkosten, die Analysekosten für die Buttersäure, usw

also diese Kosten werden wohl auf jeden Fall auf dich zukommen. Jetzt kommt es drauf an wie dein ehemaliger Arbeitgeber vorgeht.

Im dümmsten Fall würde er Schadenersatz fordern für:

Den Stillstand des Unternehmens, das Gehalt für die Mitarbeiter für die Zeit in denen sie nicht arbeiten konnten wegen Untersuchung, Ermittlungen, usw, den Verdienstausfall

dazu kommt dann halt noch der eventuelle Schmerzensgeldanspruch der ganzen Mitarbeiter, weil auch Übelkeit und Kopfschmerzen sind Sachen die eine Schmerzensgeldforderung rechtfertigen würden (zwar nur eine geringe, aber bei 150 Mitarbeitern summiert sich dies natürlich auch)

Ich finde es daher nicht gerade klug da noch zu versuchen gegen die Kündigung vorzugehen. Ich würde eher das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen um einen Weg zu finden, wie du mit den geringstmöglichen Schadenersatzforderungen aus der Sache rauskommst.

Wenn dann da vorher noch ne Klage von dir kommt, wäre ICH als Arbeitgeber nicht unbedingt in der Laune dem Mitarbeiter da irgendwas zu "erlassen" und würde natürlich auf volle Schadenwidergutmachung pochen. Schliesslich ist es problemlos möglich dich wegen der Sache 30 Jahre in Regress zu nehmen.

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du bist fristlos gekündigt hast aber ne kündigungsfrist?

das widerspricht sich total

Er wurde fristlos gekündigt und vorsichtshalber (falls die fristlose unwirksam wird) nochmal ordentlich gekündigt. Die ordentliche Kündigung hat Fristen.

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hilfsweise ordentliche Kündigung, falls die fristlose Kündigung bei einem Verfahren als unwirksam bezeichnet wird.

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@BuddyOverstreet

Der fristlose Kündiungsgrund wird vermutlich die Stinkbombenaktion aus seiner anderen Frage sein, da wird wohl kein Arbeitsgericht keinen ausserordentlichen Kündigungsgrund sehen.

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Mein Anwalt reicht Klage ein, er ist erfahren und hatt Dampf !! Seht ihr da null chancen ? Wenn er keine Hoffnung hätte würde er es ja nicht machen, oder ?

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@oroblraM77

Ist es wegen der Stinkbombengeschichte? Falls ja, dann kann der Anwalt so viel Dampf haben wie er möchte... Das ist ganz klar ein fristloser Kündigungsgrund!

Warum der Anwalt das macht? Weil das leichtverdientes Geld ist... Arbeitsrechtsachen machen nicht viel Arbeit und der Streitwert ist immer in der Höhe, das für den Anwalt genug abfällt...

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Das würde dann auch bedeuten, wenn ich die klage verliere bekomm ich bis 30.09 kein Geld und dann noch ne sperre vom Amt 3 monate !! Insg. 6 monate kein Geld.. Puuuh 😮🔫

Nein, nicht so ganz. Du würdest bis zum Tag der Kündigung kein Geld bekommen, wenn du z.Bsp. am 15.06. gekündigt wurdest, dann würde ab da auch deine 3-monatige Sperre vom Arbeitsamt anfangen, Ab 15.09. würdest du also Arbeitslosengeld 1 bekommen. Also keine 6 Monate ohne Geld, sondern "nur" 3

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