Lohnanspruch erloschen?

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2 Antworten

Vorweg:

Rechtsanwälte verdienen mit dem Schmutz anderer Leute - will heißen: Die meisten Anwälte sagen: "Na klar, das Geld holen wir uns, den verklagen wir" usw., klären aber selten über die wirklichen Prozessrisiken auf, weil sie ihr Anwaltshonorar ja sowieso bekommen.

Zur Sache:

° Eine Ausschlussklausel ist grundsätzlich rechtens. Dein Fehler war, die darin vereinbarte Frist und Formvorschrift nicht zu beachten.

° Selbst wenn es Deinem Rechtsverdreher gelingen würde, den Richter von den betrügerischen Absichten Deines Ex-Arbeitgebers zu überzeugen, und Du Recht zugespochen bekämst, müsste bei der Firma erst einmal etwas zu holen sein, um das Geld eines Tages auch tatsächlich zu bekommen. Im schlimmsten Fall haben sie alles beiseite geschaufelt, und Du bleibst auf Deinen eigenen Anwaltskosten sitzen.

Prozessrisiken sind Risiken im Leben, die man am schlechtesten einschätzen kann. Nun hast Du zwei Möglichkeiten:

A) Wirf eine Münze hoch, und wenn der Adler landet, verklage die Firma

B) Lasse es sofort sein und kümmere Dich um angenehmere Dinge...

Ich wünsche Dir alles Gute!

Gruß @Nightstick

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Ich denke der Arbeitgeber kann sich hier nicht auf eine Ausschlußklausel berufen, meiner Ansicht nach wäre dies treuwidrig. Meine Empfehlung: Reiche über die Rechtsantragstelle bei dem Arbeitsgericht in Deiner Nähe Klage ein, damit entstehen für Dich ersteinmal gar keine Kosten.

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