Lohnausgleich Minijob aufgrund Kurs vom Arbeitsamt

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1 Antwort

Er sollte mal mit dem Arbeitsamt darüber reden.

Bei seinem Minijob hat er ja einen Arbeitsvertrag. Das hat er womöglich auch dem Amt mitgeteilt. Er steht also zu der Zeit für Kurse garnicht zur Verfügung.

Das Arbeitsamt meint aber, das ihre Kurse Vorrang haben. Da dies eben "nur" ein Minijob ist. Das stimmt aber so nicht. Auch ein Minijob ist ein Arbeitsrechtsverhältnis. Das dein Mann nun nicht einfach so auflösen kann. Er und der Arbeitgeber haben da auch gewisse Kündigungsfristen u.s.w. Geht er nun zu diesem Kurs ist er vieleicht seinen Minijob dauerhaft los.

Dein Mann kann also prinzipiell diesen Kurs vom Amt ablehnen. Obwohl das Arbeitsamt dann irgendwelche Dinge auftischt, die aber totaler Humbug sind.

Die ganzen Jobcenter / das Arbeitsamt vermitteln oft in solche Minijobs. Sie ersparen dadurch einiges an öffentlichen an Geldern, da dort ja auch gewisse Abgaben gezahlt werden. Gleichzeitig berechnen sie die daraus erzielten Einnahmen auf die bisherigen Leistungen an. Ausserdem sind Minijobs für viele eine Möglichkeit überhaupt zu arbeiten oder eben die Chance auf einen festen Job zu haben.

In meinen Augen lohnen sich Minijobs z.b auf dieser 400 Euro Basis nur für wenige Einzelfälle wirklich. Der normale ALG2 Empfänger darf davon nur einen gewissen Freibetrag behalten. Den Rest rechnet das Amt an. Dabei hat aber dann der Arbeitgeber schon pauschal in die Kassen eingezahlt.

Also eher keine wirkliche Verbesserung durch Arbeit für diejenigen ALG 2 Empfänger. Gelder werden hin- und hergeschoben und beim ALG 2 Empfänger bleiben unterm Strich vieleicht 160 Euro von einem 400 Euro Minijob hängen.

Möchte er ihn machen, kann er sich vieleicht für diese 14 Tage beurlauben oder freistellen lassen. Damit fehlt ihm natürlich Geld, aber vieleicht bringt ihm der Kurs etwas.

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Kommentar von seelchen123
06.10.2011, 10:06

danke für deine antwort.

dieser kurs bringt ihm gar nichts. es geht darin lediglich darum, wie man bewerbungen gestaltet. er als grafiker kann jedoch tadellose bewerbungen vorweisen - selbst die arbeitsvermittlerin meint, dass es an seinen bewerbungen nichts auszusetzen gibt. also ein widerspruch in sich, ihn dann zu so einem kurs zu schicken. allein schon wenn er erzählt, wer diesen kurs noch besucht - er ist völlig überqualifiziert und sitzt sinnlos seine zeit dort ab.

ob sich minijobs lohnen sei dahingestellt. es geht meinem partner darum, nicht faul in der sozialen hängematte zu liegen und dem tag weiterhin struktur zu geben, bis ein "richtiger" job kommt.

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